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Neu: Pioneer DJ Interface 2 – Rekordbox DVS-Interface

Mit dem Interface 2 stellt Pioneer DJ ein Audio-Interface für das Digitale Vinyl System von Rekordbox vor. An das kompakt gehaltene 4-Kanal Interface  können zwei Decks angeschlossen werden. Mit den beiliegenden Timecode Schallplatten können so Tracks auf dem Computer bzw. in Rekordbox DJ gesteuert werden.

Pressemitteilung:

6. Juli 2017: Mit der Vorstellung von INTERFACE 2 öffnen wir die rekordbox-Welt für alle DJs. Dank des 2- Kanal Audio-Interfaces kannst du digitale Musik-Dateien auf deinem Computer von jedem DJ-Setup mit rekordbox dvs scratchen und steuern.

Ganz gleich womit du auflegst, ob mit Pioneer-DJ-Produkten oder anderer Hardware, du kannst INTERFACE 2 schnell und einfach mit deinem Equipment verbinden. Dank der integrierten LED-Anzeigen siehst du sofort, ob ein Signal anliegt und wirst vor Signalproblemen gewarnt. Die Hochleistungs- Komponenten von INTERFACE 2 sorgen für echten Club-Standard-Sound.

Im Lieferumfang befinden sich Lizenzen für rekordbox dj und rekordbox dvs sowie zwei Timecode-Vinyls im Gesamtwert von 264 Euro. Damit kannst du sofort deine digitalen Tracks scratchen und steuern.

INTERFACE 2 ist ab Anfang Juli für eine unverbindliche Preisempfehlung von 299,-€ lieferbar. Schau dir unser Einführungs-Video an und entdecke mehr über das INTERFACE 2.

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KEY-FEATURES VON INTERFACE 2

  1. Hochwertiger KlangDu kannst das INTERFACE 2 bei deinen Auftritten nutzen und den kristallklaren Klang genießen, wie du ihn von unserem professionellen DJ-Equipment kennst. Das Audio-Interface arbeitet mit bis zu 96 kHz und verfügt über hochwertige D/A-Wandler und einen Geräuschspannungsabstand von 110 dB. Perfekt für den Einsatz in Clubs.
  2. Kompaktes und robustes GehäuseNimm das INTERFACE 2 mit auf die Straße, denn es ist kompakt und robust gebaut. Dafür sorgt die nahtlose Aluminium-Außenhaut. Die überstehenden Kanten schützen die Anschlüsse vor Beschädigung.
  3. LEDs zeigen Signalfluss anVerbinde das INTERFACE 2 einfach und schnell mit jedem DJ-Setup – das funktioniert auch im dunklen Club ohne Probleme. Die Verbindung zu deinem Laptop oder Computer erfolgt über USB. LEDs auf der Oberseite von INTERFACE 2 zeigen dir den Signalfluss an. Damit behältst du stets den Überblick über deine Signale. Du siehst sofort, wenn es Probleme mit einem Signal oder der Verbindung gibt oder ob der Pegel zu niedrig ist, wenn du zum Beispiel einen Plattenspieler aus Versehen an einen Line-Eingang anschließt. Die LEDs blinken zudem, wenn ein Signal nur mono ist.
  1. Im Lieferumfang enthalten: Control-Vinyl sowie Lizenzen für rekordbox dj und rekordbox dvsDas INTERFACE 2 wird mit Lizenzen für unsere professionellen DJ-Performance-Anwendungen rekordbox dj und rekordbox dvs Plus Pack geliefert, sodass du deine digitalen Tracks auf deinem Computer sofort scratchen und steuern kannst. rekordbox dj nutzt die gleiche Signalverarbeitung, wie unsere professionellen DJ-Mixer und Multi-Player, sodass auch INTERFACE 2 mit hoher Audio-Qualität und geringer Latenz überzeugt.
  2. Weitere Features
    • Netzbetrieb oder USB-Power – wähle deine bevorzugte Stromversorgung.
    • Stand-alone Audio-Interface – nutze INTERFACE 2, um Audio-Signale mit deinem Computeraufzunehmen oder schicke die Signale an deine Lautsprecher.
    • Großer Erdungs- /Masse-Anschluss – stabiler Halt für die Erdungskabel von Plattenspielernfür minimale Nebengeräusche. Der Verschluss verfügt über eine Sicherung, sodass er sich nichtvollständig lösen und verloren gehen kann.
    • Hochwertige Audiosignale – arbeitet mit 44,1 kHz / 48 kHz / 96 kHz Signalen.
    • DVS-Optionen – nutze Timecode-Vinyls (im Lieferumfang enthalten) oder die Custom-Control-Signal-WAV-Datei über CDs oder USB-Speichermedien (als kostenloser Download verfügbar).INTERFACE 2 Spezifikationen

Frequenzgang

20 Hz bis 20 kHz

Geräuschspannungsabstand

112 dB (USB) 103 dB (LINE) 100 dB (PHONO)

THD

0,002 % (USB) 0,005 % (LINE) 0,007 % (PHONO)

Anschlüsse

Eingänge

2 x Cinch (LINE/PHONO)

Ausgänge

2 x Cinch (LINE)

Andere

1 x USB Typ-B

Stromversorgung

AC 100 V bis 240 V, 50 Hz/60 Hz

Power Stromverbrauch

DC 5 V, 600 mA

Abmessungen (BxTxH)

141 mm x 32,5 mm x 127,8 mm 5,5” x 1,2” x 5,0”

Gewicht

0,6 kg / 21,1 lb

Zubehör

Netzkabel, AC-Adapter, USB-Kabel, Schnellstart-Anleitung, Garantiekarte, Lizenzschlüssel-Karte (rekordbox dj, rekordbox dvs), 4 x Audio-Kabel, 4 x Gummi-Füße, 2 x Control-Vinyl

Kompatible Betriebssystem

Windows

Windows: Windows 10, Windows 8.1, Windows 7 (mit dem neuesten Service-Pack)

Mac

macOS Sierra 10.12 (auf die neueste Version aktualisiert), OS X:
10.11, 10.10, 10.9 (auf die neueste Version aktualisiert)

CPU

Intel® Prozessor CoreTM i7, i5, i3 Intel® Prozessor CoreTM 2 Duo 2,0 GHz oder mehr

Fazit

Pioneers DJ-Produktwelt wird immer runder und bekommt mit dem Zuwachs des Interface 2 nun noch den Feinschliff, was Rekordbox DVS betrifft. Es war absehbar, dass nach der Bekanntgabe des DVS Features in Rekordbox auch irgendwann ein externes Interface erscheinen wird. Ich musste bei der Form und Größe als erstes ja an Denon DJs DS-1 Interface denken. Die Anordnung der Anschlüsse ist verblüffend ähnlich. Die Specs des Interface 2 sind auf das wesentliche reduziert, d.h. maximal eine 2-Deck Steuerung für die Turntable-Fraktion bei bis zu 96KHz Abtastrate. Mit 299.- Euro ist das ganze auch eine Kampfansage an NIs Traktor Scratch A6 Interface.

Das Interface 2 ist für mehrere Zielgruppen attraktiv. Im Grunde sind es vom Einsteiger bis zum Profi alle, die in irgend einer Weise mit Pioneer Hardware in Berührung stehen. Sei es der Einsteiger, der mit einem kleinen Controller angefangen hat und nun Turntable Feeling schnuppern möchte oder der Profi, der sich nun flexibel auf jede Art von Setup am Veranstaltungsort einstellen kann ohne seine Library auf zwei Systemen fahren zu müssen. Für gänzliche DVS-Neulinge dürfte wohl der Preis ein entscheidendes Kriterium sein.

Was mich am Interface 2 interessieren würde:

  1. Ist der Sound genauso eingefärbt wie der eines Traktor Scratch Interface?
  2. Läuft Rekordbox DVS stabil mit verschiedenen Rechnern?
  3. Warum heisst das Ding Interface 2? Wo ist die Nr.1?

Ich würde jetzt mal wage vermuten, da sich Pioneer DJ immer mehr in die Recording Ecke wagt, dass ein Interface 1 mehr Kanäle, einen regelbaren Kopfhörerausgang und eventuell eine MIDI-Schnittstelle haben könnte. Aber das ist jetzt nur mal in die Glaskugel geschaut. Vielleicht ist es aber auch ganz simpel nur die 2-Decksteuerung, die den Namen ausmacht.

Alles weitere aus der Gegenwart kommt dann in einem ausführlichen Test im Lab.

Preis: 299.- Euro

Lieferzeit: Juli 2017

Zur Herstellerseite

Test: Pioneer DJ DJM-450 – DVS 2-Kanal Mixer

Pioneer DJs neues DJ-Mischpult DJM-450 wirkt auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Zweikanalmixer. Beim näheren Hinsehen entpuppt sich dieser Eindruck allerdings als Trugschluss, denn neben vielen Standardfunktionen und Anschlüssen bietet der Neuling auch einige praktische Zusatzfeatures. Klingt gut, oder?

 

Pioneer DJ DJM-450

Pioneer DJ DJM-450

Mit dem DJM-450 möchte Pioneer DJ zeigen, dass man auch kleine Mischpulte mit einem großen Funktionsumfang ausstatten kann und lehnt sich hierbei an das Schlachtschiff DJM-900 NXS2 an. Wie sich der „Kleine“ in der Praxis schlägt lest ihr nachfolgend.

 

Was geht?

Pioneer DJ hat dem DJM-450 ein kompaktes Gehäuse spendiert, das 230 x 108 x 320 Millimeter misst. Der Mixer verfügt über zwei Kanalzüge mit Dreiband-Frequenzreglern, die sich als Isolator oder EQ nutzen lassen. Zum Mixen gibt es Kanalfader mit einem Regelweg von 45 Millimetern und einen Magvel Crossfader mit Reverse-Funktion und zwei Kurvenverläufen. Die Eingangssignale könnt ihr mit Trim-Reglern anpassen und elfstufigen LED-Ketten optisch kontrollieren. Beide Kanalzüge sind zudem mit vier Sound-Color-Effekten und großen Effektreglern ausgestattet.

Sound Color FX & Filter

Sound Color FX & Filter

Ein zusätzlicher Aux-Kanal mit einem Lautstärkeregler kann für weitere Zuspieler oder der Rückführung von Effektsignalen genutzt werden. Für Durchsagen oder MC-Darbietungen gibt es einen Mikrofoneingang nebst Klangregelung. Neben den Color-Effekten findet ihr noch 8 weitere Beat-Effekte und eine digitale Send-/Return-Schaltung, die euch das Einschleifen von iPad/iPhone-Apps erlaubt.

iOS-App Effekte

iOS-App Effekte

Die Kontrolle des Mastersignals erfolgt per Drehregler, eine separate Booth-Regelung gibt es hingegen nicht. Auf der Rückseite des DJM-450 gibt es zwei Phono- und zwei Line-Eingänge die den Kanalzügen zugeordnet sind sowie einen Line-Aux-Eingang und einen Mikrofonanschluss.

Anschlüsse

Anschlüsse

Das Mastersignal verlässt den Mixer über XLR- und/oder Cinch-Buchsen und ein USB-Anschluss dient zum Musik- und Steuerdatenaustausch mit einem Rechner. Der DJM-450 beherbergt eine Soundkarte mit 8 Ein- und 8 Ausgängen, die mit 24 Bit und 48 kHz arbeitet.

 

Mixing

Der Pioneer DJ DJM-450 ist klar strukturiert und lässt sich mit wenigen Handgriffen in Betrieb nehmen. Die Bedienung des Mixers gelingt weitestgehend ohne Handbuchstudium und analoge Zuspieler sowie ein Mikrofon sind schnell angeschlossen. Die Verarbeitung des Geräts ist ordentlich und auch der Klang wusste zu überzeugen. Je nach gewähltem Modus löschen die Drehregler in den Kanalzügen das Musiksignal komplett aus oder senken es mit bis zu 26 dB ab.

Anpassbare Faderkurven

Anpassbare Faderkurven

Mit den Color-Effekten Dubecho, Sweep, Noise und Filter sowie mit den Beat-Effekten Delay, Echo, Spiral, Reverb, Trans, Flanger, Pitch und Roll könnt ihr kreativ arbeiten und Songs in die Mangel nehmen. Gut gefallen hat mir die Option App-Effekte per Tablet einschleifen zu können. Klar ist die gewählte Schaltung nicht ganz so flexibel wie eine „echte“ Send-Return-Schleife mit analogen Ein- und Ausgängen, aber ziemlich cool gelöst, wenn man ein iPad hat. Ihr müsst dieses lediglich an den USB-Anschluss auf der Oberseite des Mixers anschließen und die App starten. Sehr gut funktioniert die Pioneer-DJ-eigene App RMX-1000 aber auch zahlreiche andere, die beispielweise Audiobus kompatibel sind. Auf diese Weise steht euch ein riesiges Effektarsenal zur Auswahl. Alternativ könnt ihr den digitalen Auxweg auch dazu nutzen, das iPad als Zuspieler einzubinden. Da der Mixer nicht unbedingt für Scratch-Profis gedacht ist, fällt das mit circa 2 Millimetern etwas groß geratene Cut-Lag des Crossfaders nicht weiter ins Gewicht. Etwas bedauerlicher finde ich dagegen den Verzicht auf den separaten Monitorausgang, da dieser nur mit etwas Aufwand kompensierbar ist.

 

Rekordbox & digitales DJing

Pioneer DJ liefert den DJM-450 mit einer Lizenz für Rekordbox DJ inklusive der DVS-Erweiterung aus. Den zugehörigen digitalen Timecode für CDs könnt ihr auf der Rekordbox-Webseite herunterladen, Timecode-Vinyls müssen separat erworben werden. Die hauseigene Software hatte ich schon in vorangegangenen Tests beleuchtet und für gut befunden. Das Programm bietet eine solide Ausstattung und funktioniert mit Controllern und/oder einer DVS-Steuerung sehr gut.

Rekordbox DJ

Rekordbox DJ

Ihr könnt Songs verwalten, Hotcue-Punkte setzen, zahlreiche Effekte und einen Sampler nutzen. Die interne Soundkarte des Mixers, die in diesem Fall zum Einsatz kommt lässt sich mit einem geeigneten Rechner mit niedrigen Latenz-Einstellungen betreiben und funktionierte in meinem Test mit einem Windows-10-PC sehr stabil. Installiert man einen zusätzlichen (ASIO-) Treiber, kann die Soundkarte auch mit anderen Programmen wie Traktor Pro oder Ableton Live genutzt werden.

 

Fazit

Der DJM-450 ist ein guter Mixer und empfiehlt sich für semiprofessionelle Anwender und ambitionierte Hobby-DJs. Der Mixer lässt sich flexibel einsetzen und zum Mixen von analogen Zuspielern oder in Kombination mit einer DJ-Software nutzen. Preislich ist das Gerät sicherlich kein Superschnäppchen, aber seine umfassende Funktionsausstattung und die ordentliche Verarbeitungsqualität rechtfertigen die aufgerufene Summe, zumal eine Rekordbox-DJ-Lizenz enthalten ist.

 

 

Hersteller: Pioneer DJ

Web: www.pioneerdj.com

Preis: 695 Euro

Pioneer DJ DJM-450

Pioneer DJ DJM-450
95

Verarbeitung

10/10

    Klang

    10/10

      PREIS/LEISTUNG

      10/10

        Pro

        • gute Verarbeitung
        • zahlreiche Effekte
        • Effektschleife für iOS-Apps
        • Rekordbox-DJ-Lizenz enthalten

        Contra

        • kein Boothausgang

        Alternativen

         

        Native Instruments Traktor Kontrol Z2

        589 Euro

         

        Mixars Duo

        599 Euro

        Übersicht: Funktionsvergleich aktueller Pioneer DJ Controller

        Der japanische Hersteller Pioneer DJ hat aktuell die größte Auswahl an DJ-Controllern im Programm. Die meisten Modelle werden für Serato DJ und die Pioneer eigene Software-Lösung Rekordbox DJ angeboten. Ihr findet für beide Programme ein recht breites Controllerangebot, das von einfachen Einsteigermodellen, bis hin zu fetten Profigeräten reicht. Die schwierigste Aufgabe dürfte am Anfang des Auswahlprozesses stehen, denn ihr solltet euch zunächst überlegen, mit welcher Software ihr arbeiten wollt. Ich habe in den letzten Monaten sehr viele Controller getestet und dabei beide Programme genutzt. Sicherlich hat Serato DJ die Nase etwas vorne, was Features anbelangt, aber Pioneer holt mit Rekordbox DJ beständig auf. Ich würde also fast sagen, das es Geschmacksache ist, für welche Lösung ihr euch entscheidet. Bei den Fragen zur Hardware gelten die gleichen Kriterien, wie ich sie schon bei der Denon-Controller-Übersicht zusammengestellt habe:

         

        • Brauche ich Displays zum Arbeiten?
        • Werden zwei USB-Anschlüsse für ein Back2Back oder einen einfachen DJ-Wechsel benötigt?
        • Möchte ich das Beatgrid direkt mit dem Controller bearbeiten?
        • Sollen die Trigger-Pads anschlagsdynamisch sein?
        • Sollte der Mixer auch ohne Computerkontakt nutzbar sein und über Effekte verfügen?

        In den nachfolgenden Übersichten habe ich eine Trennung nach der unterstützten Software vorgenommen, so dass ihr die Alternativen recht einfach die miteinander vergleichen könnt. Viele Geräte habe ich ausführlich hier auf DJLAB getestet, so dass ihr euch bei Bedarf noch mit zusätzlichen Detailinfos versorgen könnt. Ich habe die Tabellen mit großer Sorgfalt zusammengestellt, sollten trotzdem fehlerhafte Angaben darin enthalten sein, so bitte ich um Nachsicht bzw. Hinweise, damit ich gegebenenfalls Korrekturen vornehmen kann.

        Serato-DJ-Controller

        Übersicht Serato-DJ-Controller

        Übersicht Serato-DJ-Controller

        Hier gibt es die Tabelle als PDF zum freien Download. Viel Spaß damit!

        Rekordbox-DJ-Controller

        Rekordbox-DJ-Controller

        Rekordbox-DJ-Controller

        Hier gibt es die Tabelle als PDF zum freien Download. Viel Spaß damit!

         

        Test: Pioneer DJ DDJ-RX & Rekordbox DJ – das neue Dreamteam?

        Pioneer-DJ-Controller wurden in den letzten Jahren meistens mit der Software Traktor Pro oder Serato DJ ausgeliefert. Ab sofort bietet der japanische Hersteller eine eigenständige Komplettlösung an, die aus der Software Rekordbox DJ und dem DDJ-RX besteht. Sehen wir hier ein neues Dreamteam?

         

        Pioneer DDJ-RX

        Pioneer DDJ-RX

        Viele von euch kennen sicherlich die Software Rekordbox, mit der Songs für das DJing aufbereitet und in Playlisten gepackt werden können. Diese Software hat Pioneer DJ jetzt zu einem kompletten Auflegeprogramm aufgebohrt. Ich habe mir diese Umsetzung für euch angeschaut.

         

        DDJ-RX

        Pioneer DJ hat mittlerweile eine recht beachtliche Auswahl an Controllern im Portfolio, die meistens durch Buchstabenkürzel ihre Zugehörigkeit zu einer bestimmten Software signalisieren. Die neu ins Leben gerufene Serie trägt die Bezeichnung „DDJ-R“ und besteht aktuell aus den Modellen DDJ-RZ und DDJ-RX. Beide Controller sind allerdings keine komplette Neuentwicklung, sondern basieren auf den Serato-Modellen DDJ-SZ und SX. Pioneer DJ hat mir den DDJ-RX zum Testen geschickt, der 66 x 35 x 35 Zentimetern misst und mit 6 Kilo eigentlich noch recht gut zu transportieren ist. Der Controller bietet zwei identisch ausgestattete Decks, die vier Softwaredecks steuern können.

        Pioneer DDJ-RX - Deck

        Pioneer DDJ-RX – Deck

        Die Decks sind mit beleuchteten Tastern und Pads ausgestattet, mit denen ihr die Transportfunktionen aber auch viele kreative Funktionen steuern könnt. Zum Anschieben und Abbremsen von Tracks und für Mixtricks gibt es illuminierte Jogwheels mit einem Durchmesser von circa 15 Zentimetern. Klassische Pitchfader mit einem Regelweg von 10 Zentimetern dienen für absolute Tempoveränderungen. Oberhalb der Jogwheels lassen sich die Beat- und Release-Effekte mit Tastern und Drehregler kontrollieren.

        Pioneer DDJ-RX - Effeksteuerung

        Pioneer DDJ-RX – Effeksteuerung

        Zwischen den beiden Decks befindet sich der Mixerbereich, der Kanalfader, einen Crossfader und EQ-Potis bietet und sich mit oder ohne Computerkontakt nutzen lässt.

        Pioneer DDJ-RX - Mixer

        Pioneer DDJ-RX – Mixer

        Der DDJ-RX beherbergt eine Soundkarte, die Signale mit 24 Bit und 44,1 Kilohertz wandelt und zwei Eingänge und vier Ausgänge zu bieten hat. Um den Controller mit externen Signalen kombinieren zu können, findet ihr auf dessen Rückseite Cinch-Eingangsbuchsen für vier Line-Pegelquellen, zwei Plattenspieler und zwei Mikros.

        Pioneer DDJ-RX - Eingänge

        Pioneer DDJ-RX – Eingänge

        Das Masterausgangssignal lässt sich über XLR- und Cinchbuchsen an eine PA ausgeben und das Monitorsignal via Klinkenbuchsen.

        Pioneer DDJ-RX - Ausgänge

        Pioneer DDJ-RX – Ausgänge

        Zur Kontaktaufnahme mit einem Mac oder Windows-PC gibt es eine USB-Buchse. Die Vorderseite des Pioneer-DJ-Geräts beherbergt die Anschlüsse und Steuerungen für die Kopfhörer und die Quellenwahlschalter der Mischpultkanäle.

        Pioneer DDJ-RX - Quellenwahlschalter

        Pioneer DDJ-RX – Quellenwahlschalter

        Software

        Pioneer DJ startet mit Rekordbox DJ eine eigene Softwarelösung, die ähnliche wie Serato DJ, die Controllerauswahl vorgibt. Ebenfalls gleich ist an dieser Umsetzung, dass die Controllerbelegungen vom Hersteller vorgenommen werden und sich das System sehr einfach und schnell in Betrieb nehmen lässt. Ihr könnt die Songs mit dem Controller in die Decks der Software laden und manuell oder automatisch angleichen. Die Analyse der Songs erfolgte in meinem Test bei geraden Elektrobeats genau so treffsicher wie bei Dubstep- und Drum’n’Bass-Tracks. Bis zu vier Decks lassen sich in Rekordbox DJ darstellen und ihr könnt dabei zwischen einer horizontalen oder vertikalen Wellenformenanordnung wählen.

        Rekordbox DJ - mit bis zu vier Decks

        Rekordbox DJ – mit bis zu vier Decks

        Kreatives Auflegen

        Die Kombination aus Hard- und Software bietet neben dem „gewöhnlichen“ Mixen von Songs auch viele kreative Funktionen. So könnt ihr mit den schnell und direkt reagierenden Jogwheels richtig gut scratchen oder Backspins ausführen.

        Pioneer DDJ-RX - Jogwheel

        Pioneer DDJ-RX – Jogwheel

        Hinzukommt, dass sich das Cut-Lag des Crossfaders auf 0,5 Millimeter einstellen lässt. Insgesamt kann ich dem Controller eine sehr gute Verarbeitung attestieren und niedrige Latenzzeiten. Die meisten kreativen Betätigungsfelder bieten die Pads in den Decks. Mit diesen lassen sich Cue-Punkte speichern und triggern, Pad-Effekte und die Slicer-Funktion aktivieren und der Sampler bedienen. Die Pad-Effekte sind konfigurierbar und setzen sich unter anderem aus Delay, Filter, Hall und Bitcrusher zusammen. Mit der Slicer-Funktion könnt ihr eure Tracks rhythmisch zerpflücken.

        Pioneer DDJ-RX - Triggerpads

        Pioneer DDJ-RX – Triggerpads

        Der Sampler lässt sich auf verschiedene Weise nutzen und beispielsweise mit Samples aus eurer Samplelibrary bestücken. Alternativ könnt ihr aber auch Samples direkt mit der Loop- oder Slicer-Funktion aus euren Tracks extrahieren und diese in eure Sets einfließen lassen. Obendrauf gibt es auch noch einen Sequenzer, mit dem ihr selbst gespielte Samplesequenzen aufnehmen und wiedergeben könnt.

        Pioneer DDJ-RX - Sequencer

        Pioneer DDJ-RX – Sequencer

        Externe Zuspieler

        Die analogen Anschlüsse des DDJ-RX erlauben eine sehr einfache Setup-Erweiterung. Wenn ihr das System im mobilen DJ-Betrieb nutzen möchtet, könnt ihr CD-Player, Plattenspieler und Mikrofone anschließen und mit den digitalen Songs aus Rekordbox DJ mixen. Das ganze funktioniert auch ohne Anschluss eines Computers. Euch steht dann ein kompletter Vierkanalmixer zur Verfügung, der neben EQs auch vier Effekte beherbergt. Zur Bearbeitung der Songs steht ein Filter, ein Bitcruhser und ein Pitchshifter zur Verfügung. Zusätzlich gibt es noch einen Noisegenerator, mit dem ihr Breaks oder Songüberleitungen modellieren könnt. Die Klangqualität des Pioneer-DJ-Geräts und der Effekte konnten in allen Einsatzbereichen überzeugen.

         

        Fazit

        Meiner Meinung nach ist Pioneer DJ der Schritt in die Eigenständigkeit gut gelungen, da das Gesamtpaket aus Hard- und Software rund wirkt. Das System ist sehr gut aufeinander abgestimmt und bietet viele kreative Betätigungsfelder. Die Unterschiede zu den Systemen von Native Instruments und Serato liegen im Detail und betreffen vor allen Dingen die kreativen Funktionen (z.B. Stems, Remix-Decks). Eine DVS-Erweiterung und zusätzliche Effekte für Rekordbox DJ sind allerdings auch schon angekündigt worden, wodurch sich die Produkte noch weiter annähern. Empfehlen kann ich den DDJ-RX ambitionierten Anwendern, die privat aber auch in Clubs unterwegs sind und mobilen DJs, die ein flexibles Setup benötigen.

         

         

        Hersteller: Pioneer DJ

        Preis:   1049 Euro

        Getestete Softwareversion: Rekordbox DJ 4.0.5

         

         

         

         

        Alternativen

        Native Instruments Traktor Kontrol S8

        1199 Euro

         

         

        Numark NS7 III

        1784 Euro

         

         

         

        Pioneer rekordbox DJ-Software

        News von Pioneer

        Was zu erwarten war: PIONEER baut mit Version 4.0 rekordbox zur vollwertigen DJ-Software aus und bringt dazu mit dem DDJ-RX und dem DDJ-RZ gleich zwei passende Steuereinheiten raus. Weiterlesen