Pioneer DDJ-SR2 – Was ist neu?

In den letzten Wochen dominierte Pioneer die News. Neuer Mixer, neuer Pad-Controller und dann gab es auch eine neue Version des DDJ-SR. Doch was ist beim DDJ-SR2 anders als bei seinem Vorgänger?

Zuerst die Grundlagen: Wie der Buchstabe S in der Bezeichnung bereits andeutet, handelt es sich beim DDJ-SR2 um einen Controller für die Software Serato DJ. Das Gegenstück für Rekordbox nennt sich DDJ-RR. In der Hierarchie liegt der SR zwischen dem preisewerten DDJ-SB und dem DDJ-SX, welcher mit vier vollwertigen Kanalzügen aufwartet. Der DDJ-SR ist eine Hardware mit zwei Mixerkanälen, durch Umschalten lassen sich jedoch – mit der alten und der neuen Version – bis zu vier Decks in Serato DJ steuern.

Die Neuerungen

Auf den ersten Blick fallen die RGB-Performance-Pads ins Auge. Großer Vorteil, wenn man in Serato DJ zum Beispiel Cue-Punkte farblich kodiert. Ebenfalls neu hinzugekommen sind Bedienelemente für Key Sync sowie Key Shift und bei den Pads eine eigene Ebene fürs Pitchplay. Das dafür notwendige Plugin Pitch`n Play findet sich zusätzlich zur Vollversion von Serato DJ im Lieferumfang.

Über den Jogwheels wurde dem DDJ-SR2 ein Needle Search Stripe spendiert. Dieses Feature, welches die direkte Ansteuerung von Positionen im zugeordneten Track erlaubt, kennt man bereits von anderen Controllern. Auch die Levelanzeige wurde optimiert. Ab sofort geben für die Kanäle und das Mastersignal getrennte LED-Ketten Auskunft über den gefahrenen Pegel.

Die Maße haben sich geringfügig geändert, wobei der Zuwachs von zwei Zentimetern in der Tiefe – durch eine Alu-Frontplatte – einem 18% geringerem Gewicht gegenübersteht. Mit seinen 3,7kg darf sich der DDJ-SR2 zu den leichteren Controllern zählen.

 

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Ordentlich aufgebohrt wurden die Anschlußmöglichkeiten. Der DDJ-SR2 verfügt nun über Line- und Phonoeingänge sowie symmetrische Ausgänge beim Master (XLR) und Booth (Klinke). Der Mixer ist auch ohne Software (Stand-Alone) einsatzfähig und DVS-ready. Wer also 99 Dollar in das entsprechende Expansion Pack investiert, kann Serato DJ mit Vinyl oder CD steuern. Der Anschluß fürs Mikrofon ist auf die Rückseite gewandert, geregelt wird immer noch frontseitig. Die RGB-Pads fordern bei voller Leuchtkraft mehr Strom, in der Konsequenz wird der SR2 neben USB alternativ über ein Netzteil mit Spanung versorgt wird.

Fazit

Unter markenpolitischen Gesichtspunkten überrascht ein DDJ-SR2. Eigentlich hätte ich angenommen Pioneer forciert seine Controller für Rekordbox und gräbt dem Mitbewerber Serato das Wasser ab. Dem scheint nicht so. Und irgendwie hätte ich – wenn schon Serato – eher einen überarbeiteten DDJ-SP1 erwartet.

Mit einem angekündigten Preis von 699 Euro liegt der DDJ-SR2 auf dem Niveau seines Vorgängers. Im Gegenzug erhält man definitiv mehr fürs Geld, Pioneer hat nicht nur optische Kosmetik betrieben. Wer unlängst einen SR gekauft hat, darf sich dezent ärgern – aber so ist es wohl meistens, wenn neue Geräteversionen auf den Markt kommen. Unbedingt wechseln muss man jedoch nicht. Außer man legt großen Wert auf Tonplay, die neuen Anschlußmöglichkeiten externer Quellen oder die Kombination mit DVS. Insgesamt: Positiv!

Lieferbar ab 20.09.2017
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