Test: ICE Headshell – Lebensretter im Club

Der Horror eines jeden DJs: Du kommst im Club an und hast keinen Sound, weil der Signalweg eines Turntables defekt ist. Kabelbrüchen sind leider öfter an der Tagesordnung, als nötig. Und auch von Headshellkontakten, die nicht mehr leiten, weil Generationen von DJs ihren Speichel darauf verteilt haben, kann fast jeder DJ ein Lied singen. Weil es etwas unpraktisch ist, immer Lötkolben und Ersatzteilkoffer mitzuschleppen, haben sich die Jungs von DJs Dream Customs eine einfachere Lösung einfallen lassen: die ICE Headshell. ICE steht für “In Case of Emergency” und ist eine Notfallheadshell für defekte Turntables. Der Clou dabei: Über ein normales Audiokabel wird der Sound direkt hinter dem Tonabnehmer abgegriffen und ans Mischpult weitergeleitet. Wir haben die ICE Headshell getestet und verraten Dir, ob Du immer eine im Gepäck haben solltest, oder doch besser löten lernst.

Ausgepackt und Angeschlossen

Der Lieferumfang umfasst neben der ICE-Headshell, ein passendes Audiokabel und eine Anleitung. Die Headshell macht einen soliden Eindruck und ist sehr gut verarbeitet. Die Montage eines Tonabnehmers unterscheidet sich nicht von einer normalen Headshell. Auf Wunsch kann man die ICE-Headshell auch direkt mit einem vormontierten System bestellen.

Nachdem die Headshell in den Tonarm eingeschraubt ist, steckst Du den Klinkenstecker in die Headshell und das andere Ende in den Phono-Eingang deines Mixers. Die Erdung des Plattenspielers muss natürlich immer noch angeschlossen werden.

Die Kalibrierung des Tonarms gestaltet sich mit der ICE-Headshell etwas anders. Zusätzlich zur Headshell kommt noch das Gewicht des Audiokabels dazu, das auf die Nadel wirkt. Als grobe Faustregel für das Auspendeln der ICE-Headshell gilt, dass ungefähr 2g Auflagegewicht auf der Headshell sind, wenn Du das Gegengewicht bis zum Aushängepunkt drehst. Um ausreichende Stabilität zu gewährleisten, empfiehlt DJs Dream Customs ein Auflagegewicht von 5g.

Ein großer Faktor bei der Benutzung der ICE-Headshell ist das Audiokabel. Damit keine Unfälle während des Auftritts passieren braucht das Kabel ausreichend Platz und sollte selbstverständlich nicht über dem Pitchfader liegen. Außerdem entsteht durch das Kabel unter Umständen ein Skating-Effekt, der den Tonarm leicht in Richtung des Kabels zieht. Um diesen Effekt zu minimieren solltest Du den Klinkenstecker zur Plattenspielermitte drehen.

Die Performance der ICE-Headshell ist im Normalbetrieb absolut einwandfrei. Der Sound wird ohne Signalverluste übertragen. Richtig eingestellt sind auch Scratching und Backcueing kein Problem. Mit einem DVS-System bist Du noch besser gegen mögliche Auswirkungen des Kabels auf die Headshell gewappnet.

Fazit

Die ICE-Headshell soll ein Notfallsystem sein, mit dem Du selbst an defekten Turntables noch den Gig zu Ende bringen kannst. Und dieses Ziel wird ebenso einfach wie genial erfüllt! Man kann sich nicht auf alle Widrigkeiten des Club-Alltags einstellen. Aber mit einer ICE-Headshell im Gepäck, bringt Dich ab sofort kein kaputtes Phono-Kabel mehr aus der Ruhe.

Preis: 43,50€

Verfügbarkeit: ab sofort (aufgrund der hohen Nachfrage kann es zu Wartezeiten kommen)

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