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Musikmesse 2017 – Denon DJ, Numark und P(L)AY differently

Viel gab es wahrlich nicht zu sehen auf der diesjährigen Musikmesse in Frankfurt. Die meisten News im DJ-Bereich wurden bereits zur NAMM-Show rausgehauen. Dennoch konnte man im Bereich der DJCon, die vom Berufsverband Discjockey (BVD) organisiert wurde, ein paar der NAMM-News anfassen.

Denon DJ SC5000

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Der von Denon DJ vorgestellte Mediaplayer ist zwar softwareseitig noch nicht ganz fertig, doch das was auf der DJCon antestbar war, war schon vielversprechend. Schon die Haptik des SC5000 verspricht einen Verarbeitung auf hohem Niveau. Dazu kommt, dass alle Bedienelemente sehr übersichtlich angeordnet sind. Dabei nimmt einem das große Touchdisplay einiges an Funktionen ab. Neben der Fähigkeit gleichzeitig 2 Decks zu steuern, kann man dem SC5000 sogar den Stecker ziehen und er spielt für ganze 10 Sekunden weiter. Wir freuen uns jetzt schon auf ein erstes Testexemplar.

 

Lieferzeit ist nach aktuellem Stand voraussichtlich Ende Mai 2017. Ganz so sicher ist das aber noch nicht.

Hier gehts zur News.

Numark NS6 II

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Der NS6 geht in die zweite Runde. Wie bei den aktuellen Denon DJ Controllern ist auch hier die Verarbeitung auf einem hohen Niveau. Der NS6 II stand zwar noch nicht antestbereit im Hinterzimmer der DJCon, aber alles deutet darauf hin, dass man hier einen Nachfolger auf dem gleichen Level erwarten kann, der eine gute Mischung aus NV2, Mixtrack Platinum und dem alten NS6 ist. Mit Doppel USB und 2 Mic Eingängen versucht man hier, ähnlich wie beim MC7000, mehrere Fliegen mit einer Klappen schlagen zu wollen. Funktional finde ich hier auch EQ- und Filterpoti Kappen, welche berührungsempfindlich sind und mit denen man zusätzliche Parameter ansteuern kann. So wie man es vom NS7 her kennt. Und laut Stefan Braun aka DJ STB (Verkäufer in der DJ-Abteilung beim Musicstore, Köln), wird der NS6 II ein heißer Kandidat im Preisleistungsrennen der Serato Controller.

Hier gehts zur News.

 

Numark NTX1000

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Ebenfalls im Hinterkämmerchen der DJCon, war der neue Numark NTX1000 zu sehen. Auf den ersten Blick ein solider DJ-Plattenspieler mit USB-Anschluss. Der Plattenteller ist innen gummiert und der Tonarm ähnelt dem des Denon DJ VL12 Prime (Yahorng). Leider konnte man den Numark NTX1000 nicht wirklich testen. Er ist aber auf jeden Fall auf dem Feature Level eines Reloop Rp-7000 oder Audio-Technica AT-LP1240USB (Hanpin).

  • Drehmoment 4 Kg/cm
  • 2 Geschwindigkeiten (33,45)
  • Pitchrange 8,16,50 (%)
  • Start/Break Regler
  • Staubschutzdeckel inkl.
  • Line/Phono Ausgang

Preis: ca. 475.- Euro

Lieferzeit: 3. Quartal 2017

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PLAY differently Model 1

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Seit meinem Wechsel zu Audio-Technica Deutschland bin ich als Produktspezialist für Allen & Heath unterwegs. Auf der Pro Light & Sound war ich deswegen am Allen & Heath Stand tätig und konnte mir dort von Alex Zinn (Produktmanager PLAY differently) den Model 1 Mixer genauer erklären lassen, da ich ihn vorher auch nur einmal kurz gesehen hatte. Nachdem ich damit ein wenig rumspielen konnte, muss ich zugeben, dass dieser Mixer seine Reize hat (abgesehen vom Preis).

Die auf den ersten Blick etwas befremdliche semiparametrische EQ-Steuerung lässt es zu, in Kombination mit HPF und LPF pro Kanal, viel detaillierter ins Frequenzband einzugreifen. Das ist, zugegeben, definitiv kein Feature für die breite Masse. Wer sich aber im Mix schon mal geärgert hat, dass er  beim rausdrehen eines EQ-Bandes mehr rausgenommen hat, als er eigentlich wollte, der wird wissen wovon ich rede. Und genau hier setzt der Vorteil dieses EQs ein, der zwischen 70Hz und 7 KHz mit einem Band anhebt oder absenkt. Abgesehen davon, dass man diesen Mixer ständig im roten Bereich fahren kann (Die LED Volumemeter sind hauptsächlich rot und der Peak ist weiß), gibt es mit dem kleinen unscheinbaren Drive Drehregler, der sich oberhalb der EQ-Reihe im Kanalzug befindet, mein persönliches Highlight. Mit diesem Overdrive kann man den Sound noch ein wenig aufpumpen und sättigen. Vom Feeling her ist das etwa so wie ein Röhrenverstärker, der dem ganzen mehr Leben einhaucht und der beim überdrehen in Distortion endet. In meinen Ohren ist das zumindest der “Make-Nice” Button, den man sich manchmal im Studio wünscht, bei dem sogar meine schrottigen Drum and Bass MP3s vom USB-Stick fetter klangen.

Laut Alex wurde der Model 1 zwar im Werk von Allen & Heath gebaut, jedoch sind die Komponenten extra selektiert worden. Fader extra aus einem Werk in Japan…Bla Bla Bla. Von der Konstruktion her, sollen alle Signalwege symmetrisch sein, d.h. es soll keine Nebengeräusche auf jeglichen Knöpfen, Schaltern oder Fadern geben. Klingt wie ein digitales Feature in einem komplett analogen Mixer.

Die Zielgruppe des Ritchie Hawtin Mixers dürfte auf jeden Fall sehr speziell sein. DJs mit Recordingerfahrung werden es einfacher haben sich zurecht zu finden.  Ich sehe den Mixer vor allem im Live Betrieb, wenn man mit mehreren Spuren den Track erst auf der Bühne zusammen schustert. Und da das Ding keinen Crossfader hat, ist klar, welche Genres er definitiv nicht bedient. Was sich auf der Messe leider nur bedingt checken lies, war der Sound. Hierzu würde ich ihn am liebsten im Studio neben einen Rane MP2015 stellen und dann “gib ihm”…

 

Pay differently: Ca. 3500.- Euro

Lieferzeit: In Deutschland voraussichtlich Sommer 2017 bei selektierten Händlern oder auf playdifferently.org

Weitere Features zum Model 1 gibt es hier.

 

Insgesamt war das auch schon alles, was mir persönlich auf der Messe ins Auge gefallen ist. Mag sein, dass hier und da vielleicht noch eine Tasche mit integriertem Lautsprecher an mir vorbei gezogen ist…

Übersicht: Funktionsvergleich aktueller Denon DJ Controller

Die Auswahl an DJ-Controllern ist groß und nimmt beständig zu. Alleine der Hersteller Denon DJ hat aktuell vier Modelle im Programm, die mit Serato (DJ) oder einer anderen DJ-Software genutzt werden können. In der nachfolgenden Tabelle habe ich die wichtigsten Funktionen der Geräte aufgelistet und gegenübergestellt, damit ihr euch schnell und einfach einen Überblick verschaffen könnt. Vor dem Kauf, der nicht ganz günstigen Geräte, solltet ihr euch überlegen welche Funktionen ihr benötigt und wie der Controller zum Einsatz kommen soll.

Stellt euch Fragen wie:

  • Welche DJ-Software möchte ich verwenden?
  • Brauche ich unbedingt Displays zum Arbeiten oder sind mir zwei USB-Anschlüsse für ein Back2Back oder einen einfachen DJ-Wechsel wichtiger?
  • Möchte ich das Beatgrid direkt mit dem Controller bearbeiten können?
  • Sollen die Trigger-Pads anschlagsdynamisch sein?
  • Sollte der Mixer auch ohne Computerkontakt nutzbar sein?

Die Übersicht umfasst die Modelle MCX8000, MC7000, MC6000MK2 und MC4000, die wir größtenteils hier auf DJLAB auch einzeln getestet haben. Ich habe die Tabelle mit großer Sorgfalt zusammengestellt, sollten trotzdem fehlerhafte Angaben darin enthalten sein, so bitte ich um Nachsicht bzw. Hinweise, damit ich gegebenenfalls Korrekturen vornehmen kann.

Re_Denon DJ ControllerV3.xlsx

 

Hier gibt es die Tabelle als PDF zum freien Download. Viel Spaß damit!

Video: Denon DJ Engine Prime und SC5000

Engine Prime heißt die Software, die auf Denon DJs neuem Mediaplayer SC5000 laufen soll. Die Software ist zwar noch nicht ganz fertig, aber im nachstehenden Video wird auf deren Features eingegangen. MCX8000 User dürfen sich ebenfalls auf dieses Upgrade freuen, denn die Software soll laut inMusic auch auf der Flaggschiff-Konsole laufen!

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Denon DJs Engine Prime DJ-Software

Erwartet wird Engine Prime voraussichtlich im April 2017, wenn die Prime-Serie in die Läden kommt.

 

Mehr Infos gibt es hier.

Neu: Denon DJ X1800 Prime – 4-Kanal Clubmixer

Mit dem X1800 Prime stellt Denon DJ nun noch einen 4-Kanal Mixer mit Doppel USB-Audiointerface und Effektboard vor, der das Sortiment neben SC5000 und VL-12 komplettiert.

Das sagt Denon DJ dazu:

Ratingen, 9. Januar 2017 – Denon DJ, führender Hersteller für professionelle DJ Technik, präsentiert den neuen 4-Kanal DJ Club Mixer X1800 Prime mit Doppel USB, Sweep und BPM-basierter Effekt Steuerung. Getreu der Denon DJ Historie verfügt der X1800 Prime über eine extrem hochwertige 24-Bit / 96 kHz Audioausgabe um hervorragenden Klang zu garantieren. X1800 Prime eignet sich perfekt zur Kombination mit Denon DJs neuen SC5000 Prime Media Player über das neue EngineTM Connect Protokoll. Im Engine Modus werden Beatgrid- und Zeitinformationen mit dem Mixer von den Playern geteilt, zum perfekten Timing der Effektprozessoren. Denon DJs hochwertiger „Flex-Fader“ Crossfader und die neue Frequenz-kontrollierte „Band-Isolation“ bringen vielseitige Klang-Manipulationsmöglich für kreative DJs.

Der X1800 Prime verfügt über ein umfassendes Spektrum an Leistungsmerkmalen und Komfortfunktionen, die ihn von normalen Mixern abhebt. Eine dedizierte Sweep FX Kontrolle bietet Dub-, Echo-, Distortion-, Noise- und Reverb Effekte für jeden Kanal. Als weitere Kreativtools stehen dem DJ zwischen „Classic“ und „Isolation“ wechselbare Equalizer mit globaler Lo-/Hi- Pass Resonanzkontrolle, sowie Send- und Return-Effektrouting zur Verfügung Die Haupteffekteinheit mit krispem OLED Display liefert 12 qualitativ hochwertige Effekte und beinhaltet ein Touchstrip mit Quantisierung für elegante rhythmus-basierte Effekte.

Zwei integrierte USB Audio Interfaces ermöglichen den Anschluss an DJ Software und perfekte Wechsel zwischen DJs in der Booth. MIDI-basierte Effekte und Instrumente können über die MIDI-Schnittstelle synchronisiert werden. Vier rückseitige Netzwerkanschlüsse verbinden bis zu vier SC5000 Prime Player miteinander. Die dedizierten digitalen Ein- und Ausgänge (zum Mixen in purer 24-Bit / 96 kHz Qualität, wenn SC5000 Prime angeschlossen sind) sichern die allerhöchste Audioqualität – Ein Muss für professionelle DJs.

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Highlights des X1800 Prime

  • 4-Kanal Digitalmixer mit Phono/Line Eingangskanälen
  • BPM-gesteuerte Effekte mit Frequenz-kontrollierter „Band-Isolation“
  • Doppel USB Audiointerface zum Anschluss von zwei Computern
  • Dedizierte hochqualitative Sweep und BPM FX Steuerung
  • Expressive EQ Equalizer mit umschaltbaren Modi und Filter Resonanzkontrolle
  • EngineTM Connect Protokoll für Beatgrid-gesteuerte Effekte
  • Austauschbarer Denon DJ „Flex-Fader“ Crossfader
  • Anschluss MIDI-basierter Effekte und Instrumente
  • 24-Bit / 96 kHz Digitalausgang für kompromisslose Audioqualität
  • Krispes, gut ablesbares OLED Display
  • 4 Digitaleingänge für hochauflösendes Audio-Mixing
  • LAN Hub für bis zu vier Player oder Zubehör
  • Robuste Metallkonstruktion

    “Der X1800 Prime bringt unsere legendäre Audioqualität in ein bekanntes, clubfreundliches Layout, mit neuen Effekten, mehr dedizierter Kontrolle und Verbindung zu unseren SC5000 Prime Media Playern für eine wirklich nahtlose DJ Performance und Spaß beim Mixen” so Ross Goodwinn, Denon DJ Produktmanager über den neuen Mixer.

Fazit

Der X1800 macht das neue Premium Setup von Denon DJ rund und lässt in meinen Augen eigentlich nur noch eine Frage offen, auf die im Pressetext nicht weiter eingegangen wird. Wenn ein Doppel-USB-Audiointerface drin steckt, welche Software wird dann damit laufen? Traktor Scratch, Serato DJ oder gar ein Engine DVS?

Preis: ca. 1799.- Euro

Lieferzeit: 1. Quartal 2017

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Neu: Denon DJ SC5000 Prime – DJ Mediaplayer

Mit dem SC5000 stellt Denon DJ nun einen Profi Tabletop-Mediaplayer mit Touchscreen und eigener Onboard-Software vor. Das Prinzip ähnelt dem des Pioneer XDJ-1000MK2, jedoch mit Features, die es so noch bei keinem autarken Tabletop Mediaplayer gab. Was es damit auf sich hat, erklärt die nachstehende Pressemitteilung näher:

Ratingen, 9. Januar 2017 – Denon DJ, führender Hersteller für professionelle DJ Technik, präsentiert den neuen SC5000 Prime DJ Media Player mit hochauflösendem, schnellem und präzisem Multi-Touchdisplay zur einfachen Navigation. Der SC5000 analysiert Musikdateien im laufenden Betrieb, er hat Dual-Layer Decks mit dedizierten Ausgängen und ein robustes 8” Jogwheel mit zentralem Display welches das Plattencover des aktuellen Tracks zeigt.

Als erster Mediaplayer auf dem Markt analysiert der SC5000 Prime sowohl Beatgrids als auch Harmonik der gespielten Titel direkt auf Player. Zusätzlich ist SC5000 Prime kompatibel mit der vollständig neu entwickelten EngineTM Prime Musikverwaltungs-Software. Diese ermöglicht das Organisieren, Kategorisieren und Importieren von Musik entweder direkt von iTunes®, von Serato® oder per Drag’n’Drop von existierenden Ordnern. Ein besonders schnelles Finden der Titel auf dem Player ist dank der intelligenten Suchfunktion inklusive Touchscreen-Tastatur möglich. Über einen Netzwerkanschluss können bis zu vier Player miteinander verbunden werden.

Die Features und technischen Innovationen des SC5000 Prime Media – Players sorgen für eine bisher unerreichte Leistungsfähigkeit. Das hochresponsive 7 Zoll Multitouch- und gestentaugliche Display ermöglicht schnellen Zugriff auf Suche, Filter und Musiksortierung, liefert in Echtzeit Songinformationen und ultra-smoothe Wellenformen. Erwähnenswert ist ebenfalls der zweite „Performance Layer“ zum Abspielen eines zweiten Decks mit eigenem Ausgangskanal zum Mixer. In der Sparte einzigartig und bisher nicht bei professionellen DJ Media Player gesehen ist, dass der SC5000 mit acht Performance Pads für Cues, Loops, Slices und Rolls ausgestattet ist. Das hochwertige Jogwheel mit Aluminiumoberfläche lässt sich in seinem Erscheinungsbild individualisieren, sowohl das innere Display als auch die Farbe des LED-Rings sind editierbar.

Die Audioausgänge liefern mit 24-Bit / 96 kHz höchste Klangqualität. Der SC5000 Prime spielt alle verlustfreie Audioformate einschließlich FLAC, ALAC und WAV sowie alle gängigen komprimierten Musikdateiformate.

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Highlights des SC5000 Prime

  • 7 Zoll HD Mutli-Touch Display
  • 24-Bit / 96 kHz Digital Audioausgänge
  • Dual-Layer Wiedergabe mit individuellen Audioausgängen
  • Spielt verlustfreie Audioformate (FLAC, ALAC, WAV)
  • 8 Performance Pads für Cues, Loops, Slices und Rolls
  • Robustes 8 Zoll Jogwheel mit zentralem HD Display
  • Anpassbare Farbe der Jogwheel Beleuchtung
  • 3 USB Anschlüsse und SD Kartenslot
  • Link für bis zu vier Player per Netzwerkkabel„Der SC5000 Prime Media Player kombiniert brandneue Software- und Hardware-Innovationen und Funktionen in einer Art, die absolut unerreicht von jedem anderen Player auf dem Markt ist“ so Ross Goodwin, Produktmanager von Denon DJ. Er fügt hinzu „Professionelle DJs finden mit dem SC5000 Prime ein perfekt auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Player vor, welcher ein nahtloser, unentbehrlicher Partner für die beste Performance wird.”

     

Fazit

inMusic setzt mit dem Kauf von Denon DJ weiter auf eine Premiummarke, die aktuell als einzige Konkurrenz zu Pioneers Vorherrschaft in den Clubs gesehen werden kann. Das Konzept des SC5000 Prime scheint auf den ersten Blick dabei eine Gute Figur zu machen. Bleibt abzuwarten wie gut Engine als Onboard-Software läuft, denn bekanntlich hat die Zuverlässigkeit des Equipments bei DJs einen sehr hohen Stellenwert. Mit ein paar Buttons mehr und zusätzlichen Analysefunktionen kann man den SC5000 durchaus als nächsten Schritt in der Evolution der Mediaplayer sehen. Mit einem voraussichtlichen Straßenpreis von 1799.- Euro hat man sich zu mindest preislich nicht als Pioneer-Alternative präsentiert.

Preis: ca. 1799.- Euro

Lieferzeit: 1. Quartal 2017

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Neu: Denon DJ VL-12 Prime – DJ-Turntable

Mit etwa einem halben Jahr Verspätung kommt, nach der Ausstellung unter einem Glaskasten auf der NAMM 2016, nun das offizielle Release des Denon DJ VL-12 Prime DJ Turntables. Ich hatte schon gegen Ende des letzten Jahres, beim Besuch der “Twodays” Veranstaltung bei Justmusic, die Gelegenheit den Turntable anzufingern. Mehr dazu aber erst nach den offiziellen Worten von inMusic:

Ratingen, 9. Januar 2017 – Denon DJ, führender Hersteller für professionelle DJ Technik, präsentiert den direktangetriebenen DJ Plattenspieler VL12 Prime. Entwickelt auf Grund des Bedarfs der DJ-Szene nach einem kompromisslosen Plattenspieler für das professionelle Umfeld liefert VL12 Prime hervorragende Isolation, Klangeigenschaften und eine robuste Konstruktion. Mit VL12 Prime öffnet Denon DJ in diesem dynamischen und vitalen Marktsegment eine absolut einzigartige Nische für sich. Profis haben darauf gehofft – nun ist er tatsächlich erhältlich – VL12 Prime ist der ultimative DJ-Plattenspieler.

VL12 Prime wurde von Denon DJ vollständig designed und von Grund auf entwickelt um der ideale professionelle DJ Plattenspieler zu sein. Die schwere Metallkonstruktion und der einstellbare Torque eignen sich perfekt für jeden Mixstil, egal ob normales Überblenden oder kreative Cuts & Scratches.

Unter dem Plattenspieler befinden sich vier spezielle Isolationsfüße, die den VL12 Prime von praktisch jeden äußeren Vibrationen entkoppelt, selbst in sehr lauten Umgebungen. Geschwindigkeitsveränderungen sind in einem sehr weiteren Bereich von ±8% bis ±50% möglich.

Umschaltbare Antriebsstärken sichern ideales Handling für jeden DJ während der präzise S-förmige Tonarm für eine exakte und stabile Abtastung der Platte sorgt. Für ein modernes Erscheinungsbild sorgt die RGB Plattentellerbeleuchtung welche in Helligkeit und Farbe eingestellt werden kann. Das markante Aussehen verkörpert die außergewöhnlichen Funktionen und Bauqualität dieses einmaligen Plattenspielers.

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Highlights des VL12 Prime

  • Profi-Plattenspieler für den Clubeinsatz
  • Isolierende Füße eliminieren unerwünschte Vibrationen
  • Industrieführender einstellbarer Drehmoment bis zu 5 kg/cm
  • Vollständig neu entwickelter ergonomischer Plattenteller mit innovativem „Easy Grip/Brake“
  • Quartzgesteuerter Direktantrieb mit isoliertem Motordesign für besten Rauschabstand
  • S-förmiger Tonarm für akkurate Abtastung
  • Neu entwickelte Tonarmhalterung mit „Lock or Rest“
  • Robuste Metall Tonarmbasis und hoch-qualitative Metall Bedienelemente
  • 2 Geschwindigkeiten 33 und 45 BPM (Puck inklusive)
  • Einstellbarer Pitchrange ±8%, ±16%, ±50%
  • RGB Plattentellerbeleuchtung (einstellbar)
  • Innovatives Design – keine störenden Kabel in Battleposition
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Der massive Plattenteller des direkt angetriebenen VL-12 ist auf der Unterseite gummiert.

Fazit

Wer hätte gedacht, dass ein Hersteller im Jahr 2017 noch mal die Eier hat, einen Premium Turntable speziell für DJs von Grund auf neu zu designen und zu veröffentlichen?

Wenn man den VL-12 Prime erst ein mal angefasst hat, wird einem schnell klar, wo die Unterschiede bei einem hochwertigen Turntable liegen. Hier wurde alles bis ins Details durchdacht und neu konstruiert. Und das spürt man an jeder Stelle dieses Plattenspielermonsters. Er ist schwer, äußerst robust gebaut und liefert mit dem einstellbarem Drehmoment und Ultrapitch Features des heutigen Standards. Und oben drauf bekommt man mit dem LED-Plattentellering auch noch etwas fürs Auge geboten. Auch wenn der Straßenpreis von ca. 799.- Euro einem erst etwas hoch vorkommt, so sollte man bedenken, dass wir hier einen Profi-Plattenspieler haben, dessen Optik und Haptik fernab von einer OEM-Produktion liegt.

Preis: ca. 799.- Euro

Lieferzeit: 1. Quartal 2017

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Denon DJ teast neue Waschmaschine

Es wird wahrscheinlich keine Waschmaschine sein, was Denon DJ in dem nachstehenden Video für das Jahr 2017 ankündigt. Die Outlines dieser technischen Zeichnung lassen eher auf einen Tabletop Mediaplayer schließen, der in Konkurrenz zu Pioneers CDJ-Club-Decks stehen könnte. Nachdem inMusic Denon DJ übernommen und mit dem MCX8000 einen Standalone Controller vorgestellt hatte, macht es nur Sinn, dass die eigene DJ-Software auch  in einem Tabletop Player ein Zuhause findet. Zu Zeiten des SC2900 hatte Engine ja nur den Status einer Archiv-Software. Mehr Aufschluss wird es vermutlich zur NAMM-Show im Januar 2017 geben.

 

Was siehst Du in diesem Video? Oder was würdest Du dir von Denon DJ wünschen?

Neu: Denon DJ MC7000 – 4-Kanal-Controller für Serato DJ

Ebenfalls frisch auf der DJ Expo in Atlantic City präsentiert Denon DJ den MC7000, einen 4-Kanal DJ-Controller mit zwei USB-Anschlüssen für Serato DJ. Der MC7000 besitzt dem entsprechend 2 Audio-Interfaces, um so einen fließenden Wechsel zwischen zwei DJs zu gewährleisten.

Pressemitteilung:

Ash Vale (UK), 15. August 2016 – Denon DJ, führender Hersteller für professionelle DJ Technik, präsentiert den 4-Kanal DJ Controller MC7000 für Serato DJ. Der robust gebaute und für professionelle DJs entwickelte Controller wartet mit einem vielfältigen Funktionsspektrum auf und liefert eine ausgezeichnete Audioqualität. Zwei USB Anschlüsse ermöglichen das parallele Einbinden des Geräts an zwei Computer und somit das nahtlose Wechseln von zwei DJs. MC7000 versteht sich als kompromisslose und innovative Lösung für Mobil- und Club-DJs, die nach einem Serato DJ Controller der nächsten Generation suchen. Im Lieferumfang enthalten ist eine Vollversion von Serato DJ, nach Registrierung erhalten Nutzer zusätzlich das Video-, Flip- sowie das Pitch N Time-Plugin im Gesamtwert von über 200 €.

In der Entwicklung wurde besonders Augenmerk auf intuitiven Workflow gelegt. Die besonders großen berührungsempfindlichen 6“ Jogwheels bieten einen LED-Ring welcher die virtuelle Nadelposition markiert. Eine komplett neue Möglichkeit des harmonischen Mixens bietet die neue und exklusive Key Adjust Funktion. So lässt sich nicht nur das Tempo, sondern auch die Tonhöhe des jeweiligen Titels individuell anpassen. Alternativ lässt sich auch der klassische Key-Lock aktivieren.

Die professionelle Mixereinheit des MC7000 ist vollausgestattet und bietet XLR-Master- und Booth-Ausgänge, 4 analoge Eingangsquellen für Line- und Phono-Signale mit dedizierten Fadern, LED Levelmetern, EQ und Filtern. Zwei Kanäle sind bereits für Serato DJ DVS vorbereitet, die eine digitale Steuerung über Plattenspieler ermöglichen. Zudem bietet die Mikrofonsektion für flexible Moderationen zwei getrennt regelbare Eingänge mit Echo und Talkover.

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Features

  • Professioneller 4-Kanal DJ Controller für Serato DJ
  • Gleichzeitiger Anschluss von 2 Computern dank 2 integrierter USB Audio Interfaces
  • Inklusive Serato DJ Vollversion, sowie Video-, Flip- und das Pitch N Time-Plugin im Gesamtwert von über 200 €
  • 16 anschlagempfindliche Trigger-Pads mit RGB-Beleuchtung
  • Neue dedizierte Steuerung der Tonhöhe
  • Solide berührungsempfindliche 6“ Jogwheels mit Tracking LED
  • Integrierter 4-Kanal Digitalmixer mit 2 Mikrofoneingängen und doppelten XLR-Ausgängen
  • Serato DJ DVS Upgrade-fähig
  • Kompakte, robuste Metallkonstruktion

Fazit

Ja, es ist ein weiterer 4-Kanal Serato Controller. Man könnte meinen, dass man das schon mal gesehen hat. Stimmt auch, denn vor gar nicht all zu langer Zeit kam etwas ähnliches von Pioneer mit dem DDJ-RX raus, mit dem Unterschied, das Pioneer jetzt auf Rekordbox statt auf Serato setzt. Und siehe da, sogar die Gehäuseform des MC7000 ist sehr ähnlich. Nichtsdestotrotz scheint der MC7000 ein Profigerät zu sein, dass sich als Nicht-Standalone Variante unterhalb des MCX8000 einreiht. Bei der Verarbeitung wird es vermutlich auch nach dem Aufkauf durch inMusic bei Denon DJ nichts zu meckern geben. Aber auch wenn der MC7000 im ersten Augenblick den Anschein eines Abklatsch in der Oberliga hat, so sticht er doch durch zwei neue bedienbare Features heraus: Nämlich durch die einfache Angleichung des Key mit dem Key-Adjust Knob und den beiden USB-Ports für einen DJ-Wechsel. Denon DJ scheint mit dem MC7000 schon das Ziel zu verfolgen eine Allzweckwaffe für Club- und Mobile DJs anzubieten. Leider schlägt sich dass, wie meistens, in einem Meer an Knöpfen und Regler auf der Geräteoberfläche nieder.

In wieweit Denon DJ auf dem Controllermarkt strategisch Pioneer das Wasser reichen können wird, bleibt abzuwarten. Und es wird ebenfalls interessant werden, ob inMusic nun Numarks Sortiment parallel laufen lässt oder sich damit mehr auf den Budget-Bereich konzentriert. Für Serato sind wahrscheinlich die inMusic Marken Numark und Denon DJ in Zukunft die letzte Bastion auf dem Controllermarkt.

Mit einem Preis von 1189.- Euro wird der Denon DJ MC7000 im vierten Quartal 2016 erhältlich sein.

Preis UVP: 1189.- Euro

Lieferzeit: 4. Quartal 2016

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Test: Denon DJ HP1100 vs Sennheiser HD25

Seit dem Denon DJ in die inMusic Gruppe einverleibt wurde, hat sich bei den Neuerscheinungen einiges getan. Unter anderem hat Denon DJ nun ein Update der Kopfhörerserie heraus gebracht. Ich habe mir das Top Modell, HP1100, aus der Serie genauer angeschaut und mal mit dem allseits bekannten Sennheiser HD25 verglichen.

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In the Box

Der Denon DJ HP1100 kommt in einem schlichten Karton mit Kunststoff Inlay. Mitgeliefert wird lediglich eine Transporttasche aus Kunstleder und ein schraubbarer Klinkenadapter.

Verarbeitung & Tragekomfort

Mit ca. 330g ist der HP1100 kein Leichtgewicht und obwohl die meisten Bauteile aus Kunststoff gefertigt sind, macht sich das auch beim Tragen bemerkbar. Die ohrumschließenden Kopfhörermuscheln mit 53mm Treiber schmiegen sich gut an und hinterlassen auch nach längerem Tragen keine schmerzhaften Druckstellen. Die auswechselbaren Polster sind aus Kunstleder und absorbieren keinen Schweiß. Sofern man eine Ohrmuschel nach hinten wegklappen möchte, sitzt der Kopfhörer nicht mehr ganz so bequem und fest auf dem Kopf. Dies hat zum einen mit dem Anpressdruck des Kopfhörerbügels zu tun, als auch mit dem fehlenden Gelenk, dass ein Abknicken hinter das Ohr vereinfachen könnte. Die Gelenkigkeit des HP1100 kommt erst zur Geltung, wenn es um den Transport geht. Hier lässt sich der Kopfhörer klein falten und spart damit eine Menge Platz. Das fest installierte Spiralkabel lässt sich bis auf 3m ziehen und endet an einem goldenen schraubbaren Klinkenstecker unter dem sich eine Mini-Klinke versteckt.

 

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Die Verarbeitung aller Bauteile ist ordentlich. Verstärkungen an Stellen mit besonderer Beanspruchung wie z.B. den Gelenken oder der Spange könnte man, je nach Einsatz, vermissen. Merkwürdig ist, dass beim kleineren Bruder, HP800, die Kopfhörerspange aus Metall gefertigt ist. Beim HP1100 ist diese aus Kunststoff.

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Sound: Äpfel mit Birnen vergleichen – HP1100 vs HD25

Den Denon DJ HP1100 mit dem Sennheiser HD25 zu vergleichen ist aufgrund der baulichen Unterschiede ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Da der HD25 aber für viele DJs als Referenz gilt, bin ich bei jedem Kopfhörertest gespannt, wie sich der jeweilige Kandidat klanglich vom HD25 unterscheidet.

Der 53mm Treiber des HP1100 sorgt durch seine geschlossen Bauweise für einen druckvollen Sound auf den Ohren, wobei der Bassanteil im Verhältnis zu den restlichen Frequenzbändern trotzdem ausgewogen bleibt. Skipt man die einzelnen Frequenzbänder durch, so besitzt der HP1100 im Vergleich zum Sennheiser HD25 weniger Brillanz in den oberen Mitten und den Höhen. In Anbetracht fürs Mixing ist dies aber unerheblich und fällt nur beim normalen Musikhören bei niedrigen Lautstärken auf. Insgesamt ist das Klangbild des HP1100 für einen DJ-Kopfhörer ausgewogen. Mit 105dB liegt der HP1100 mit seinem maximalen Output, für mich, gefühlt an der Untergrenze eines professionellen DJ-Kopfhörers. Sofern man es im Club mal darauf anlegt in die Schmerzzone zu drehen, wird man beim HP1100 mit Verzerrungen rechnen müssen.

 

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Technische Daten

  • Wandlertyp: Dynamisch
  • Treiber: 53 mm Wide-Range
  • Max. Eingangspegel: 3500 mW
  • Impedanz: 66 Ohm
  • Frequenzbereich: 5 – 33.000 Hz
  • Sensitivität: (1 mW) 105 dB/mW
  • Anschluss: 3,5 mm Klinke
  • Kabellänge: 3 m Spiral
  • Gewicht: ca. 330 g

Fazit

Im Vergleich zum Vorgänger Modell DN-HP1000 hat sich beim HP1100 nur das Äußere verändert, sprich das Gehäuse hat einen neuen Anstrich bekommen. Damit tritt der HP1100 auch in die Fußstapfen seines Vorgängers als OEM-Produkt, welches in Form des Sony MDR-V 700 oder auch als Audio Technica ATH-PRO700 bereits auf dem Markt erschienen ist. Sofern man seinen Mix nur über Kopfhörer erledigt ist der HP1100 mit seinem ausgewogenen Klangbild eine guter Begleiter. Für DJs, die gerne eine Ohrmuschel wegklappen ist er jedoch bedingt zu empfehlen, da er durch das hohe Eigengewicht und einem fehlenden Gelenk nicht mehr ganz so komfortable auf dem Kopf sitzt. Angesichts seiner Leistung und eines Straßenpreises von 129.- Euro würde ich den Denon DJ HP1100 als Mittelklasse DJ-Kopfhörer deklarieren, der ohne Extras, in einem ansprechenden Design, einen akzeptablen Job erledigt. Nicht mehr und nicht weniger.

Preis: 129.- Euro

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Hier geht es zum Test von AMAZONA.DE

Denon DJ HP1100

129.-
Denon DJ HP1100
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Verarbeitung

8/10

    Tragekomfort

    7/10

      Klang

      8/10

        Ausgangsleistung

        8/10

          Preis/Leistung

          7/10

            Pro

            • Guter Klang
            • Gute Verarbeitung

            Contra

            • Hohes Gewicht
            • Festinstalliertes Kabel
            • Bedingter Tragekomfort

            Alternativen

            Reloop RHP-20

            Preis: 99.- Euro

            Pioneer HDJ-700

            Preis: 139.- Euro

            Neu: Denon DJ MCX8000 – Denon DJ´s Antwort auf den Pioneer XDJ-RX, NAMM 2016

            Letztes Jahr stellte Pioneer im Rahmen der NAMM-Show den XDJ-RX vor, der als autarke DJ-Lösung den Komfort einer Softwarelösung bot. Um dieses Betätigungsfeld Pioneer nicht alleine zu überlassen, hat Denon DJ nachgezogen und zeigt in diesem Jahr den Vierkanal-DJ-Controller MCX8000.

            Denon MCX8000 - Standalone & Serato-DJ-Controller

            Denon DJ MCX8000 – Standalone & Serato-DJ-Controller

            Der Denon DJ MCX8000 ist Standalone, aber auch als Controller für die Software Serato DJ nutzbar, die als Vollversion dem Gerät beiliegt. Standalone kommt die Software Engine zum Einsatz, die mit zwei Hardware-Decks und einem vierkanaligen Mixer gesteuert wird. Beide Decks sind mit Farbdisplays ausgestattet, die Wellenformen und Songinformationen darstellen und verfügen über je 8 Trigger-Pads. Songs lassen sich über zwei USB-Anschlüsse durch Sticks und Festplatten mit bis zu 2 TB digital zuführen.

            Denon MCX8000 - Anschlüsse

            Denon MCX8000 – Anschlüsse

            Die Mixersektion des MCX8000 besitzt Filterregler und erlaubt den Anschluss von vier analogen Zuspielern. Zwei Kanäle sind für die Nutzung von Serato DJ DVS gedacht. Für MC-Einlagen oder Durchsagen lassen sich zwei Mikrofone anschließen, für die Echo-Effekte und Talkover-Funktionen zur Verfügung stehen. Die anlogen und digitalen Signale lassen sich mit drei Effekten bearbeiten.

            Denon MCX8000

            Denon DJ MCX8000

            Der Denon DJ MCX 8000 ist für das 2. Quartal 2016 angekündigt und soll einen UVP von 1546,99 Euro haben.

             

            Features & technische Daten

             

            • 4-Kanal DJ Controller mit Denon DJ Engine Standalone-Technologie
            • 2 USB Eingänge für Benutzung ohne Computer
            • Inklusive 4-Kanal Serato DJ Vollversion
            • 2 hochauflösende Displays zeigen Hüllkurven, Cuepoints, Titel und weitere Informationen – sowohl für Engine als auch für Serato DJ
            • Professioneller 4-Kanal Digitalmixer mit 2 Mikrofoneingängen und doppelten XLR- Ausgängen
            • drei eingebaute Pre/Post-Fader Effekte für interne digitale und analoge Wiedergabe
            • anschlagdynamische Performance Pads für Cues, Rolls, Slicer und Samples
            • Stage LinQ Netzwerkverbindung zum Steuern von Licht und Video
            • Serato DVS upgrade-fähig
            • Maße 728 x 432 x 71 mm
            • Gewicht: 8,3 kg

             

            Fazit

            Nachdem Pioneer im letzten Jahr mit dem XDJ-RX ein richtig gut funktionierendes Standalone-System gezeigt hat, das sich auch ohne Computerkontakt überzeugend nutzen lässt, war klar, dass es bald Nachzügler geben wird. Der Denon DJ MCX8000 sieht optisch sehr viel versprechend aus und bietet umfassenden Funktionen, die ihn zu einem Überzeugungstäter machen könnten. Denon DJ hat in der Vergangenheit in der Regel durch eine sehr gute Haptik und Audioqualität geglänzt, so dass ich davon ausgehe, dass der MCX8000 hiervon kein Ausnahme macht. Preislich haben ihn bereits einige Online-Händler für 1299 Euro in ihr virtuelles Schaufenster gestellt, wodurch sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Rivalen von Pioneer ergibt, der für knapp 100 Euro mehr zu finden ist.

             

            Hersteller: Denon DJ

            Produkt: MCX 8000

            Preis: ca. 1299 Euro

            Verfügbarkeit: Q2 2016

            Test: Denon DJ – MC4000, die Allzweckwaffe für mobile DJS?

            Mit dem MC4000 stellt Denon DJ einen neuen Controller vor, der vor allem mobile DJs ansprechen soll. Ich habe mir den Neuzugang organisiert und genauestens unter die Lupe genommen. Lohnt sich die Anschaffung und wo liegen die Unterschiede zum großen Bruder MC6000 MK2?

            Denon DJ hat den MC4000 auf der NAMM Show Anfang dieses Jahres vorgestellt und liefert jetzt die ersten fertigen Geräte aus. Wie mir der MC4000 im Einsatz gefallen hat und welche Software ihr damit steuern könnt, erfahrt ihr in diesem Test.

            Denon DJ - MC4000 - die Allzweckwaffe für mobile DJs?

            Denon DJ – MC4000 – die Allzweckwaffe für mobile DJs?

            Fakten

            Der Denon MC4000 ist ein Zweideck-Controller mit einem Kunststoffgehäuse, auf das eine Metallplatte geschraubt wurde. Das gut verarbeitete Gerät ist circa 50 cm breit, 30 cm tief und wiegt 4 kg. Ein Transport und die Installation sollten daher problemlos möglich sein. In den beiden Decks findet ihr gummierte Tasten, die die Basissteuerungen der Songs und die Kontrolle der kreativen Funktionen übernehmen. Über den berührungsempfindlichen Jogwheels gibt es weitere Bedienelemente zur Steuerung der Loop-Funktionen und Effekte.

            Denon DJ - MC4000 - Deck

            Denon DJ – MC4000 – Deck

             

            Die Geschwindigkeitsänderungen für die Songs erfolgen durch Pitchfader mit einem Regelweg von 10 Zentimetern. Im zentral platzierten Mixerbereich sind Drehregler für Dreiband-Equalizer und Filter untergebracht sowie Kanalfader und ein Crossfader. Die Pegelkontrollen für das Master-, Booth- und Aux-Signal sind auf die rechte Seite des Controllers verlagert worden, da sich in der Mitte vier Pads und ein Drehregler befinden, die dem Sampler zugeordnet sind.

            Denon DJ - MC4000 - Mixerbereich

            Denon DJ – MC4000 – Mixerbereich

            Die Soundkarte des MC4000 arbeitet mit 24 Bit und 44,1 kHz oder 48 kHz und bietet 2 Stereoausgänge aber keinen Eingang. An der Gehäuserückseite sind die Ausgangsbuchsen untergebracht, die sich aus symmetrischen XLR- und unsymmetrischen Cinch-Buchsen für das Mastersignal und Klinkenbuchsen für das Boothsignal zusammensetzen.

            Denon DJ - MC4000 - Anschlüsse

            Denon DJ – MC4000 – Anschlüsse

            Denon DJ - MC4000 - Anschlüsse

            Denon DJ – MC4000 – Anschlüsse

            Für das Durchschleifen externer Signale gibt es einen Aux-Eingang und Anschlüsse für zwei Mikrofone sind ebenfalls vorhanden. Auf der Vorderseite bietet euch der Controller Anschlussmöglichkeiten für Kopfhörer in Form von 6,3-Milimeter- und 3,5-Milimeter-Buchsen, die mit Split-Cue und einem Master-/Cue-Signal-Regler ausgestattet sind.

            Denon DJ - MC4000 - Kopfhöreranschluss

            Denon DJ – MC4000 – Kopfhöreranschluss

            Startschuss

            Der Denon MC4000 ist mit professionellen XLR-Buchsen ausgestattet und verfügt über einen separaten Booth-Ausgang, so dass der Controller direkt an eine Verstärkeranlange angeschlossen werden kann. Dies im mobilen Einsatz ein großer Vorteil, denn es erspart euch das Mitschleppen und den Aufbau eines Mixers. Der MC4000 wird mit Serato DJ Intro ausgeliefert, das Out-of-the-box startklar ist und einen Einsatz direkt nach der Installation erlaubt.

            Serato DJ Intro befindet sich im Lieferumfang

            Serato DJ Intro befindet sich im Lieferumfang

            Der MC4000 ist klar strukturiert, so dass auch Ein- und Umsteiger sehr schnell damit zurecht kommen. Die Songs landen ohne Mausbedienung in den Decks der Software und lassen sich dort manuell oder vollautomatisch beatmatchen. In meinem Test funktionierten beide Varianten problemlos, zumal die Software visuelle Hilfestellungen für das manuelle Vorgehen bietet und die Wellenformen horizontal in einer Großdarstellung einblendet. Die Jogwheels des MC4000 wirken auf den ersten Blick nicht unbedingt hochwertig, da sie komplett aus Kunststoff sind, sie reagieren aber sehr feinfühlig und eignen sich gut zum Scratchen. Der Cut-In-Punkt des Crossfaders lässt sich in der Software auf einen Regelweg von 2 Millimeter beschränken. Die gummierten Tasten des Controllers haben einen definierten Druckpunkt und geben eine gute Rückmeldung bei Funktionsaufrufen. Hotcue-Punkte lassen sich damit passgenau triggern und Loops setzen.

            Denon DJ - MC4000 - Hotcue-Tasten

            Denon DJ – MC4000 – Hotcue-Tasten

            Die Effektsteuerung ermöglicht die separate Kontrolle der einzelnen Effekte eines Effektslots und somit deren gezielte Nutzung. Ergänzende Zuspieler wie CD-Player oder andere Multimediaplayer lassen sich an die Aux-Buchse des Controllers anschließen. Da die Signale direkt am Masterausgang des MC4000 landen, könnt ihr diese nicht vorhöhren und auch nicht mit den Effekten in der Software bearbeiten. Die Mikrofonanschlüsse lassen sich für Durchsagen oder Ankündigungen nutzen und verfügen über eine Talkoverfunktion, die den Pegel des Musiksignals reduziert und einen Echo-Effekt mit dem ihr eure Stimme bearbeiten könnt.

            Denon DJ - MC4000 - Mikrofonsteuerung

            Denon DJ – MC4000 – Mikrofonsteuerung

            Die Haptik des Controllers ist insgesamt recht ordentlich und spricht Einsteiger und semiprofessionelle Nutzer an. Gleiches gilt auch für den Klang, der ausgewogen ist, aber etwas Abstand nach oben zu den professionellen Geräten lässt.

            Software-Alternativen

            Auf der Produktwebseite des MC4000 ist zu lesen, dass der Controller zu Traktor Pro, djay und Virtual DJ 8 kompatibel ist. Zum Testzeitpunkt wurde allerdings nur Virtual DJ 8, unterstützt, das auf einen angeschlossenen MC4000 hinweist und diesen mit Steuerungsfunktionen versieht. Songs lassen sich laden, mixen etc.

            Virtual 8 DJ

            Virtual 8 DJ

            Meiner Meinung nach ist das aber nur interessant, wenn ihr Virtual DJ 8 schon gekauft habt und diese Software unbedingt nutzen möchtet. Mir persönlich gefällt Serato DJ Intro als DJ-Lösung besser und diese liegt zudem dem Controller „kostenlos“ bei. Wenn ihr unbedingt Geld ausgeben möchtet, würde ich das Upgrade auf Serato DJ empfehlen, das euch einen Zuwachs an kreativen Funktionen bietet. Traktor-Pro-Anwender können den Controller im Prinzip auch sofort nutzen, müssten allerdings eine eigene Programmierung vornehmen, was bei der Vielzahl an Bedienelementen recht zeitaufwändig ist.

            Traktor Pro

            Traktor Pro muss aktuell vom Anwender programmiert werden.

             

            Unterschiede zum Denon MC6000 MK2

            Das Controller-Schlachtschiff MC6000 MK2 von Denon DJ unterscheidet sich in den nachfolgenden Punkten (nicht abschließend) vom MC4000:

            • Durchgängiges Metallgehäuse, hochwertigere Verabeitung
            • Vierkanaliger Mixerbereich und Vierdeck-Controller
            • Soundkarte mit vier Eingängen (Phono/Line)
            • Serato DJ (Vollversion) enthalten
            • DVS-Expansion für Serato DJ verfügbar (Timecode-Steuerung)
            Denon MC 6000 MK2

            Denon MC 6000 MK2

            Fazit

            Der Denon DJ MC4000 ist ein guter Controller, der mobile DJs aber auch Einsteiger aus dem Clubmusikbereich anspricht. Das Gerät ist prima verarbeitet und wird als Komplettpaket mit Serato DJ Intro ausgeliefert. Klang und Haptik geben wenig Anlass zur Kritik nur die fehlenden Soundkarteneingänge schränken die Nutzung für in Teilbereichen ein. Da das Preisleistungsverhältnis stimmig ist, kann ich dem MC4000 meine Empfehlung aussprechen.

             

             

            Hersteller: Denon DJ

            Preis:   449 Euro

            Version: Serato DJ Intro 1.2.6

            Hier geht es zum Test von AMAZONA.DE

             

             

            Alternativen

            Hercules DJControl Jogvision

            349 Euro

             

            Numark Mixtrack Pro III

            289 Euro

             

            Pioneer DDJ-SB2

            259 Euro

             

            Test: Denon DJ – DS1 – DVS für Serato DJ

            Zur Nutzung der DVS-Funktionen von Serato DJ gab es viele Jahre ausschließlich Audiointerfaces von Rane. Damit ist jetzt Schluss, denn ab sofort bietet Denon DJ das DS1 an, mit dem der einfache und kostengünstige Einstieg ermöglicht werden soll. Ob das überzeugend gelungen ist, habe ich für euch ausprobiert.

            Denon DJ - DS1

            Denon DJ – DS1

            Seratos erstes DVS-System, Scratch Live, konnte ausschließlich mit Audiointerfaces von Rane gesteuert werden. Bei dem direkten Nachfolger Serato DJ war das Langezeit genauso, doch jetzt kommt langsam Leben in diese einseitige Auswahl.

             

            Slimline Interface

            Denon DJ hat das DS1 in ein extrem kompaktes Gehäuse gesteckt, das 7,5 x 12 cm misst und 2 cm hoch ist. Das DS1 ist vorbildlich verarbeitet und durchgängig aus Metall gefertigt. Zwei umschaltbare Eingänge könnt ihr zum Anschluss von Plattenspielern oder CD-Playern nutzen.

            Denon DJ - DS1 - Eingänge

            Denon DJ – DS1 – Eingänge

            Das Ausgangssignal wird über Cinch-Buchsen ausgegeben und zum Mixen an ein Mischpult gesendet.

            Denon DJ - DS1 - Ausgänge

            Denon DJ – DS1 – Ausgänge

            Eine USB-Buchse dient zur Spannungsversorgung und dem Datenaustausch mit einem Windows- oder Macintosh-Rechner. Die Wandler des Interfaces arbeiten mit 24 Bit und ihr könnt Sampleraten von 44,1 bis 96 kHz wählen. In der recht groß geratenen Umverpackung findet ihr eine Lizenz für Serato DJ, zwei Steuerschallplatten und CDs sowie vier Cinch-Kabel zum Anschluss der Zuspieler und der Mischpultverkabelung.

            Denon DJ - DS1 - Inhalt

            Denon DJ – DS1 – Inhalt

            Installation & Testlauf

            Das digitale DJ-System Serato DJ lässt sich in Kombination mit dem Denon DS1 recht schnell installieren. Nachdem ihr die neuste Version der Software auf euren Rechner kopiert habt, könnt ihr das Interface anschließen. Windows-User müssen zum Betrieb des DS1 noch einen Treiber installieren – für Mac-Anwender entfällt dieser Arbeitsgang. Wenn das Interface richtig erkannt wurde und einsatzbereit ist, leuchtet eine blaue LED. Sollten Störungen auftreten, fängt die LED an zu blinken. Nach dem Anschluss der Zuspieler an das DS1 könnt ihr Serato DJ starten und eine Kalibrierung durchführen. Bei diesem Vorgang findet eine Abstimmung der Software auf die eingehenden Steuersignale statt.

            Kalibrierung

            Kalibrierung

            Im Setup von Serato DJ lässt sich die Latenzzeit des Systems einstellen. Ich konnte hier in Kombination mit meinem MacBook Pro (Modell Mitte 2012) den kleinsten Wert (1 ms) wählen, ohne das Knackser oder andere Störungen auftraten. Serato DJ startet in Verbindung mit dem DS1 im Zweideckmodus und lässt sich mit den Steuervinyls und CDs sehr gut kontrollieren. Das Beatmatching, aber auch fortgeschrittene Techniken wie das Scratchen lassen sich dank der kurzen Reaktionszeiten durchführen.

            Serato DJ

            Serato DJ

            Serato DJ bietet zudem zahlreiche Funktionen, die das kreative Auflegen unterstützen. Ihr könnt mehrere Cue-Punkte speichern, Loops setzen und Effekte sowie eine Sampler nutzen. Sollte das noch nicht ausreichen, gibt es zahlreiche optionale Erweiterungspacks, die zusätzliche Effekte, die Flip-Funktion, eine verbesserte Tonartkorrektur und VJing-Funktionen beinhaltet.

            Denon DJ - DS1 - Im Einsatz

            Denon DJ – DS1 – Im Einsatz

            Im Einsatz

            Das DS1 lässt sich aufgrund seiner bescheidenen Maße sehr einfach mit auf Tour nehmen und in ein Setup integrieren. Da sich die Decks in Serato DJ durchschleifen lassen, könnt ihr digitale Tracks und Vinyls bzw. CDs parallel auflegen. Das ganze funktioniert leider nicht mehr, wenn ihr Serato DJ beendet oder das Interface von eurem Computer trennt, weil es keine Konfigurationssoftware und keinen Netzteilanschluss gibt, der eine alternative Spannungsversorgung übernimmt. Problematisch kann diese Einschränkung sein, wenn bei einer Veranstaltung ein DJ-Wechsel erfolgen soll, da ihr dann die Verkabelung der Zuspieler ändern müsst. Das DS1 lässt sich unter Mac OS und Windows als Soundkarte nutzen und mit anderen Softwareprogrammen kombinieren. Wenn ihr eure DJ-Sets aufnehmen wollt, benötigt ihr einen zusätzlichen Recorder, weil das Mixen der Tracks nicht in der Software, sondern mit einem Mischpult erfolgt und das Interface keinen separaten Eingang für Aufnahmen besitzt.

             

            Denon vs Rane

            Wie Eingangs erwähnt konnten die Nutzer des DVS-Systems von Serato über einen langen Zeitraum nur zwischen verschiedenen Audiointerfaces von Rane wählen. Aus diesem Grund habe ich mir ein SL3 besorgt, um den Klang und die Funktionen der Geräte besser gegenüberstellen zu können. Streng genommen hätte es natürlich ein SL2 sein müssen, da aber die verbauten Wandler und sonstige Technik gleich sind und die Unterschiede nur in der Anzahl der Ein- und Ausgänge liegen, sollte es trotzdem passen. Das Rane-Interface wandelt die Signale mit maximal 48 kHz, verfügt über galvanische Trennübertrager für die Phono-Eingänge und besitzt einen Netzteilanschluss. Es erlaubt das Durchschleifen von Vinyls oder Audio-CDs mittels eines Konfigurationstools ohne Serato DJ, aber auch gänzlich ohne Computerkontakt.

            Denon DJ - DS1 - Denon vs Rane

            Denon DJ – DS1 – Denon vs Rane

            Um die beiden Interfaces im Praxiseinsatz beurteilen zu können, habe ich zwei Systeme parallel an mein Mischpult angeschlossen und die Ausgangsingale miteinander verglichen. Hierbei fällt auf, dass das Rane-Interface ein lauteres und mit mehr Bassanteil versehenes Ausgangssignal hat. Das DS1 klingt aber nicht deutlich schlechter und den Lautstärkeunterschied könnt ihr mit dem Gain-Regler am Mischpult ausgleichen. Brummgeräusche beim Anschluss von Plattenspielern an das DS1 konnte ich keine feststellen.

            Vergleichstest

            Vergleichstest

             

            Fazit

            Denon DJ bietet mit dem DS1 ein ordentliches Audiointerface für Serato DJ an, das sich durchaus mit dem SL2 von Rane messen kann. Klanglich und technisch gibt es kleine Unterschiede zwischen beiden Geräten, mit leichten Vorteilen für die SL-Box, die allerdings auch mit einem Aufpreis von ca. 140 Euro bezahlt werden müssen. Wenn ihr einen preisgünstigen Einstieg ins digitale DVS-DJing sucht, solltet ihr euch das DS1 einmal näher anschauen.

             

            Hersteller: Denon DJ

            Preise: 349 Euro

            Hier geht es zum Test von AMAZONA.DE

             

             

            Alternativen

             

            Rane SL2

            499 Euro

             

            Traktor Scratch A6

            289 Euro

             

             

            News: Numark kauft Denon

            Schon zur NAMM im Januar ging das Gerücht um, dass  D&M (Denon Pro, Marantz und Denon DJ) zum Verkauf bereit steht. Genauer gesagt kauft nicht Numark, sondern die inMusic Gruppe, Denon, die bereits schon die Marken Numark, Alesis, Alto, ION, M-Audio und Akai führt. Doch was hat das für eine Bedeutung für den DJ? Werden nun alle Fans und Nutzer von Denon DJ Gear im Stich gelassen? Anbei erst mal die offizielle Pressemitteilung von inMusic:

            InMusic Brands erweitert Portfolio um die Marken Denon Professional, Denon DJ und Marantz Professional  
            Fort Lauderdale, FL, USA – 16. April 2014. inMusic gibt die Übernahme der drei Produktmarken Denon Professional, Marantz Professional und Denon DJ von der D&M Holdings bekannt. Ab sofort sind die Marken Bestandteil der inMusic Familie und ergänzen das aktuelle Sortiment, bestehend aus Akai Professional, Alesis, Alto Professional, ION Audio, Numark, M-Audio, AIR Music Technology und Mixmeister.
            Jack O’Donnell, Eigentümer und CEO von inMusic: „Die Aufnahme von Denon DJ in unsere Markenfamilie ist ein sinnvoller Schritt zur Stärkung unseres DJ Bereichs. Gleichzeitig erweitern wir mit Marantz Professional und Denon Professional unsere Aktivitäten im Installationsmarkt. Produkte und Technologien dieser Marken begeistern uns. Wir freuen uns bereits darauf, das nächste Kapitel in der D&M Pro Geschichte zu schreiben. Kunden von Denon Professional, Marantz Professional und Denon DJ erwarten neue, innovative Produkte.“
            „Die Vereinbarung mit inMusic über die Lizenzierung der D&M Pro Marken ist ein weiterer Schritt in unserer Strategie, uns auf unsere Kernmarken zu fokussieren“, so Jim Caudill, CEO bei D&M Holdings. „Wir sind zuversichtlich, dass inMusic über die nötige Expertise verfügt, das Wachstum dieser etablierten Marken weiter voranzutreiben.“
            inMusic Logo

            Es wäre nichts Außergewöhnliches, wenn nach Firmen-Fusionierungen oder Übernahmen erst einmal Rationalisierungsmaßnahmen zu  sehen sein würden. Und so dürfte es auch in den nächsten Monaten zu erwarten sein, dass es bei D&M ein paar Veränderungen geben wird, von denen der Endkunde wahrscheinlich nichts mitbekommen wird. Kunden mit Denon Equipment oder solche, die es jetzt werden wollen, sollten sich deswegen aber erst mal keine Sorgen machen. In der Regel werden Support und Service weiterhin aufrecht erhalten.

            Was bedeutet dieser Schritt für inMusic?

            Mit dem Zuwachs von Denon Pro und Marantz steigt inMusic nicht nur in den HIFI- und Broadcast-Bereich ein, sondern stärkt auch seine Position im DJ-Bereich vor allem gegenüber Pioneer. Schaut man sich das Denon DJ Sortiment an, so gibt es mit Numark nur kleine Überschneidungen im unteren und mittleren Preissektor. Ansonsten wird man davon profitieren nun eine Ergänzung im High-End Mixer-Bereich und den entsprechenden CD-Mediaplayer zu haben. In wie weit die beiden Marken in Zukunft nebeneinander weiterhin existieren werden, bleibt abzuwarten. Denons MC-2000 und MC-6000MK2 sind die Kandidaten, die dieser Sortimentsüberschneidung vielleicht zum Opfer fallen könnten.
            Was denkst Du über diesen Schritt von inMusic?