DENON – MC6000 MK2

Eine aufgefrischte Version des einst ganz gut beleumundeten MC6000 steht ins Haus.Spulen wir mal zurück. Nicht auf Anfang, aber fast. Damals, in Zeiten bevor NATIVE einen Kontrol S4 oder PIONEER einen DDJ SX im Portfolio hatte, war es der DENON MC6000, der eine neue Liga professionell zu nennender Controller eröffnete. Verarbeitet wie ein Panzer, 4-Kanäle, Stand-Alone Mixer und ein guter Ruf aus alten CD-Player Tagen war die Grundlage dafür. Zwei potente Mikrofonkanäle und eine potentielle 19″-Rackfähigkeit brachten den MC6000 speziell bei Mobil-DJs auf einen Spitzenrang. In Sachen Software war VDJ und vor allem TRAKTOR das Maß der Dinge.

Soweit die Ausgangslage, anschließend schob DENON einen MC3000 (mit zwei Decks) nach, später folgte ein MC2000 (zwei Decks und billig). Es gab einen SC2000 (“Deck Only”) und einen HC1000 (speziell für SSL). DENON war superaktiv und scheinbar dabei mehr als einen Fuß in die Tür zum Controllermarkt zu bekommen. Doch dann kam NATIVE auf die Idee eigene Hardware am Markt zu platzieren, was die Luft für Anbieter ohne eigene Software dünn werden ließ. Bei diversen Gelegenheit hörte man von einer massiven Verschärfung der Lizenzbedingungen seitens der Berliner Softwarekönige. Nur logisch, dass der MC6000 MK2 nun auf SERATOs Software setzt. Bekanntlich haben die Neuseeländer ihren Fokus in den letzten Monaten (und vor allem in Zusammenarbeit mit PIONEER) von DVS-Software Richtung Controller-Software verschoben. Das größte Gegengewicht zum allgegenwärtigen TRAKTOR liegt auch nach der DVS-Ära noch immer auf der südlichen Halbkugel.  Und SERATO macht mit INTRO im ausklingenden Jahr 2013 das, was NI vor Jahren mit TRAKTOR LE praktizierte: es liegt so ziemlich jedem aktuellen Controller bei.

Der MC6000 MK2 kommt mit überarbeiteter 24bit Soundkarte und speziell an SERATO INTRO (DJ / VIDEO) angepasster Oberfläche. Für VDJ und MIXVIBES CROSS soll es native Unterstützung geben, für TRAKTOR Mappings.  Ansonsten hat sich auf den ersten Blick wenig geändert: die Jogwheels sind beim MK2 silbern, die Vorhörsektion wanderte an die Frontseite und der REC-Ausgang als Cinch entfällt zugunsten einer Aufnahmefunktion via USB. Bei näherer Betrachtung wird man gewahr, dass die typischen DENON-Buttons durch solche ersetzt wurden, die man auch von diversen Mitbewerbern kennt. Die komfortable Ausgangsituation, einer von wenigen Anbietern zu sein ist nicht mehr gegeben, die Praxis wird zeigen, ob der MC6000in neuer Version unter der Vielzahl ähnlicher Konzepte seine Position finden kann. Wir drücken schon aus alter Verbundenheit die Daumen.

Preis (aktuelle 569 Euro), zu kaufen zB beim Musikhaus Thomann
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