Review – Serato Preformance Series

Seit kurzem sind die neuen SERATO Control Vinyls erhältlich, doch bringen diese wirklich eine Verbesserung? Ein kleiner Erfahrungsbericht. 

Der Timecode, genauer dessen Übertragung, ist einer der anfälligsten Momente beim Einsatz eines digitalen Vinylsystems.  SERATO bezeichnet das, was gemeinhin so genannt wird, zwar als “NoiseMap”, eine Optimierung des ganzen kann aber, unabhängig von der Benennung, nicht schaden und so ist die SERATO SCRATCH LIVE CONTROL VINYL PERFORMANCE SERIES seit einiger Zeit auch in Deutschland erhältlich. Momentan – und selbst das, durch  temporären Lieferengpass bis Ende Juli begrenzt – beschränkt sich die Auswahl allerdings nur auf klassisch schwarz. Yellow, brown und des begehrte “Glow In The Dark” sollen demnächst folgen, Deep Purple wird ab Herbst verfügbar sein.

Was ist nun aber anders?  Laut SERATO wurde das NoiseMap Signal re-mastered und um 6dB angehoben.  Geändert wurde auch das Label und die Optik der Hülle, in welcher nun zwei statt einem Vinyl unterkommen. Die Performance Serie gibt es also paarweise. Das Gewicht von 125 Gramm, die Spieldauer von 10 bzw. 15 Minuten und das Vinyl Select Feature blieb, wie beim bisherigen Control Vinyl, erhalten.


Optisch läßt sich das stärkere Signal durch das Scope gut im Setup nachvollziehen (siehe Bild: zweimal Shure Whitelabel, auf Technics 1200MK5 – links altes Control Vinyl, rechts die neue Performance Serie). Das versprochene “precise tracking, better vinyl wear and the most authentic feeling digital vinyl experience on the market” ist wie immer mit subjektivem Empfinden verbunden. Meine Wahrnehmung, als weitgehend Scratchbefreiter, verzeichnet kein wirklich anderes Vinylfeeling, aber eine geringere Störanfälligkeit des Signals. Zumindest meine ich, dass das der graue Tracking Balken weit weniger bis gar nicht in alarmierendes rot wechselt. Wo ich sonst ab und an hektisch in den internen Modus wechseln musste, schnurrt seit Einsatz des neuen Vinyls alles verlässlich durch. Was hoffentlich kein Zufall oder anderen Komponenten geschuldet ist.  Aber selbst wenn es sich um einen angenehmen Placebo-Effekt handelt, lohnt die Anschaffung der Performance Serie für 36,90 Euro nicht zuletzt, weil man (im Fall der schwarzen) etwa einen Euro gegenüber dem Einzelkauf (18,90 Euro) spart. Immer dran denken .. ein Euro sind zwei Mark, sind zwanzig Ostmark, das war eine Ost-Monatsmiete, das entspricht heute 500 Euro. Hätte man diese 2003 in Apple Aktien investiert, wären das gegenwärtig gut 10000 Euro. 🙂

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