Auf der diesjährigen ADE stellte Serato die Integration von Pulselocker in Serato DJ vor, ein Streaming-Dienst mit dem man angeblich Zugriff auf 44 Mio. Tracks hat. Die Pulselocker-Integration wird ab Serato DJ 1.9 vorhanden sein.

Features

  • Verwaltung des Pulselocker Kontos in Serato DJ.
  • Zugriff auf Pulselocker Musik und Playlisten von jedem Computer über Serato DJ Login.
  • Anzeigen von Pulselocker Musik und Playlisten in Serato DJ.
  • Speichern und Abspielen von einer unbegrenzten Anzahl von Pulselocker-Tracks.
  • Tracks sind auch offline abspielbar, sprich ohne Internetverbindung.
  • Offline-Verwalten und Abspeichern der Pulselocker-Library ohne Serato DJ zu verlassen.
  • Suche gleichzeitig Tracks in der lokalen Tracksammlung und in der Pulselocker-Library.
  • 30 Sekunden Stream-Puffer für schnelles Vorhören.
  • Statusanzeige der Pulselocker Musik (Stream, gespeicherte Musik,…)
  • Musikdownloads mit 320kbps (es sei denn das Label bietet nur einen niedrigere Datenrate an)
  • Track-Metadaten werden lokal gespeichert, sowohl für gestreamte, als auch für offline analysierte Tracks.

Serato DJ Pulselocker

Einschätzung

Einen Streamingdienst in eine DJ-Software zu integrieren ist nichts neues. Djay, Virtual Dj & Co haben das bereits schon drin und es werden mit Sicherheit noch mehr Software-Hersteller damit um die Ecke kommen. Vielleicht auch irgendwann mal Traktor mit einem Beatport-STEMS Shop/Stream? Die Software-Hersteller feiern es natürlich, da man featureseitig mal wieder einen draufsetzen kann. Es zeigt aber auch einen nicht unerheblichen Trend zum Cloud-DJing an, sollte aber weder als Bedrohung noch als Allheilmittel gesehen werden.

Pulselocker war vor dieser Bekanntgabe noch in der Aufbauphase und hatte eigentlich als Konzept angedacht verschiedene Preisstaffeln als Downloadcontainer anzubieten, die monatlich ein bestimmtes Datenvolumen zulassen sollten (pulselocker.com ist leider noch ohne Infos). Serato scheint hier, der Einfachheit halber, wohl Einfluss genommen zu haben und hat einen Pulselocker Pro Tarif für monatliche 20 Dollar durchgesetzt (Im Vergleich kostet Spotify Premium knappe 10.-Euro/Monat). Damit steht einem dann ein unbegrenzter Zugriff auf den gesamten Pulselocker Katalog zur Verfügung. Das besondere gegenüber anderen interierten Streamingdiensten ist, das man die Musik auch offline nutzen kann, in dem sie downloadbar wird. Ein wichtiger Punkt, wenn man bedenkt, dass bei “uns” die Netzabdeckung und die Netzüberlastung immer wieder auftretende Schwachstellen sind. Der Nachteil wird sein, dass man seinen Mix aus urheberrechtlichen Gründen nicht in Serato DJ direkt aufnehmen kann, aber dafür gibt es ja andere Wege.

Und denjenigen, die sich jetzt schockiert an ihrem 1210er Pitchfader festkrallen sei gesagt, dass ein Streamingdienst in einer DJ-Software nicht das Ende der DJ-Zunft ist. Genauso wenig wie die Sync-Taste oder das MP3 die grundlegenden Skills des Auflegens verändert haben ist auch das Streamen von Musik keine Bedrohung für echte DJs.

Der Zugriff auf Musik aus der Cloud kann zum Entdecken neuer Musik genutzt werden und ist für mobile DJs eine Hilfe, wenn mal ein Titel gewünscht wird, den man leider nicht auf dem Rechner oder im CD-Koffer hat. Da man als DJ normalerweise sich versichert, dass es während des Gigs keine Soundausfälle jeglicher Art gibt, ist das Spielen über einen Stream bei “unserer” jetzigen Infrastruktur noch keine Sache auf die man sich komplett verlassen kann.

Die einzige Sache, die zu bedenken wäre, ist, ob die Musikschaffenden bei dieser Art des Angebots fair behandelt werden. Aber vielleicht gibt es dafür ja in Zukunft einen Art Fair-Trade-Siegel von einer unabhängigen Institution.

Aber vielleicht ist das, was ich hier schreibe ja Bullshit, also

was denkst Du über die Integration von Streamingdiensten in eine DJ-Software?

serato.com

pulselocker.com

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