Mac OSX Yosemite – Handoff: Auch für DJs interessant?

Apple verkündete am 2. Juni auf der WWDC (WorldWideDeveloperConference) Keynote das für den Herbst anstehende Betriebssystem Mac OSX 10.10 Yosemite und iOS8. Benannt nach einem Nationalpark birgt das neue Betriebssystem jede Menge interne Workflow-Verbesserungen für interne Mac OSX Anwendungen. Die meisten dieser Verbesserungen sind für den Gebrauch im DJ-Bereich vermutlich weniger (oder noch nicht) relevant. Die “Continuity-Funktion” und das “Handoff-Feature” sind jedoch Neuerungen, die durchaus für Digital-DJs interessant sein können. Was die “Continuity-Funktion” und  “Handoff” überhaupt ist, entnehmt ihr am besten dem nachstehenden Auszug aus der Pressemitteilung.

Auszug der Apple-Pressemitteilung:

Die Continuity-Funktionen in Yosemite machen Mac und iOS-Gerät zu perfekten Gefährten. Sobald sich iPhone oder iPad in der Nähe des Mac befinden, ermöglicht Handoff den Beginn einer Aktivität auf einem Gerät und die Übertragung an ein anderes. Instant Hotspot macht die Verwendung des Hotspots des iPhone so einfach, wie eine Verbindung zu einem Wi-Fi-Netzwerk.  Ab sofort werden sämtliche SMS- und MMS-Nachrichten, die zuvor ausschließlich auf dem iPhone eines Nutzers erschienen sind, auf allen Geräten angezeigt. Man kann SMS- oder MMS-Nachrichten sogar direkt vom Mac senden und iPhone-Telefonate tätigen oder empfangen, indem man den Mac wie eine Freisprecheinrichtung nutzt.

Hier geht es zur kompletten Pressemitteilung.

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Was könnte das für Digital-DJs bedeuten?

Seit dem der Laptop Einzug ins Setup gefunden hat ist man als DJ nicht mehr davor geschützt sich mit großen Datenmengen, Backups, Kompatibilitäten und vor allem einer komplexeren Gig-Vorbereitung auseinander zu setzen. Tracks vorbereiten, auswählen und ein Set zusammenstellen nehmen mehr Zeit in Anspruch als je zuvor. Aber hat man diese Zeit?

Die Verschmelzung von Desktop und Mobilgerät würde es erlauben seine Vorbereitungen und Ideen effektiver umzusetzen ohne sich mit lässtigen Synchronisationen aufzuhalten, die einen vielleicht noch aus dem Flow holen. Man könnte seine Sets unterwegs über iPhone oder iPad vorbereiten und zu Hause oder zum Gig bereits alles auf dem Auflege-Rechner so vorfinden, wie man es auf dem Mobilgerät zuletzt angefasst hatte.

Was in der Pressemitteilung und der WWDC Keynote nicht erwähnt wurde ist das MIDI via Bluetooth Feature, welches ab OSX 10.10 und iOS8 genutzt werden kann, um MIDI-Signale zwischen Desktop und Mobilgerät hin und her zu senden. So können nicht nur kabellos MIDI-Befehle von einem iPhone oder iPad an eine Software auf dem Mac gesendet werden, sondern auch andersrum. Der Mac wird also zum kabellosen MIDI-Interface, dass es erlaubt mehrere Geräte parallel zu nutzen. Bleibt abzuwarten, welche Latenzen sich dahinter verstecken und in wie weit sich DJ Software- und Hardware Hersteller auf dieses Feature einlassen, um Desktopanwendung mit den iOS App weiter verschmelzen zu lassen. Um MIDI über Bluetooth 4.0 nutzen zu können, sollte man einen Mac ab Baujahr 2012 besitzen und/oder ein iPhone 4S, iPad mini oder iPad mit Retina Display.

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