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Test: ADAM A8X – Studiomonitorbox

Der Kauf von Studiomonitorboxen zur Musikproduktion oder für das DJing in den eigenen vier Wänden, ist aufgrund der großen Auswahl, immer eine komplexe Angelegenheit. Ich habe mir für euch das recht beliebte Modell ADAM A8X herausgepickt und berichte, ob sich die Anschaffung lohnt.

Die Berliner Lautsprecherschmiede ADAM Audio genießt in der Studioszene einen sehr guten Ruf und erhält regelmäßig Auszeichnungen von Fachmagazinen für ihre Produkte. Ich selbst bin seit vielen Jahren ein überzeugter Anwender der ADAM P11A und war schon sehr gespannt was mich erwartet. Kommen wir aber zuerst zu den reinen Fakten.

ADAM A8X

ADAM A8X

ADAM A8X

Die ADAM A8X ist eine aktive 2-Wege-Box und wird vom Hersteller als Nah- und Mittelfeldmonitor für den professionellen Studioeinsatz und gehobenen Homerecording-Bereich angeboten. Die Tieftonwiedergabe erfolgt durch einen 8,5 Zoll Lautsprecher, dessen Membran aus einem Verbund aus Carbon, Rohacell und Glasfaser gefertigt ist und wird von zwei großen Bassreflexrohren auf der Vorderseite unterstützt. Die zweite Stufe dient zur Wiedergabe der Höhen und besteht aus einem X-ART Hochtöner mit einer lamellenartigen Membran, deren Größe einem 2-Zoll-Lautsprecher entspricht.

X-ART Hochtöner

X-ART Hochtöner

Die A/B-Endstufe des Höhenverstärkers leistet 50 Watt und der PWM-Verstärker für die Tiefen 150 Watt. Der Frequenzgang des Monitors reicht von 38 Hz bis 50 kHz und der Schalldruck liegt bei 120 dB. Auf der Rückseite könnt ihr Klanganpassungen mit einem High Shelf EQ vornehmen, der oberhalb von 5 kHz ansetzt und Anhebungen sowie Absenkungen von 6 dB erlaubt. Mit einem Low Shelf EQ, der unterhalb von 300 Hz arbeitet, lassen sich die tieferen Frequenzen um ebenfalls +/- 6 dB anpassen. Darüberhinaus könnt ihr den Pegel des Hochtöners um 4 dB absenken oder anheben. Die drei Bedienelemente für die EQ- und Pegelkontrolle sind so verbaut, dass sie nicht versehentlich verstellt werden können. Am einfachsten gelingt ihre Modifikation mit einem kleinen Schraubendreher.

Anschlüsse und EQ-Einstellungen

Anschlüsse und EQ-Einstellungen

Als Anschlüsse findet ihr eine XLR- und eine Cinch-Buchsen über die ihr symmetrische oder unsymmetrische Line-Signale einspeisen könnt. Auf der Vorderseite gibt es einen Powerschalter und einen Lautstärkeregler, mit denen sich die Box bequem bedienen lässt. Die ADAM A8X wiegt 13 Kilogramm und misst 400 x 255 x 320 Millimeter.

Rückwärtige Anssicht

Rückwärtige Ansicht

Praxistest

Für meinen Praxistest, habe ich die Anpassungsregler der Box in der neutralen Stellung belassen und auch auf den Einsatz eines Subwoofers verzichtet. Um die Klangeigenschaften der Box fundiert einschätzen zu können, habe ich tief in meinem Songarchiv gewühlt. Neben Clubtracks aus verschiedenen Genres, kamen vor allem amtlich produzierte Film- und Popsongs zum Einsatz. Als Ergebnis meiner langen Hörsession kann ich festhalten, dass die ADAM A8X sehr homogen klingt und Bässe, Mitten und Höhen sehr gut abbildet. Selbst tiefe Bässe bringen die Box nicht aus der Ruhe und Höhen klingen nie aufdringlich. Um den Klang der Box besser einordnen zu können, habe sie meiner etwas betagten, aber trotzdem noch geschätzten ADAM P11A gegenübergestellt.

Links: A8X, rechts: PA11

Links: A8X, rechts: PA11A

Klar ist dieser Vergleich nicht ganz fair, da die A8X größere Lautsprecher und leistungsfähigere Verstärker besitzt und eigentlich die ADAM A7X als Nachfolger der P11A angegeben werden. Wie zu erwarten, klingt die A8X deutlich voluminöser im Bassbereich, ich würde sogar behaupten, dass man in einigen Anwendungsfällen beim Einsatz der A8X auf einen Subwoofer verzichten kann. Die P11A klingt dagegen deutlich mittenbetonter, aber keinesfalls schlecht und sollte mit einem Subwoofer kombiniert werden. Weniger große Unterschiede habe ich bei den Mitten und Höhen heraushören können, aber trotzdem hat mir die Wiedergabe der Höhen und Transienten bei dem neuen Lautsprecher etwas besser gefallen. Gleiches gilt für die Raumdarstellung und Tiefenstaffelung, da auch hier die A8X die Nase etwas vorne hat.

Fazit

Die ADAM A8X ist eine sehr gute Monitorbox, die sich als Allround-Talent für Musikproduktionen eignet. Der sehr homogen klingende Lautsprecher bildet tiefe Bässe eindrucksvoll ab und auch die Mitten- und Höhendarstellung kann überzeugen. Ich gebe diese Box zugegebenermaßen ungern an den Hersteller zurück und kann sie euch uneingeschränkt empfehlen.

 

Hersteller: Adam Audio
Web: www.adam-audio.com

ADAM A8X

759 Euro/Stück
ADAM A8X
100

Klang

10/10

    Verarbeitung

    10/10

      PREIS/LEISTUNG

      10/10

        Pro

        • breites Einsatzfeld
        • sehr gute Basswiedergabe
        • unaufdringliche Höhen
        • homogener Gesamtklang
        • Ein-/Ausschalter auf der Vorderseite

        Contra

        Alternativen

        KRK V8S4
        799 Euro/Stück

        Dynaudio BM12 KMIII
        639 Euro