Pioneer KUVO – Vernetzung von Clubs, DJs und Community

Pioneers KUVO-Website besteht schon seit längerem und diente dem Hardwarehersteller in erster Linie zur Community-Bildung, in dem stetig aktuelle News über DJs und deren Podcast-Sets verbreitet wurden. Nun soll das ganze per Interface im Club über einen Clouddienst vernetzt werden, so dass Fans, DJs und Clubs in direkter Verbindung stehen.

 

Für die richtigen Connections: Pioneer DJ startet KUVO, die Community, die Clubber mit der besten Dance-Musik, DJs und Clubs zusammenbringt

5. Oktober 2014: Pioneer startet mit KUVO eine Kombination aus Webseite und App (iOS/Android), die Club-Gänger, DJs und Clubs auf eine ganz neue Art miteinander in Verbindung bringt. Angesagte Clubs an den Top-Orten wie Ibiza, London, Los Angeles, Singapur, Dubai und Tokio sind schon in KUVO aktiv und bilden die Basis für die nächste Generation einer Club-Community.

KUVO zeigt Dance-Music-Fans live, welche DJs gerade wo spielen. Dazu kommen eine Echtzeit-Set-Liste und die Möglichkeit, direkt in Tracks reinzuhören, diese mit einem „Like“ zu versehen und zu kaufen – alles über die KUVO Smartphone-App und -Webseite. Clubber sehen sofort, was gerade trendy ist und in den Clubs in der Nähe passiert. Perfekt, um neue Musik, DJs und Clubs zu entdecken.

KUVO verbindet Clubs mit Fans, die immer auf der Suche nach der besten Dance-Music, DJs und Events sind. Mit der Installation einer KUVO-Gateway-Box können Clubs Informationen über das, was gerade in den jeweiligen Räumen des Clubs läuft, in Echtzeit bereitstellen. Das eröffnet eine Vielzahl an neuen und direkten Promotion- und Kommunikationsmöglichkeiten. Auch für DJs bieten sich neue Chancen, sich selber und ihre Musik zu vermarkten, indem sie ihre Profile aktualisieren und ihre Track-Informationen mit Promo-Botschaften erweitern.

„Pioneer Pro-DJ-Equipment ist ein Industriestandard für Dance-Clubs rund um den Erdball. Mit KUVO entsteht jetzt ein Ökosystem, das DJ-Kanzeln miteinander vernetzt. Durch das Teilen von Tracks eröffnen sich vielfältige interaktive Erfahrungen für Club-Gänger, DJs und Clubs“, erklärt Mark Grotefeld, General Manager für Marketing, Pioneer Europe.

So funktioniert´s: Clubber in der Cloud verbinden

Clubs können ein kostenloses KUVO-Netzwerk-Gateway einrichten,[1] das sie mit Pioneer CDJs und Mixern, die in dem Club im Einsatz sind, über Pro DJ Link LAN verbinden.[2] DJs spielen dann einfach ihr Set und die Track-Infos werden live direkt aus der Booth über Pioneers Cloud-Server an Clubber übertragen, die die KUVO-Webseite und –App nutzen.

Im letzten Jahr hat Pioneer eng mit Clubs zusammengearbeitet, um KUVO zu starten und bekannt zu machen. Jetzt fließen Live-Informationen aus den DJ-Kanzeln in London, New York, Paris, Sydney, Tokio und Vegas mit Sets von Dancefloors wie dem Ministry London, Mansion Miami und Space Ibiza direkt in das Netzwerk. Pioneer wird auch in Zukunft mit den besten Clubs rund um den Erdball arbeiten, um der KUVO-Community die besten Inhalte zu präsentieren.

KUVO und noch mehr

Derzeit kann KUVO nur in DJ-Kanzeln mit Pioneer-Equipment genutzt werden, aber es laufen schon weit fortgeschrittene Gespräche mit weiteren Herstellern, um KUVO auch mit Soft- und Hardware, die nicht von Pioneer stammt, nutzen zu können.

Gemeinsam mit Richie Hawtin und dessen RADR-Technologie arbeitet Pioneer DJ an einem Plug-in, mit dem Traktor-User und Anwender ohne Pioneer-Produkte sich am KUVO-System beteiligen können. Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten, um Daten zu teilen oder auch einen fair bezahlten Dance-Musikvertriebskanal für Produzenten und Labels aufzubauen.

„Wenn wir Menschen mehr daran teilhaben lassen, was DJs gerade auflegen, wird das die Botschaft der elektronischen Musik verbreiten helfen. Unsere gesamte Szene kann sich damit kreativ und auch finanziell weiterentwickeln“, bestätigt DJ, Produzent und Label-Besitzer

Richie Hawtin.

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Pioneer und RADR arbeiten zusammen mit der neu formierten „Association for Electronic Music“ zusammen, um sicherzustellen, dass solche Geldströme am Ende auch in den richtigen Händen landen.

„Wir sind in der Position, Untergrund-Dance-Music-Produzenten nach vorne zu bringen, die von einem System, das viel Geld für andere Genres bereitstellt, oft nicht genügend Aufmerksamkeit bekommen“, sagt Grotefeld. „Wir werden unsere Daten auch Verwertungsgesellschaften zur Verfügung stellen, damit die eine effektivere Möglichkeit bekommen, nachzuvollziehen, welche Tracks wann und wie gespielt werden. Das führt am Ende zu eine gerechteren Bezahlung von Dance-Music-Produzenten.“

Das sind die Besonderheiten der KUVO-Webseite und -App

  1. Live-Information über DJ-Sets und Dance-Music-Trends aus aller Welt
  • Spielt aktuell: Stellt live Set-Informationen direkt von den Decks in den Club zur Verfügung. Tracks lassen sich vorhören, mit einem ‘Like’ oder ‘Favorit’ kennzeichnen und direkt in iTunes (nur iOS) oder JunoDownload kaufen. DJs und Clubs können zudem Nachrichten in den Track-Informationen einbetten.
  • Folgen: User können Clubs und DJs folgen, um immer mit den neuesten Infos versorgt zu werden.
  • Entdecken: ‘Likes’, ‘Favoriten’ und ‘Follows’ lassen Trends schnell erkennen und helfen Anwendern, neue Musik für sich zu entdecken.
  • Playlist: Clubber können die Sets ihrer Lieblings-DJs bewerten, nach Tracks suchen, die bei Events gespielt wurden und DJs und Clubs kommentieren.
  1. Club-Karte hilft Clubbern, neue Lieblingsplätze zu entdecken

Mit Hilfe der Club-Karte sehen Anwender sofort, wo welche Tracks aufgelegt werden und wo DJs im Einsatz sind. Damit ist es ein Leichtes, die Clubs zu finden, in denen die eigene Lieblingsmusik gespielt wird, ob live oder auf Anfrage. Außerdem ist es so ganz einfach möglich, neue Clubs zu entdecken, in gerade laufende Tracks hereinzuhören und dank der Karte den Weg zu einem Club zu finden.

  1. Erlebnisse im Foto-Album teilen

Mit der KUVO-App können Clubber Fotos, die sie in einem Club aufgenommen haben, mit weiteren Informationen verknüpfen, wie z.B. dem gerade laufenden Song, dem DJ oder dem Club. Natürlich lassen sich die Fotos mit Freunden über soziale Medien teilen, sodass die besten Club-Nächte unvergessen bleiben.

  1. Eine gute Möglichkeit für Clubs und DJs, um ihr Profil zu erweitern

DJs und Clubs können ihre KUVO-Profile mit Links zur eigenen Webseite und Social-Media-Präsenz erweitern oder Promo-Nachrichten an Club-Gänger senden. Bei Einsatz von Pioneers rekordbox-Software haben DJs sogar die Möglichkeit, jedem gespielten Track Nachrichten hinzuzufügen. Das eröffnet eine ganz neue Art der interaktiven Kommunikation zwischen Clubs, DJs und deren Fans. 

So kommt man an KUVO

Clubber: Mehr Infos und die App gibt es unter kuvo.com

Clubs: Informationen zum Mitmachen und der Installation des KUVO-Netzwerk-Gateways finden sich unter kuvo.com/about

DJs: Einfach unter kuvo.com/connect einProfil anlegen

Bitte richten Sie Medienanfragen an die Pioneer-Niederlassung in Ihrem Land:

www.pioneer.eu/de/content/company/company/locations.html

[1] Das KUVO-Netzwerk-Gateway ist nur für eine beschränkte Zeit kostenlos

[2] Pioneer DJ-Produkte mit Pro DJ Link: CDJ-2000NXS, CDJ-900NXS DJM-2000NXS und DJM-900NXS

 

Kommentar

Aus der Sicht von unentdeckten DJs klingt KUVO wie die persönliche selbstvermarktungs-Lösung, um endlich an internationale Bookings ran zu kommen. Man muss nur noch den Resident-Club davon überzeugen sich dem Netzwerk anzuschließen und dem Jetset-Leben stehen kaum noch Hindernisse im Weg. Und dann: Endlich raus aus der Stadt, in der man lebt, in der jede Woche die gleichen Gesichter sich die gleichen Tracks wünschen und ab in die große weite Welt und rein ins erfolgreiche DJ-Business mit Sex, Drugs & KUVO.

Clubber werden zu Fans, Artist werden endlich wieder fair für ihre Produktionen bezahlt und Clubs erfreuen sich reger Besucherzahlen, weil jetzt jeder mitbekommen kann, wie sehr bei ihnen die Hütte brennt. Oben drauf ist man seinen Fans so nah wie noch nie und diese kaufen sich auf dieser Vertrauensbasis gleich die Tracks, die sie eben gerade noch im Club gehört haben. Und das Ganze läuft über eine App. Was für eine schöne Welt, oder?

Man stelle sich einen Club voller gut verdienender KUVO-Usern vor, die auf der Tanzfläche mit ihren Smartphones einen Track nach dem anderen scannen und mit einem Klick kostenlos funktionierende Playlists erhalten, die es ihnen ermöglichen am darauf folgenden Wochenende die Seiten zu tauschen, um sich mit ihrem gerade auf Ebay geschossenen 100-Euro-Controller, selbst DJ zu nennen. Und am Ende sind wir doch alle nur DJs…so wie Gott?

Für die Gema müsste sich das KUVO-Netzwerk endlich nach einer funktionierenden Lösung anhören, die es erlaubt, weniger pauschal und viel präziser abrechnen zu können. Im Idealfall kann man endlich jedes gespielte DJ-Set überwachen, um automatisierte Rechnungen an die Verwerter zu stellen. Ob ich das noch miterleben werde?

Gut, ich habe das oben genannte natürlich ein wenig auf die Spitze getrieben. Alles in Allem klingt das KUVO-Prinzip nach einer Marketingstrategie, bei der mir der Mehrwert momentan nicht ersichtlich ist. Fürs Scannen von laufenden Tracks gibt es bereits Shazam und wenn ich mir Playlisten und Mixes von DJs anschauen möchte, gibt es etliche Plattformen wie z.B. Soundcloud oder Mixcloud.

Es klingt alles ein wenig nach Schöne Neue Welt, aber aktuell steht der User auf der KUVO-Seite vor einer Liste von Clubs und ein paar Preview-Sets, die nur für ein paar Sekunden im Loop laufen oder vor Sets, die sich, zumindest bei mir,  gar nicht abspielen lassen. Bedienkomfort sieht definitiv anders aus.

Aber gehen wir mal davon aus, dass KUVO sich etabliert und das Netzwerk immer mehr in seinen Bann zieht. Was könnte die Konsequenz sein?

  • Steht man dann wirklich als DJ in einem Club voller scannender Smartphone User? Und ist das nicht eher ein DJ-Verhalten, Tracks auf der Tanzfläche zu checken? Will ich als DJ denn so viel Interaktion mit dem Publikum?
  • Muss ich als DJ meine Playlist weltweit bekannt machen oder darf ich KUVO während meines Sets ausschalten?
  • Wird es KUVO auch für Serato geben?
  • Was passiert mit den Clubs, die nicht zum Netzwerk gehören? Sind die dann OUT?
  • Und generiert KUVO anhand der Datensammlung dann Charts, die das beste der Dance-Music darstellen sollen?

Ich bin gespannt wie sich das Ganze entwickelt. Bei allem Respekt vor Pioneers DJ-Hardware, aber momentan sieht es noch nach einer großen Baustelle aus, bei der Pioneers  “Return of Investment” mir nicht ersichtlich ist. Oder was denkst Du über KUVO?

Zur KUVO Homepage

 

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