Eignet sich das neue Macbook Pro für DJs?

Ich muss zugeben, dass ich schon sehr lange Mac-User bin, aber weniger ein Jünger, der den Kult um die Marke beschwört, sondern eher aus der Gewohnheit heraus. Und bisher gab es gerade im Bezug aufs DJing nur wenig Anlass zum Meckern, denn Macs scheinen auch in der Szene durch ihre Zuverlässigkeit im Bezug auf Audioanwendungen weit verbreitet zu sein. Zumindest bei mir lief immer alles stabil und die Zuverlässigkeit des Equipments steht bei mir an oberster Stelle.

Seit dem erscheinen des normalen MacBooks macht mich Apples Strategie jedoch misstrauisch, denn durch den Ersatz sämtlicher Schnittstellen wie z.B. USB, SD-Kartenslot oder auch HDMI durch USB C kommen neue Herausforderungen auf einen zu.

 

Was ist neu?

Das wohl auffälligste am neuen Macbook Pro ist der konfigurierbare Touch-Streifen (Touch Bar) oberhalb der Tastatur. Dieser kann Multifunktional eingesetzt werden, um den Workflow zu verbessern und besitzt dazu noch ein Touch ID Feld, um mit dem Fingerabdruck Sachen zu bestätigen (z.B. Entsperren oder Einkäufe). Neben einer neuen, noch genaueren Tastatur besitzt das neue Macbook Pro außerdem ein 5K Retina Display. Um das MBP noch dünner gestalten zu können, gibt es vier USB C / Thunderbold 3 Anschlüsse und einen Mini-Klinken Audio-Ausgang. D.h. auch hier sind USB3, SD-Kartensolt, HDMI und sogar der Magsafe Stromanschluss weggefallen. Das neue MBP wird nämlich über einen der vier USB C Anschlüsse geladen.

Die Neuheiten im Überblick:

  • Neues Retina Display
  • Neue Tastatur
  • Touch Bar mit Touch ID
  • 4 USB C Anschlüsse – Kein USB 3, HDMI, SD, Magsafe mehr
  • Flacheres Gehäuse
  • Neue Lautsprecher

Algoriddim djay Pro

Karim von Algoriddim zeigt in dieser Demo, wie man den Touch Balken des neuen MBP im Zusammenhang mit Algoriddims djay Pro nutzen kann.

 


Fazit

Die erste Frage, die man sich stellen kann wäre: Muss ich als DJ auf das neue Macbook Pro upgraden?

Definitiv: NEIN!

  1. Viele Anwendungen und Treiber sind noch nicht mit dem neuen Betriebssystem OS Sierra kompatibel.
  2. Durch das Wegfallen sämtlicher USB 3 Anschlüsse wird man für den Anschluss jeglicher Peripheriegeräte wie DVS-Interface, Controller, Drum Maschinen oder auch Synthies Adapter benötigen. Diese werden nicht nur zusätzliches Geld kosten, sondern sind auch noch nicht von DJs auf Herz und Nieren getestet worden.
  3. Ein USB C Anschluss als Stromversorgung birgt wieder mehr Gefahren, wenn man versehentlich am Kabel hängen bleibt. Es gibt wohl schon von Griffin eine magnetische Lösung dafür, aber, ihr dürft raten…………………. Es ist auch wieder ein Adapter der satte 30.- Euro zusätzlich kostet.
  4. Das Touch Bar scheint auf den ersten Blick ja eine Erweiterung der Funktionalität zu sein. Im DJ-Alltag stelle ich mir es aber etwas fummelig vor. Und wenn man schon Touch-Oberflächen einsetzt, warum hat man dann nicht gleich den kompletten Screen berührungsempfindlich gemacht? Bei Microsoft scheint das ja schon zu gehen.

Griffin Breaksafe

Trotz des schlanken Designs sehe ich im neuen Macbook Pro noch zu viele Stolperfallen, als das man damit gewissenhaft einen Gig mit Peripheriegeräten bestreiten kann. Sofern aber in Zukunft zuverlässige USB 3 auf USB C Kabel erhältlich sein werden und DJ-Anwendungen problemlos auf Sierra laufen, wäre zu mindest der erste Schritt getan, um dem neuen Macbook Pro eine Chance zu geben. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen: Kaufe nie ein Gerät aus der ersten Serie!

Was denkst Du über das neue Macbook Pro?

 

 

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Neueste Beiträge des Autors:

  • Kalle2000

    Moin, als Schlaumeier wollte ich nur Bescheid sagen, dass ein 5K-Display nur im 27″ iMac steckt. Das neue MacBook Pro kann lediglich an ein (oder 2) 5K Displays angeschlossen werden…

    • Rob Wyc

      Danke für den Hinweis! Hab es korrigiert.