VESTAX VCI-400

Mit dem VCI-400 will Vestax zurück ins Feld der Traktoren. Diesmal mit Vierdeck-Support, integrierter Soundkarte und massig Buttons.

Auch wenn im Lieferumfang “nur” Virtual DJ LE und Serato DJ Intro sind, das Layout zwinkert schon sehr in Richtung Traktor 2.

Vestax hat die Pause (die letzten Konsolen sind ja nun auch schon ein paar Tage alt) anscheinend mehr als effektiv genutzt und sich grundlegende Gedanken zum optimal(st)en Layout eines potentiellen Vierdeck-Controllers gemacht. Und auf den ersten Blick scheint das Ergebnis diesem Ziel wirklich sehr nahe gekommen zu sein.

Der Mixerbereich besitzt vier vollwertige Kanalzüge (Achtung: es ist KEIN Standalone Mixer; die Aussage gilt nur den verbauten Steuerelementen!) mit jeweils einem großen und farblich abgesetzten Filter-Knob. Auch die Load- und Sync-Buttons pro Channel sind klasse platziert, da man diese ja wenn überhaupt nur einmal pro Songwechsel braucht und sie durch diese Anordnung keinen wertvollen Platz bei den Decks wegnehmen. Unterhalb des Master-Potis finden sich ein kurzer Fader und vier Buttons, die nicht beschriftet sind und sich somit bspw. perfekt für den Loop-Recorder von Traktor nutzen lassen. Neben der Master-LED Anzeige in der Mitte hat jeder Kanal auch seine eigene Aussteuerungsbeleuchtung unter dem jeweiligen Linefader, und zwar über die komplette Faderlänge.

Bei beiden Decks fallen einem sofort die 8 + 4 Buttons oberhalb des Jogwheels und die insgesamt 6 Knöpfe der Transportsektion auf. Während man mit den oberen Buttons die Sampledecks steuern könnte, hat man neben “Play” und “Cue” auch gleich noch Platz für vier Hotcues. Irgendwie genial und in der Praxis sicherlich super ergonomisch zu bedienen. Die Jogwheels sind übrigens die überarbeitete und verbesserte Variante derer vom VCI-100MK2.

Leider gibt es auch beim VCI-400 “nur” zwei Effekteinheiten mit je 4 Encodern und Buttons. Hätte Vestax diese verdoppelt und bedienfreundlich angeordnet, wäre dies die absolute Krönung, da man so unabhängig vom aktuell ausgewählten Deck zeitgleich und direkt Zugriff auf alle vier Effekt-Units in Traktor hätte. Schade, aber schließlich muss man sich ja noch Potential für die MK2-Version übrig lassen. 😉

Im Inneren ist ein Dualcore DSP zugange, der die Audiosignale mit 24bit/48kHz von digital nach analog wandelt und über symmetrische XLR-Ausgänge nach außen fördert. Auch zwei externe Line-Quellen können angeschlossen und entweder direkt auf das Mastersignal oder aber auf Deck C & D über die Software geroutet werden. Dies gilt ebenso für die beiden Mikrofonanschlüsse. An der Front gibt es nun endlich (!!!) ausreichend große Drehregler für Kopfhörerlautstärke und Cue-Master Mix. Lediglich die Touchsensor- und CF-Curve-Knobs sind noch genau so klein wie beim VCI-100MK2, was aber absolut in Ordnung ist, da man diese weitaus weniger oft benötigt.

Wie auf diesem Bild zu erkennen ist, hat man dem Controller eine Art “Wartungsöffnung” spendiert, über die man schnell und unkompliziert an die Fader gelangt, sollten diese mal verschlissen sein. Ein Feature (also die Luke, nicht der Verschleiß), was bei MIDI-Geräten bisher noch sehr stiefmütterlich behandelt wird und im Fall der Fälle dann umso schmerzlicher vermisst wird.

 

Der VCI-400 ist der nächste Kandidat für die neue Serato DJ INTRO Software und kommt zudem auch noch mit Virtual DJ LE (4-Deck Version). Vestax verspricht aber, Mappings für Traktor 2 zum Download bereitzustellen, und weitere Overlays zur individuellen Mappinggestaltung sind im Lieferumfang enthalten. Dem Controller wird zudem ein Netzteil beigelegt, was für den Betrieb auch zwingend erforderlich ist. Dies verspricht wenigstens ausreichend Stromversorgung für all die LEDs und ausreichend Output am Kopfhörer.

Im Dezember, also pünktlich kurz vor Weihnachten, soll der VCI-400 zu haben sein. Der Preis beträgt stolze 799 EUR (Street). Nicht gerade wenig, aber dafür bekommt man einen wirklich gut durchdachten und massiv verarbeiteten Controller. Wir sagen: Hut ab, Vestax! Tolles Gerät, wenn es all das auch halten kann, was es optisch verspricht.

Neuer Preis 2014: 595 Euro (Musikhaus Thomann)

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