DJ-Player 6 Beta für iPad und iPhone: Erste Eindrücke von der App mit Timecodeunterstützung, Musikmesse 2013

Ich muss zugeben, dass ich bislang keine Ambitionen gehabt habe mir ein iPad anzuschaffen, weil ich die bisher anstehenden Arbeiten gut mit dem Laptop erledigen konnte. Auch wenn ich schon sehr lange auf Apfel-Basis arbeite hatte das iPad für mich nie einen besonderen Reiz geweckt, weil es ein geschlossenes System ist, das nur eine Tür besitzt, nämlich den App-Store. Man ist also gezwungen das zu nehmen, was einem Apple vor die Nase legt. Vermutlich hat auch das mittlerweile sektenartige Verhalten von manchem Apple-Fanboy seinen Beitrag dazu geleistet mir kein Gerät zu kaufen, das ich eigentlich nicht wirklich benötige, es aber Schick finde (wenn man nicht gerade Fotos damit schießt). Wir hatten letzten Herbst ja schon von der DJ-Player App berichtet und in der Zwischenzeit hat sich viel getan, was den Entwicklungsstatus betrifft. Nebenbei sind auch Apps wie Traktor DJ oder Mixvibes Cross auf dem iPad gelandet, jedoch ist die DJ-Player App schon jetzt in Version 5, meiner Meinung nach, der Maßstab. Allein das Feature, dass nahe zu jeder Timecode unterstützt wird, hat bei mir schon das Eis gebrochen. Und es warten weitere Features in der App, die aber noch in der Entwicklung stecken. Ich kann aktuell nur jedem DJ, der im Besitz eines iPads ist, raten die DJ-Player App mal kostenlos zu laden und auszuprobieren. Wer mehr Infos zu dieser App erfahren möchte, der sollte sich die in Englisch gehaltene Website samt Manual durchlesen!

DJ-Player 6 Beta (iPad App)

Die DJ-Player App ist momentan wohl die Anwendung auf dem iPad, die das größte Potential für DJs verspricht. Beim Vorbeigehen am DJ Tech Stand zog mich DJ-Player Entwickler Gabor Santoz zur Seite und verwies mich auf den scratchenden  DJ Mandrayq. Dieser nutzte blos einen USB-Battlemixer mit Serato Timecodes, um Scratchsamples über die DJ-Player App zu steuern. Das ganze funktionierte ohne Rane-Serato-Interface und soll angeblich auch mit jedem anderen Timecodemedium funktionieren. Ein weiteres Highlight waren die DVS-Effekte. Man konnte mehrere Effekte in Kette schalten und den Dry/Wet mit der Bewegungsrichtung des Timecodevinyls steuern. Dadurch ergaben sich nahe zu latenzfreie Scratchmoves, die klanglich neue Dimensionen eröffneten. Da wir aktuell noch keine Freigabe haben mehr Bilder zu veröffentlichen, kommen wir auf das Thema DJ-Player 6 zurück, sobald wir unsere Tests abgeschlossen haben. Es dürfte aber spätestens jetzt klar sein, dass Apps dieser Art vielleicht den Laptop und das Verkabeln eines Interfaces aus der DJ-Kaznel verbannen.

(Die DJ Player App funktioniert mit jedem USB-Classcompliant Audio-Interface. Man benötigt für den Anschluss aber ein USB-Adaper Kit, welches man sich zusätzlich kaufen muss. Mehr Infos dazu findet ihr auf der DJ-Player App Seite)

Als kleinen Vorgeschmack könnt ihr euch aber schon mal das Video von DJWORX anschauen, das ganz gut verdeutlich, welches Potential diese App in sich trägt.