Test: Numark Mixtrack Platinum – Die neue Mixwaffe für Einsteiger?

Mit dem Mixtrack Platinum möchte Numark Einsteigern einen neuen Controller an die Hand geben, der einen großen Mixkomfort bietet und kreatives Arbeiten erlaubt. Ich habe mir das Gerät angeschaut und es dem Mixtrack Pro 3 gegenübergestellt.

Numark Mixfrack Platinum

Numark Mixfrack Platinum

Einsteiger greifen gerne zu Komplettpaketen aus Hard- und Software, die von allen DJ-Ausrüstern angeboten werden. Numark bundelt seine Produkte vorwiegend mit der Neuseeländischen Software Serato und macht auch beim Mixtrack Platinum hiervon keine Ausnahme.

 

Inspiziert

Der Mixtrack Platinum ist, wie seine Vorgänger, als Zweideck-Controller ausgeführt und hat ein Gehäuse, das 548 x 231 x 28 Millimeter misst. Die Decks verfügen über illuminierte Transporttasten und Jogwheels mit 11 Zentimetern Durchmesser. Numark hat dem Controller zwei Displays spendiert, die sich innerhalb der Jogwheels befinden. In beiden Decks gibt es zudem je gummierte 8 Pads mit unterschiedlichen Funktionsbelegungen. Das Tempo der Songs ist mit Pitchfadern steuerbar, die einen zehn Zentimeter langen Regelweg haben. Zur schnellen Navigation innnerhalb der Songs und zur Kontrolle von Effektparametern, ist der Mixtrack Platinum mit Touchstrips ausgestattet.

Deck

Deck

In der Mitte des Controllers befindet sich der zweikanalige Mixerbereich. Die beiden Kanalzüge sind mit EQ-, Filter- und Gain-Reglern ausgestattet. Letzteres ist bei Einsteigergeräten keine Selbstverständlichkeit, da viele Hersteller auf diese Bedienelemente verzichten. Zusätzlich zu den Kanalfadern gibt es einen Crossfader, dessen Verlauf in der Software eingestellt werden kann. Zwischen den Kanalzügen findet ihr einen Encoder und Taster, um in der Songsammlung scrollen und Songs in die Decks laden zu können sowie Drehregler für die Master- und Cue-Signale.

Mixersektion

Mixersektion

Im Inneren des Mixtrack Platinum befindet sich ein Audiointerface mit vier Ausgangskanälen, das mit 24 Bit und 44,1 Kilohertz arbeitet. Zur Ausgabe des Musiksignals gibt es ein Cinchpaar auf der Geräterückseite über das ihr den Controller an einen Verstärker oder einen Submixer anschließen könnt.

Musterausgang

Masterausgang

Einen Boothausgang gibt es, wie so oft bei Einsteigergeräten, nicht. Auf der Vorderseite lässt sich ein Mikrofon anschließen, dessen Signale ohne Softwarekontakt direkt an den Masterausgang weitergeleitet werden.

Mikrofoneingang

Mikrofoneingang

Aufgebaut

Numark hat dem Mixtrack Platinum eine Lizenz der Software Serato DJ Intro beigelegt, die ihr herunterladen und installieren müsst. Nach dem Starten der Software wird das Mapping für den Controller automatisch geladen und das System ist betriebsbereit. Erfreulicherweise muss nicht einmal unter Windows ein Treiber für den Controller installiert werden. Die Anordnung und Zuweisung der Bedienelemente ist schlüssig, so dass ihr nach kurzer Einarbeitungszeit mit dem ersten Mix starten könnt.

DJ-Setup

DJ-Setup

Die Songs lassen sich nach einer Analyse durch die Software perfekt automatisch angleichen oder alternativ manuell beatmatchen. Die zum manuellen Beatmatching benötigen Pitchfader haben einen langen Regelweg, sind aber etwas schwergängig. Mit dem Mixtrack Platinum lassen sich bis zu vier Decks in Serato DJ Intro steuern.

Serato DJ Intro im Vierdeckbetrieb

Serato DJ Intro im Vierdeckbetrieb

Dieses gelingt durch eine Doppelbelegung der Bedienelemente in den Decks und in den Kanalzügen. Wichtig ist hierbei, dass ihr die Kanalfader im Auge behaltet, da beim Umschalten der Decksteuerung keine automatische Positionsanpassung erfolgt. Eine Abholfunktion sorgt aber dafür, dass es nicht zu Pegelsprüngen kommt. Die in den Jogwheels verbauten Displays zeigen mixrelevante Infos und auch das aktuelle gewählte Deck an. Mit den berührungsempfindlichen Wheels könnt ihr Tracks anschieben und abbremsen oder auch scratchen. Im Vergleich zum Mixtrack Pro 3 sind die Jogwheels allerdings wenig griffig und die Ausführung von exakten Scratch-Manövern fällt dadurch recht schwer. Hinzukommt, dass sich das Cut-Lag des Crossfaders nur bis auf circa 2 Millimeter reduzieren lässt. Bei aller Kritik solltet ihr aber im Hinterkopf behalten, dass es sich um ein Gerät für Einsteiger handelt, an das man sicherlich nicht die gleichen Ansprüche stellen sollte, wie an ein deutlich teureres Profigerät. Gleiches gilt für die Haptik und den Klang, die, wie ich finde, für ein Einsteigergerät vollkommen ausreichen sind.

 

Kreatives

Der Mixtack Platinum bietet einen direkten Zugriff auf die kreativen Funktionen in Serato DJ Intro. Mit den Pads könnt ihr Loops setzen, den Sampler steuern und Hotcue-Punkte positionieren und triggern. Darüberhinaus gibt es Filter-, Flanger-, Phaser-, Echo- und Reverb-Effekte, die sich per Taster in den Decks aktivieren und mit den Touchslidern modifizieren lassen. Die Klangqualität der Effekte ist ordentlich und die Auswahl praxisgerecht. Der Sampler in Serato DJ Intro bietet vier Speicherplätze für Samples, deren Geschwindigkeit nicht geändert werden kann. Er eignet sich daher am besten für Einwürfe oder Effektsounds.

Anmerkung: Mit den Pads des Mixtrack Platinum können in Serato DJ Intro und der Vollversion Serato DJ vier Sampleslots kontrolliert werden.

 

Mixtrack Platinum vs Mixtrack Pro 3

Der Mixtrack Platinum bietet im Vergleich zum Mixtrack Pro 3 folgende zusätzliche Features:

 

  • Vierdecksteuerung
  • Displays in den Jogwheels
  • Gain-Regler

 

 

Fazit

Numark bietet mit dem Mixtrack Platinum und der Software Serato DJ Intro ein stimmiges Einsteigerpaket an, das einen einfachen Start ins digitale Mixing erlaubt. Der Controller ermöglicht das Mixen mit bis zu vier Decks und verfügt über Displays in den Jogwheels. Da Numark den Mixtrack Pro 3 und den Platinum parallel anbieten werden, lautet meine Empfehlung: wenn ihr scratchen wollt, greift zum Mixtrack Pro 3, wenn euch das nicht so wichtig ist und ihr lieber mit vier Decks auflegen möchtet, greift zum Mixtrack Platinum.

 

 

Hersteller: Numark

Preis: 299 Euro

 

 

 

Alternativen

 

Reloop Beatmix 4 MKII

€ 289€

 

Pioneer DJ DDJ SB2

€ 238.-

 

 

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