SOUNDCLOUD dealt mit Warner

Glückwunsch nach Berlin …. Not!, würde Borat anfügen. SOUNDCLOUD hat mit WARNER MUSIC also den ersten großen Musikkonzert im Boot.

 

Da kanns ja nur noch bergab gehen. Zumindest damit, wofür SOUNDCLOUD bisher für mich stand. Nicht, dass ich was dagegen hätte Musikern Geld zukommen zu lassen. Aber allein die Namen aus dem dpa-Pressetext lassen mich zucken. Bruno Mars und Kylie Minogue …aha. Artists, die der Grund sind, weshalb ich kein Radio höre. Hatte ja auch ne Alternative namens SOUNDCLOUD. Und nun kommen die, die das Radio zur Gleichform gebracht haben auch dahin(ter). Das erinnert an die Internetausdrucker aus der Politik, die bis gestern gar nicht wußten wo Neuland liegt, aber heute ebenda glauben Grenzen ziehen zu müssen.

WARNER bekommt nun also Geld, wenn deren Musik gehört wird. Was ja okay ist. Unter dem Search Term “Warner Music” erscheinen Robin Schulz, OWSLA, Rakede und David Guetta. Auf Seite 1 der Suchergebnisse ist nix, was ich hören würde. Außer MAJOR LAZER, die ich aber vor allem live schätze. Wenn nun Acts, die ich schätze Geld bekommen ist das gut. Sehr gut sogar. Wenn sich deren Plattenfirma direkt um das Eintreiben kümmert, ist nichts einzuwenden. Die Abrechnung sollte nicht das Problem sein. Oder doch? Bleibt also abzuwarten, wie der Deal genau aussieht. Und vor allem bleibt abzuwarten, ob  der Rattenschwanz von GEMA bis Restriktionen folgt. Denn dann wird es unschön.

Gestern schrieb der österreichische Mashup Artist DJ SCHMOLLI, dass sein letztes Werk gelöscht wurde. “3 Times A Milli” war nicht irgendein Tune, Anlass waren 3 Millionen Soundcloud Plays. SOUNDCLOUD läßt also einen Typen lange Zeit und millionenfach gewähren, kassiert auch Gebühren ab … und als das große Geld an die Tür klopft (oder der Anwalt vom großen Geld), würgt man die Energie ab, die einen nicht unmassgeblich groß gemacht hat? Das kann doch nur nach hinten losgehen. SCHMOLLI und hunderte andere Mashup / Remix / Edit Dudes sind einer der Gründe, warum ich bei SOUNDCLOUD bin. Nicht wegen Bruno oder Kylie. In der Umkehrung kenne ich nur wenige “Mainstreamhörer” die SOUNDCLOUD nutzen.

Schwer nachvollziehbar wo SOUNDCLOUD hin- oder was es sein will. An die Börse? Spotify zwei? Mainstreamradioersatz? Kreativplattform? Scheinbar entsteht ab einer gewissen Popularität Druck, verstärkt wenn das Geschäftsmodel auf grauem Papier skizziert ist. Viele, die in den letzten Jahren gut mit SOUNDCLOUD fuhren und nun Restriktionen erfahren, orientieren jetzt zu hearthis.at. Vielleicht das SOUNDCLOUD von morgen. Wenn, dann aber auch mit allen Folgen, deren Auswirkung man beim SOUNDCLOUD von heute sieht. Um diesen Kreislauf aufzubrechen, hift nur ein Update beim Urheberrecht. Das alte Lied, mit den Verwertungsrechten von alten Liedern. Ein kompaktes Thema. Was brachte mich gleich noch mal dahin? Ach ja .. diese Meldung hier …

SOUNDCLOUD gelingt wichtiger Deal (Handelsblatt)

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