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BPM ermitteln

DISCONEST – Metadaten fürs Vinyl

Der User einer Software hat es leicht. Da ermittelt das Programm automatisch Tempo und Tonart. Geht sowas auch bei analogen Tonträgern? Weiterlesen

Test: Mixed in Key Odesi – Mit wenigen Klicks zum Hit?

Vielleicht kennt ihr das Problem: ihr habt ein cooles Studio mit zahlreichen Synthies, Samplern und Effekten, aber es mangelt euch an musikalischen Inspirationen. Die Software Odesi von Mixed in Key möchte genau an diesem Punkt ansetzen und euch bei der Komposition von Songs unterstützen. Ob das überzeugend funktioniert, hab ich für euch ausprobiert.

 

Odesi

Odesi

Bei der Komposition von Songs ist es essentiell, musiktheoretische Grundlagen zu berücksichtigen, um ein schlüssiges Ergebnis zu erzielen. Wer keine Lust oder Zeit hat, sich mit Quintenzirkeln, Tonarten und Akkorden zu beschäftigen, kann sich mit Odesi eine softwarebasierte Unterstützung ins Studio holen.

 

Konzept

Die Software Odesi gibt es aktuell als browserbasiere Lösung, die von einem Computer aus ohne Installation nutzbar ist und als Mac- und Windows-Version.

Odesi im Browser

Alle drei Versionen haben nahezu den gleichen Funktionsumfang und greifen auf einen internetbasierten Projektspeicher zu. Dieser Zugriff ist obligatorisch und führt dazu, dass sich Odesi nur dann ausführen lässt, wenn euer Computer mit dem Internet verbunden ist. Die browserbasierte Version lässt sich nach der Eingabe der Zugangsdaten von jedem Computer aus nutzen, verfügt aber über eine recht begrenzte Soundauswahl. Die beiden Installationsversionen laden beim ersten Starten eine Vielzahl an Sounds herunter.

Odesi - Soundauswahl der Installationsversion

Odesi – Soundauswahl der Installationsversion

Die Mac-Version erlaubt zudem die Nutzung von virtuellen Instrumenten, wie Maschine von Native Instruments. Odesi arbeitet mit einem zentralen Fenster, in dem die Noten angezeigt werden und die Auswahl der Sounds erfolgt. Die Songlayouts können aus bis zu vier Spuren bestehen und beinhalten Akkorde, Bassläufe, Drums und eine Melodie, die farblich von einander abgesetzt sind. Als Besonderheit werden alle musikalischen Inhalte parallel angezeigt, so dass ein übersichtliches Arbeiten möglich ist.

 

Ausprobiert

Odesi bietet eine aufgeräumte Bedienoberfläche, so dass Ihr euch recht schnell einen Überblick über die gebotenen Funktionen verschaffen könnt. Am einfachsten startet ihr mit Akkorden. Diese lassen sich durch einen Klick auf „Add Chord Progression“ erzeugen und anhand verschiedener Parameter anpassen.

Akkordfolgen generieren

Akkordfolgen generieren

Neben der Tonart und der Skala könnt ihr die Akkordfolge wählen sowie die Länge der Noten und die Rhythmik. Odesi liefert bei den Vorschlägen aber nicht alle musiktheoretisch denkbaren Ergebnisse, sondern greift hier auf eine „Hitanalyse“ zurück, die der Hersteller im Vorfeld betrieben hat. Die gebotenen Auswahlmöglichkeiten haben mir sehr gut gefallen, wobei es oft auch hilfreich ist, den gewählten Sound zu ändern, um sich ein besseres Bild über das Endergebnis machen zu können. Die Komplexität der Akkordfolge lässt sich per Auswahlschalter reduzieren. Diese Funktion ist hilfreich, wenn ihr euren Song später live spielen möchtet. Um sich besser in den Groove des Songs einarbeiten zu können, empfiehlt sich anschließend die Ergänzung einer Drumspur.

Odesi - Drumspur

Odesi – Drumspur

Auch hier könnt ihr aus einer großen Auswahl an Pattern auswählen und die entsprechend passenden Sounds selektieren. Ihr findet hier typische Dance-Drums wie TR-808, TR-909, aber auch Drum&Bass-Perkussions und akustische Schlagzeuge. Die von der Software generierten Pattern lassen sich nach eigenen Vorstellungen bearbeiten. Damit die Songidee den nötigen Druck erhält, könnt ihr per Mausklick eine Bass-Spur erzeugen lassen.

Odesi - Bassläufe generieren

Odesi – Bassläufe erzeugen

In diesem Bereich bietet Odesi verschiedene Rhythmen und Verlaufsformen an und erlaubt die Selektion der Oktavlage. Ihr könnt hier beispielsweise einen Basslauf erzeugen, der mit den Akkorden wechselt, gegenläufig ist oder auf einem Ton bleibt.

Bassläufe bearbeiten

Bassläufe bearbeiten

Melodie

Wenn Ihr die Basis für eure Songidee festgehalten habt, könnt ihr das Ganze mit dem Einspielen der Melodie abschließen. Als Hilfestellung erscheinen die zur Tonart und Skala passenden Töne auf der linken Seite. Zum Spielen der Melodie könnt ihr ein MIDI-Keyboard nutzen oder zur Not auch die Computertastatur. Der Aufnahmevorgang läuft kontinuierlich, so dass ihr nach dem Stoppen alle Takes noch einmal in Ruhe anhören und den besten auswählen könnt. Die eingespielten Noten lassen sich im Nachhinein quantisieren, verlängern, verschieben, löschen und ergänzen.

Melodien quantisieren

Melodien quantisieren

Odesi ist mit einem Mixer ausgestattet, der die Anpassung der Lautstärken der vier Spuren erlaubt.

Mini-Mixer

Mini-Mixer

Einen Equalizer oder Effekte gibt es nicht, wobei das meiner Meinung nach in Ordnung ist, da Odesi nicht in direkte Konkurrenz zu einer DAW treten möchte. Richtig gut finde ich, dass sich der komplette Song nachträglich und durch eine einfache Auswahl der Tonart oder Skala transponieren lässt. Somit kann man schnell und unkompliziert Variation oder andere Stimmungslagen testen.

Fertigen Song transponieren

Fertigen Song transponieren

Export

Odesi speichert die Songs im Internet und erlaubt von jedem Computer aus einen Zugriff auf eure Projekte. Bei meinem Test kam es allerdings manchmal zu einer verzerrten Wiedergabe von Songs im Browser, die ich mit der installierten Software erstellt hatte. Die Browserversion ersetzt zudem die gewählten Klänge, da hier nur eine begrenzte Soundauswahl zur Verfügung steht. Wenn ihr ein Projekt beendet habt, könnt ihr es als MP3-, WAV-, AIFF-, AAC- oder Apple-Lossless-Datei, komplett oder als Einzelspuren speichern. Zur Weiterbearbeitung oder zum Ausproduzieren des Tracks in einer DAW könnt ihr die MIDI-Daten exportieren. Hierbei ist es unerheblich, ob ihr Ableton Live, Cubase, Logic oder ein anderes Programm verwendet.

Songexport

Songexport

 

Fazit

Odesi ist ein richtig gut gelungenes Kompositionswerkzeug, das einfach zu bedienen ist und sehr schnell zu brauchbaren Ergebnissen führt. Die in der Software enthaltenen Sounds sind meiner Meinung nach ausreichend, da es lediglich um Vorschläge handelt. Der größte Nutzen ergibt sich für Anwender, die keine musiktheoretische Vorbildung haben. Diese können ohne Grundkenntnisse musikalisch stimmige Songs komponieren. Die schnelle Arbeitsweise kommt aber auch allen anderen Nutzern zu gute, da sich die Songs mit wenig Aufwand transponieren lassen und man somit bequem experimentieren kann. Ich kann das zudem nicht einmal teure Programm eigentlich jedem empfehlen, der Inspirationen für eine Musikproduktion sucht. Nach Rücksprache mit dem Hersteller konnte ich noch in Erfahrung bringen, dass an einer Kooperationsfunktion gearbeitet wird, mir der ihr Songs gemeinsam mit euren Freunden bearbeiten könnt und eine Version von Odesi geplant ist, die auf mobilen Geräten, ohne zwingende Internetverbindung ausführbar ist.

Hersteller: Mixed in Key

Preis: 49 US-Dollar

Odesi

Odesi
98.333333333333

FUNKTION

10/10

    TECHNIK

    10/10

      PREIS/LEISTUNG

      10/10

        Pro

        • übersichtliche Arbeitsoberfläche
        • schnell zu bedienen
        • gute Ergebnisse mit wenig Aufwand
        • sehr inspirierend

        Contra

        • Internetverbindung zwingend notwendig

         

        Alternativen

         

        Liquid Notes

        139 Euro

         

        Ludwig

        49,99 Euro

         

        Mixed in Key Flow 8 Deck – 8-Deck DJ Software mit STEMS Feature

        Die meisten verbinden Mixed in Key mit der Software, die Tracks auf ihre Tonhöhe (Key) und den Energylevel analysiert. Vor ca. 2 Jahren stellte der gleiche Entwickler mit “Flow” eine 2-Deck DJ-Software vor, die auf das wesentlich reduziert war. Zur diesjährigen BPM-Show stellte Mixed in Key “Flow 8 Deck” vor, ein Update, dass neben dem 2-, 4- und 8-Deck Mixing auch die Unterstützung des neuen STEM-Audioformats beinhaltet. Damit ist Flow 8 Deck aktuell die zweite DJ-Software, neben Traktor Pro, mit der sich STEMS kontrollieren lassen – und das mit nahezu jedem MIDI-Controller.

        Flow 8 Deck

        Das Prinzip von Flow 8 Deck ist nach wie vor alles so simpel wie Möglich zu halten. Im 8-Deck Modus gibt es 4 Preview-Decks pro Seite. Das aktive Deck wird dann jeweils in der linken oder rechten Gesamtansicht gezeigt. Die Key-Anzeige und Energy Level sind aus Mixed in Key integriert. Die Tracklibrary arbeitet dynamisch und kann nach Key, Energylevel und Tempo Vorschläge für den Mix filtern. Die Waveforms sind zweifarbig und sollen so den Verlauf von Beats und Melodien anzeigen.

        Eine Besonderheit von Flow 8 Deck ist das “Dimensional Mixing”. Damit kann man im gleichen Track Beatjumps vornehmen während Flow beim Sprung in den neuen Bereich automatisch überblendet – Ein Feature, welches erlauben soll nur bestimmte Parts aus eines Tracks zu spielen.

        STEMS

        Etwas anders als in Traktor Pro werden die STEMS in Flow 8 Deck über die EQs geregelt. Bei einem 3-Band EQ würde das Mapping auf einem Controller dann wahrscheinlich so aussehen:

        EQ High = Vocals
        EQ Mid = Melodie
        EQ Low = Bass
        Filter = Drums

        Einschätzung

        Das besondere an Flow ist, dass diese DJ-Software sich nicht daran orientiert die Konkurrenz mit einer größeren Feature-Liste auszustechen, sondern genau das Gegenteil macht. Die Reduzierung auf das wesentliche und auf eine spezielle Art des digitalen Auflegens sind teil der Philosophie hinter Flow. Dadurch sollen Einsteiger als auch fortgeschrittene DJs gleichermaßen angesprochen werden. Der Fokus steht dabei auf normales Mixing bis hin zu loopbasiertem Auflegen mit mehreren Spuren. Da Flow 8 Deck mit Autosync arbeitet ist es weniger eine Software für Mashup DJs, die gerne zwischen Genres springen und größere Tempounterschiede überbrücken. Der Fakt, dass Flow 8 Deck ein leichtes MIDI-Mapping verspricht und praktisch jeder MIDI-Controller damit gemappt werden könnte, dürfte viele DJs interessieren, die sich nicht den Zwang unterwerfen möchten nur in einer Produktwelt leben zu müssen. Dadurch das Flow 8 Deck keine DVS Unterstützung anvisiert, komplett auf Autosync läuft und mit einer intelligenten Playlist arbeitet wird um ein weiteres untermalt, dass sich das Auflegen zukünftig weiter verändern wird und konventionelles, wie Pitchen und das Vinylfeeling weiter vernachlässig wird . Ob man dazu unbedingt 8 oder mehr Spuren braucht sei erst mal dahin gestellt. Vom ersten Eindruck würde ich Flow noch irgend eine Cloudanbindung gönnen, um neben Mixed in Key auch die Quelle der Tracks zu erweitern. Gerade bei einer Trackempfehlungs-Engine wäre das ein guter Filter, um neue Tracks aufzuspüren. Das könnte z.B. Spotify, Soundcloud oder vielleicht auch Beatport Pro sein.

        Flow 8 Deck ist bisher nur für den Mac ab OSX 10.9 (Mavericks) erhältlich und kostet $ 58.-. Eine Windows Version ist aber wohl auf dem Weg.

        Mehr Infos gibt es hier.

        vergleich mixedinkey beatunes

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        Grundlage für das “Harmonic Mixing” ist die ordentlich bestimmte Tonart eines Tracks.  Beatunes kann unter anderem das und tritt damit gegen den Platzhirsch Mixed In Key an. Weiterlesen

        Mixed In Key, 7, Update, Free, Automatic Cue Pionts

        MIXED IN KEY 7.0

        Die neue Version kommt mit einem schönen, neuem Feature: automatische Cue-Punkte. Weiterlesen

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