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Technics SL 1200 GR – Vorstellung, Vergleich und Test

Unter DJs und HiFi-Jüngern war es im letzten Jahr die Sensationsmeldung: Technics baut wieder Plattenspieler. Dem Jubel folgte Entsetzen, denn der Stückpreis sollte bei 3500 Euro liegen! Wenig später schoben die Japaner ein preiswerteres Model nach, den Technics SL 1200 GR. Wir haben diesen angetestet und klären nebenbei, wo die Unterschiede innerhalb der Produktlinie liegen. Weiterlesen

Vergleichstest: Studiomonitore KRK VXT8 vs KRK V8 S4

Boxenhersteller KRK wusste mit der VXT-Serie viele Musikproduzenten zu begeistern. Die markentypische gelbe Membran leuchtet bei vielen Künstlerinterviews im Hintergrund auf und dokumentiert den großen Verbreitungsgrad dieser Lautsprecher. Mit der neuentwickelten V-Serie soll die Erfolgsgeschichte jetzt fortgeschrieben werden. Um herauszufinden, ob das gelungen ist, habe ich neu und alt gegenübergestellt.

Studiomonitore KRK VXT8 vs KRK V8 S4

Studiomonitore KRK VXT8 vs KRK V8 S4

Um einen direkten Vergleich zwischen den neuen und „alten“ KRK-Modellen durchführen zu können, habe ich mir ein Tonstudio ausgesucht, in dem die VXT 8 seit einigen Jahren zum Einsatz kommen. Fündig geworden bin ich bei Tom Wax, der seit Ende der Achtzigerjahre fester Bestandteil der Techno- und House-Szene ist und dessen Musikproduktionen nicht zuletzt durch seinen Hit AWeX – It’s our future weltweite Bekanntheit erlangten. Um beide Boxenmodelle technisch vergleichen zu können, werfen wir aber erst einmal einen Blick auf die Ausstattung und technischen Daten.

 

KRK VXT8

Die KRK VXT8 wurde als Nahfeldmonitore für Musikproduktionen entwickelt und ist eine aktive 2-Wege Box. Als Tieftöner ist ein 8-Zoll Lautsprecher mit einer Kevlarmembran verbaut und für die hohen Frequenzen kommt eine seidene 1 Zoll Hochtonkalotte zum Einsatz.

KRK VXT8

KRK VXT8

 

Der Frequenzgang der VXT8 reicht von 37 Hz bis 22 kHz, bei einem Schalldruck von 114 dB. Die beiden Verstärker leisten 60 Watt für den Hochtonbereich und 120 Watt für den Tieftonbereich. Bei der Verkabelung könnt ihr zwischen XLR- oder Klinkensteckern wählen und symmetrische sowie unsymmetrische Signale einspeisen. Die Box bietet zur Klanganpassung zwei Kippschalter, die je drei Filtereinstellungen für den Hoch- und Tieftonbereich erlauben. Die Kippschalter sind unter einer Kunststoffabdeckung und damit etwas schwierig erreichbar.

KRK VXT8 Anschlüsse und Einstellmöglichkeiten

KRK VXT8 Anschlüsse und Einstellmöglichkeiten

Zur Eliminierung von Brummschleifen, gibt es einen Groundlift-Schalter. Eine optional aktivierbare Limiterschaltung kann vor Beschädigungen bei zu hohen Eingangspegeln schützen. Die VXT8 wiegt satte 16,5 Kilogramm und misst circa 433 x 318 x 296 Millimeter.

 

KRK V8 S4

Die KRK V8 S4 gehören zur neu entwickelten V-Serie von KRK und ist ebenfalls ein Nahfeldmonitor für den Studioeinsatz. Die Box ist mit einem 8 Zoll Tiefenlautsprecher bestückt, der über eine Kevlarmembran verfügt und mit einem 1 Zoll Höhenlautsprecher, ebenfalls aus Kevlar.

KRK V8 S4

KRK V8 S4

Die Bi-Amp Class-D-Verstärker leisten 200 Watt im Tiefenbereich und 30 Watt im Höhenbereich. Der Frequenzgang der KRK V8 S4 reicht von 29 Hz bis 24 kHz und der Schalldruck liegt bei 118 dB. Die Rückseite der Box beherbergt neben dem kombinierten XLR-/Klinken-Anschluss verschiedene Einstellungsoptionen zur Klangabstimmung. Für die Höhen und Tiefenanpassungen gibt es jeweils 7 Parameterkombinationen, die mit versenkten Drehreglern steuerbar sind. Um diese Bedienelemente einstellen zu können, liegt der Box ein spezieller Schlüssel bei. Auf der Rückseite befindet sich zudem auch eine USB-Buchse, zu deren Funktion aber aktuell nichts bekannt ist.

KRK V8 S4 Rückseitige Ansicht

KRK V8 S4 Rückseitige Ansicht

Die KRK V8 S4 haben ebenfalls eine Ground-Lift-Schaltung und eine Standby-Funktion, die ein automatisches Abschalten nach 30 Minuten veranlasst. Zum Lieferumfang gehören Boxengitter, die bei den VXT8 nur als optionales Zubehör angeboten wurden. Die KRK V8 S wiegen 14,4 Kilogramm und messen 435 x 284 x 347 Millimeter.

 

Praxistest

Um einen halbwegs objektiven Höreindruck zu erhalten, habe ich den Test gemeinsam mit Tom durchgeführt, da er seine VXT8 durch die tägliche Nutzung perfekt einschätzen kann. Wir haben uns zahlreiche Songs aus unterschiedlichen Genres auf beiden Boxenpaaren angehört.

Praxistest

Praxistest

Hier ein Auszug unserer Testsongs:

Adam F – Circles

Seal – Bring it on

Nine Inch Nails – Vessel

London Grammar – Hey now

Depeche Mode – Policy of truth

Placebo – A million little places und

Thomas Newman – Any other name.

Zudem haben wir uns Toms Eigenproduktionen angehört, die er auf seinen VXT 8 abgemischt hat.

Höreindruck

Wir haben beide Boxen mit neutralen Filtereinstellungen und ohne Subwoofer angehört. Im Direktvergleich hat uns die neue V8 S4 in allen Belangen besser gefallen. Die Box liefert mehr klangliche Details als ihr Vorgänger, klingt insgesamt sehr ausgewogen und hat mehr Druck im Bassbereich. Auch die Stereobreite ist wahrnehmbar anders als bei der VXT8. Die VXT8 hingegen wirkte bei mittenlastigen Tracks recht schnell überfordert und ihr Klang war im Direktvergleich sogar fast etwas „blechern“.

Vergleichstest

Vergleichstest

Fazit

Unser Direktvergleich der beiden KRK Modellen VXT8 und V8 S4 bescheinigt dem US-amerikanischen Boxenspezialisten eine sehr gute Arbeit bei der Neuentwicklung seiner Monitorboxen. Die Neuauflage hat uns klanglich überzeugt, so dass wir ein Upgrade in jedem Fall empfehlen können. Sollten die V8 S4 euer Budget überschreiten, so könnt ihr auf die kleineren Modelle V6 S4 oder V4 S4 ausweichen.

 

Hersteller: KRK

Preis: 799 Euro pro Stück

 

 

Tom Wax

Tom Wax ist bis heute einer der führenden Vertreter der elektronischen Musikszene in Deutschland und hat viele DJs und Producer weltweit mit seinem einzigartigen Sound zwischen House und Techno inspiriert. Auch nach über 25 Jahren hinter dem DJ Pult ist er noch immer „on a mission“ und beweist dies eindrucksvoll mit seinen aktuellen Releases auf Labels wie Toolroom, Great Stuff, Bitten, Bush, Suara, Vamos, Toca 45, Deeperfect, Plastic City, I Am Techno, Beatdisaster oder Phuture Wax.

Tom Wax

Tom Wax

Wer auf Toms Sound steht, kann jetzt sein erstes Sample Pack auf Beatport erwerben, das knapp 700 MB groß ist und über 900 Samples im Wav-Format enthält. Ihr findet hier zahlreiche Drums, Chords, Atmos, Loops und Synthie-Sounds sowie exklusiv aufgenommene Vocals.

Hier könnt ihr in den Demosong reinhören, der mit den Samples aus dem Pack erstellt wurde:

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Mixar MXR-2 Test

Test: Mixars MXR-2 – Eine Low Budget Alternative zum Pioneer DJM-S9?

Der MXR-2 von Mixars kostet etwas über 300 Euro. Neben zwei Kanälen und bordeigenen Effekten besitzt der kompakte Mixer eine interne Soundkarte. Eigentlich gute Voraussetzungen für den Einsatz mit einer DJ-Software. Ist er gar eine preiswerte Alternative zum DJM S9? Weiterlesen

Test: Pioneer HDJ-C70 vs Sennheiser HD25 – Kopie oder Killer?

An Pioneers HDJ-C70 lässt sich unschwer erkennen, an welchem Kopfhörer Modell man sich hier orientiert hat. Man muss kein Kopfhörer-Nerd sein, um die Form und Bauweise dem Sennheiser HD25 zuordnen zu können. Stellt sich also die Frage, was der HDJ-C70 drauf hat und wie er sich im Vergleich gegen den Sennheiser HD25 schlägt. Wir haben das mal unter die Lupe genommen.

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Lieferumfang

Der HDJ-C70 kommt in einer stabilen Box, die mit Schaumstoff ausgekleidet ist und den Kopfhörer darin sicher bettet. Zusätzlich bekommt man eine Transporttasche und ein Spiral-Wechselkabel, das sich bis auf 3m ziehen lässt. Für den Wechsel des Kopfhörerkabels wird ein kleiner Schraubenzieher mitgeliefert. Beim HD25 bekommt man aktuell 3 verschiedene Modelle:

HD25 > ohne Tasche, ohne zusätzliche Ohrpolster, ohne Spiralkabel;

HD25 Plus > mit Tasche, zusätzliche Ohrpolster, Spiralkabel;

HD25 Light > Einteiliger Bügel, weniger Ausgangsleistung, keine Extras

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Beschaffenheit

Der Pioneer HDJ-C70 besitzt einen einteiligen Kopfhörerbügel mit gummierter Innenseite. Die darin verlaufenden Kabel sind ordentlich versteckt und enden mit einem goldenen Klickverschluss in der jeweiligen Ohrmuschel. Die Ohrmuscheln sind wie beim HD25 gelagert. Es gibt ein Gelenk, das es erlaubt die Ohrmuschel hinter das Ohr zu drehen, ohne das sich der Bügel dabei verwinden muss. Durch eine Schraube an der Innenseite lässt sich der Drehwiderstand des Gelenks verändern. Die weitere Lagerung ist ebenfalls wie beim HD25, d.h. die Ohrmuscheln lassen sich in mehreren Stufen in der Höhe verstellen. Die Lagerung hat dabei ebenfalls so viel seitliches Spiel, damit sich die Ohrmuschel an die jeweilige Ohrneigung anpassen kann. Die Ohrpolster sind abnehmbar und aus Kunstleder. Dahinter ist auf einer Seite das Kopfhörerkabel verschraubt, welches am anderen Ende in einem schraubaren Klinkenadapter endet.

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Im Vergleich zum Sennheiser HD25 gibt es qualitativ, auf den ersten Eindruck, keine Einbußen. Vom Handling her bringt der einteilige Bügel keine Stabilitätsunterschiede. Die Abnehmbaren Ohrpolster lassen sich im Gegensatz zum HD25 wesentlich leichter und ohne große Fummelei wechseln. Und die Steckverbindungen zu den Treibern hinterlassen den Eindruck einer besseren Verarbeitung als beim HD25. Das Kopfhörerkabel ist ca. 1,6m lang und gummiert. Im Vergleich zum glatten HD25 Kopfhörerkabel (Ich habe bei meinem HD25 nachträglich ein Spiralkabel installiert) bringt das aber weder Vor- noch Nachteile.

Tragekomfort

Sowohl der Pioneer HDJ-C70, als auch der Sennheiser HD25, sind ohraufliegende Kopfhörer. Wer den HD25 mal länger auf den Ohren hatte, weiß, dass sich der zwar leichte Druck auch nach längerer Tragezeit schmerzhaft anfühlen kann. Durch die größere Öffnung des Ohrpolstersrings beim Pioneer HDJ-C70 empfindet man ein wesentlich komfortableres Tragegefühl als beim HD25. Der Bügel scheint hier auch nicht so viel Druck auf das Ohr abzugeben. Der spreizbare Bügel des HD25 liegt durch seine Polsterung dafür etwas sanfter auf und gewährt einen Ticken mehr Halt auf dem Kopf. Obwohl der HDJ-C70 mit 198g zu 135g etwas schwerer ist, wirkt sich das beim Auflegen nicht auf den Tragekomfort aus. Beide Kopfhörer machen bei heftigen Kopfbewegungen noch eine gute Figur.

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Sound

Über Klang lässt sich bekanntlich streiten. Schert man meine Meinung und die der Kommentare, die man so über den HD25 liest, über einen Kamm, so liegt das besondere bei diesem Kopfhörer (Bullshit-Marketing-Bingo: AN) in der Brillanz und Transparenz seiner oberen Mitten und Höhen (Bullshit-Marketing-Bingo: AUS). Wenn auch ungewollt als DJ-Kopfhörer etabliert schuldet dies der HD25 eigentlich seinen Wurzel aus dem Broadcast Bereich. Aus eigener Erfahrung macht sich diese “Brillanz” aber nur bemerkbar, sofern man sich in einem angenehmen Lautstärken Bereich befindet. Wer schon mal im Club aufgelegt hat weiß, dass das im Eifer des Gefechts eher ein seltener Fall ist. In sofern können Snares und Cymbals in Richtung 120dB gut zum Ohrenpiepen führen.

Wenn ich die Klangeigenschaften des Pioneer HDJ-C70 in einem Satz erwähnen müsste, dann würde ich ihn als HD25 beschreiben mit einer leicht geringeren Präsenz von oberen Mitten und Höhen. Er klingt dadurch bei hohen Lautstärken weniger Spitz in diesen Bereichen ohne dabei an Detailtreue zu verlieren. Bei anderen DJ-Kopfhörern ist die Absenkung dieser Frequenzbereiche meist noch drastischer ausgeprägt. Durch die besser abgeschirmten Ohrpolster ist der Bassanteil ein wenig satter als beim HD25, aber auf keinen Fall überlagernd. In den Specs des HDJ-C70 stehen zwar als Ausgangsleistung nur 100dB (HD25=120dB). Dies macht sich aber aufgrund der geringeren Impedanz (40 Ohm) kaum bemerkbar, so dass es in Sachen Lautstärke im Vergleich zum HD25 nichts zu meckern gibt.

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Merkmale

  • Geschlossener, dynamischer Stereo-Kopfhörer
  • Impedanz: 40 Ohm
  • Frequenzgang: 7 Hz – 32 000 Hz
  • Schalldruck: 100dB
  • Max. Schalldruck: 120dB
  • 1,6 m Stereokabel
  • 1 m Spiralkabel, 3 m im ausgezogenen Zustand
  • Gewicht mit Kabel: 217 g
  • Gewicht ohne Kabel: 198 g
  • Farbe: Schwarz
  • inkl. Tasche und Adapter

Fazit

Was ich in meinem Test nicht berücksichtigt habe, ist ein Langzeittest, um zu sehen wie sich die Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen. Da Pioneer für den HDJ-C70 ebenfalls für die meisten Komponenten Ersatzteile anbietet, mache ich mir da aber wenig Sorgen im Regen stehen gelassen zu werden. Der Pioneer HDJ-C70 ist für mich ein verbesserter HD25, bei dem die wenigen Schwachstellen des HD25 aufmerksam ausgebügelt wurden (Seit dem Erscheinen des HD-8DJ hatte ich diesen Zug eigentlich von Sennheiser erwartet). Diese Tatsache macht den Pioneer HDJ-C70 zu einem exzellenten DJ-Kopfhörer, den ich wärmstens weiterempfehlen kann – Sowohl für den Einsteiger, als auch für den Profi DJ. Für den Freizeitbereich hätte ich mir allerdings noch ein Remote-Kabel für mein iPhone gewünscht. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau! 🙂

Preis: ca. 152.- Euro

Zur Herstellerseite

Hier geht es zum Test von AMAZONA.DE

Pioneer HDJ-C70

€ 152
Pioneer HDJ-C70
94

Verarbeitung

10/10

    Tragekomfort

    9/10

      Klang

      9/10

        Ausgangsleistung

        9/10

          Preis/Leistung

          10/10

            Pro

            • Gute Verarbeitung
            • Guter Klang
            • Hoher Tragekomfort
            • Ersatzteile erhältlich

            Contra

             

            Alternative

            Sennheiser HD25  (Basic)

            Preis: 149.- Euro

             

            Test: Denon DJ HP1100 vs Sennheiser HD25

            Seit dem Denon DJ in die inMusic Gruppe einverleibt wurde, hat sich bei den Neuerscheinungen einiges getan. Unter anderem hat Denon DJ nun ein Update der Kopfhörerserie heraus gebracht. Ich habe mir das Top Modell, HP1100, aus der Serie genauer angeschaut und mal mit dem allseits bekannten Sennheiser HD25 verglichen.

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            In the Box

            Der Denon DJ HP1100 kommt in einem schlichten Karton mit Kunststoff Inlay. Mitgeliefert wird lediglich eine Transporttasche aus Kunstleder und ein schraubbarer Klinkenadapter.

            Verarbeitung & Tragekomfort

            Mit ca. 330g ist der HP1100 kein Leichtgewicht und obwohl die meisten Bauteile aus Kunststoff gefertigt sind, macht sich das auch beim Tragen bemerkbar. Die ohrumschließenden Kopfhörermuscheln mit 53mm Treiber schmiegen sich gut an und hinterlassen auch nach längerem Tragen keine schmerzhaften Druckstellen. Die auswechselbaren Polster sind aus Kunstleder und absorbieren keinen Schweiß. Sofern man eine Ohrmuschel nach hinten wegklappen möchte, sitzt der Kopfhörer nicht mehr ganz so bequem und fest auf dem Kopf. Dies hat zum einen mit dem Anpressdruck des Kopfhörerbügels zu tun, als auch mit dem fehlenden Gelenk, dass ein Abknicken hinter das Ohr vereinfachen könnte. Die Gelenkigkeit des HP1100 kommt erst zur Geltung, wenn es um den Transport geht. Hier lässt sich der Kopfhörer klein falten und spart damit eine Menge Platz. Das fest installierte Spiralkabel lässt sich bis auf 3m ziehen und endet an einem goldenen schraubbaren Klinkenstecker unter dem sich eine Mini-Klinke versteckt.

             

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            Die Verarbeitung aller Bauteile ist ordentlich. Verstärkungen an Stellen mit besonderer Beanspruchung wie z.B. den Gelenken oder der Spange könnte man, je nach Einsatz, vermissen. Merkwürdig ist, dass beim kleineren Bruder, HP800, die Kopfhörerspange aus Metall gefertigt ist. Beim HP1100 ist diese aus Kunststoff.

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            Sound: Äpfel mit Birnen vergleichen – HP1100 vs HD25

            Den Denon DJ HP1100 mit dem Sennheiser HD25 zu vergleichen ist aufgrund der baulichen Unterschiede ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen. Da der HD25 aber für viele DJs als Referenz gilt, bin ich bei jedem Kopfhörertest gespannt, wie sich der jeweilige Kandidat klanglich vom HD25 unterscheidet.

            Der 53mm Treiber des HP1100 sorgt durch seine geschlossen Bauweise für einen druckvollen Sound auf den Ohren, wobei der Bassanteil im Verhältnis zu den restlichen Frequenzbändern trotzdem ausgewogen bleibt. Skipt man die einzelnen Frequenzbänder durch, so besitzt der HP1100 im Vergleich zum Sennheiser HD25 weniger Brillanz in den oberen Mitten und den Höhen. In Anbetracht fürs Mixing ist dies aber unerheblich und fällt nur beim normalen Musikhören bei niedrigen Lautstärken auf. Insgesamt ist das Klangbild des HP1100 für einen DJ-Kopfhörer ausgewogen. Mit 105dB liegt der HP1100 mit seinem maximalen Output, für mich, gefühlt an der Untergrenze eines professionellen DJ-Kopfhörers. Sofern man es im Club mal darauf anlegt in die Schmerzzone zu drehen, wird man beim HP1100 mit Verzerrungen rechnen müssen.

             

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            Technische Daten

            • Wandlertyp: Dynamisch
            • Treiber: 53 mm Wide-Range
            • Max. Eingangspegel: 3500 mW
            • Impedanz: 66 Ohm
            • Frequenzbereich: 5 – 33.000 Hz
            • Sensitivität: (1 mW) 105 dB/mW
            • Anschluss: 3,5 mm Klinke
            • Kabellänge: 3 m Spiral
            • Gewicht: ca. 330 g

            Fazit

            Im Vergleich zum Vorgänger Modell DN-HP1000 hat sich beim HP1100 nur das Äußere verändert, sprich das Gehäuse hat einen neuen Anstrich bekommen. Damit tritt der HP1100 auch in die Fußstapfen seines Vorgängers als OEM-Produkt, welches in Form des Sony MDR-V 700 oder auch als Audio Technica ATH-PRO700 bereits auf dem Markt erschienen ist. Sofern man seinen Mix nur über Kopfhörer erledigt ist der HP1100 mit seinem ausgewogenen Klangbild eine guter Begleiter. Für DJs, die gerne eine Ohrmuschel wegklappen ist er jedoch bedingt zu empfehlen, da er durch das hohe Eigengewicht und einem fehlenden Gelenk nicht mehr ganz so komfortable auf dem Kopf sitzt. Angesichts seiner Leistung und eines Straßenpreises von 129.- Euro würde ich den Denon DJ HP1100 als Mittelklasse DJ-Kopfhörer deklarieren, der ohne Extras, in einem ansprechenden Design, einen akzeptablen Job erledigt. Nicht mehr und nicht weniger.

            Preis: 129.- Euro

            Zur Herstellerseite

            Hier geht es zum Test von AMAZONA.DE

            Alternativen

            Reloop RHP-20

            Preis: 99.- Euro

            Pioneer HDJ-700

            Preis: 139.- Euro

            Test: AIAIAI TMA-2 vs Sennheiser HD-25 – Modular trifft Kult

            Wenn es um Klang geht scheiden sich meist die Geister. Er wird subjektiv wahrgenommen und da wir nicht alle aus der gleichen Eizelle stammen ist es recht unwahrscheinlich, dass wir Klänge alle gleich wahr nehmen. Schon gar nicht DJs, die  keinen Gehörschutz beim Auflegen tragen. In sofern ist der nachstehende Test mein persönlicher Eindruck, der nicht allgemeingültig ist!

            Der dänische Kopfhörer Hersteller AIAIAI hatte zur Musikmesse den Nachfolger des TMA-1 hinter verschlossenen Türen vorgestellt. Das besondere am TMA-2 Kopfhörer ist, dass man ihn ab Werk selbst modular zusammenstellen kann und somit Einfluss auf Komponenten hat, die Klang, Tragekomfort und natürlich den Preis beeinflussen.

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            Da ich nicht alle Komponenten durchtesten wollte, sondern persönlich daran interessiert war einen Kopfhörer zusammen zu stellen, der möglicherweise meinen Sennheiser HD-25 ersetzt, habe ich mir von AIAIAI nur bestimmte Ohrmuscheln und Ohrpolster bestellt. Was dabei raus kam, kannst Du im nachstehenden Test lesen.

            In the Box

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            Der TMA-2 wird in der Regel in einer schwarzen Box angeliefert, die sich am reduzierten Design des Kopfhörers orientiert. Im Inneren darf man deswegen aber keine systematische Anordnung der Komponenten erwarten. Da es sich ja um einen modular zusammengesetzten Kopfhörer handelt, besteht der Inhalt aus grauen, verschweißten Tüten, in denen sich die Komponenten befinden. Für meinen Test habe ich folgende Komponenten ausgewählt:

            • Kopfhörerbügel H02: Mit Siliconpolster > Im direkten Vergleich mit dem HD-25 hätte ich wohl den Bügel mit Polsterung nehmen müssen (H03). Da der TMA-2 genauso wie sein Vorgänger kein Ohrmuschelgelenk hat, dass es erlaubt einen Hörerteil wegzuklappen, war es mir wichtiger durch einen Siliconbügel mehr Halt auf dem Kopf zu bekommen.
            • Treiber S01 und S02: Beides 40mm Treiber mit 117dB, aber unterschiedlichem Frequenzgang. Der S01 Treiber ist zwar der günstigste, bietet aber leicht abgesenkte Mitten und leicht angehobene Höhen. Der S02 Treiber hat etwas mehr Mitten als der S01 Treiber und wirkt dadurch etwas hohler im Klang. Im Bereich der unteren Höhen ist er leicht abgesenkt. Im Vergleich zum restlichen Treibersortiment weisen diese beiden Treiber noch den geringsten Bassanteil auf. Um dem HD-25 relativ nahe zu kommen galt für mich als Präferenz ein Frequenzgang mit einem unauffälligen Bassbereich und einer Erhöhung der unteren Höhen bei ca. 2000-4000Hz.
            Frequenzgang So1 Treiber (oben) und S02 Treiber (unten)

            Frequenzgang So1 Treiber (oben) und S02 Treiber (unten)

            • Ohrpolster E01 und E02: Beide haben einen 70mm Durchmesser, aber unterschiedliche Materialien. Beide Polster sind ohraufliegend. Das E01 Polster ist aus einem dünnen Schaumstoff mit Microfaser Bezug, dass eine wenig sounddurchlässiger ist. Das E02 Ohrpolster hingegen hat einen etwas dickeres Schaumstoffpolster mit Kunstlederbezug, welches etwas mehr isoliert und dadurch einen höheren Bassanteil spürbar macht.
            • Kabel C06: Einfaches 1,2m Kabel mit Mic und Smartphone Fernbedienung (Lautstärke/Play-Pause). Da mein Anspruch an einen Kopfhörer nicht nur dem DJing gilt, sondern auch der Alltagstauglichkeit, habe ich ein Kabel mit Smartphone-Fernbedienung gewählt, um unterwegs neue Tracks checken zu können oder auch mal zu telefonieren.

            Beschaffenheit

            Der TMA-2 ist mit allen Komponenten in einem matten Schwarz gehalten. Das Design ist schlicht und zeitlos. Der Kopfhörerbügel ist sehr belastbar und kehrt auch nach extremen Verbiegungen wieder in seine ursprüngliche Ausgangsform zurück. Die Kabelführung ist gut verdeckt und endet auf beiden Seiten mit einem kleinen Spiralansatz, um so beim Verstellen der Ohrmuscheln kein loses Kabel über dem Ohr zu haben. Die Miniklinkenstecker sind mit einem Bajonettverschluss versehen, um beim Verstellen auf eine größere Kopfform nicht den Kontakt zu verlieren. Dies gilt auch für die TAnschlüsse des Kopfhörerkabels. Und da jeder Treiber zwei Anschlüsse aufweist, kann man wahlweise das Kopfhörerkabel links oder rechts tragen.

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            Die 40mm Treiber sehen äußerlich alle gleich aus und ermöglichen ein einfaches aufklicken der Ohrpolster. Der Treibertyp ist jeweils auf der Innenseite eingeprägt. Alle Komponenten machen einen wirklich gut verarbeiteten Eindruck. Nichts wackelt, quietscht oder zeigt Schwachstellen an Materialübergängen. Sogar das Microfaser Ohrpolster ist so sauber verarbeitet, dass weder Kleberreste zu sehen sind, noch an irgend einer Kante es an Halt fehlt. Einziger Wermutstropfen ist, dass es keinen Kopfhörerbügel gibt, bei dem sich eine Ohrmuschel wegklappen lässt.

            Im Vergleich:

            Beim Sennheiser HD-25 kann es gerne mal vorkommen, dass sich ein Verbindungskabel zur Ohrmuschel löst oder einen Wackelkontakt bildet, wenn man den Treiberabstand öfter nachjustiert. Dabei ist das Kopfhörerkabel fest auf einer Seite verschraubt und kann nicht einfach mal so ausgetauscht werden. Und wer bei einem HD-25 schon mal die Ohrpolster gewechselt hat, weiß, was das für ein Gefummel ist. Ein Kabel mit Smartphone Fernbedienung gibt es beim HD-25 ab Werk erst gar nicht.

            Tragekomfort

            Die Lagerung der Ohrmuscheln ist ähnlich wie beim HD-25 und sorgt zusammen mit dem Bügel für einen angenehmen und festen Sitz auf dem Kopf. Mit ca. 270g ist der TMA-2 deutlich schwerer als der HD-25 (ca. 140g), was sich auf dem Kopf aber nur wenig bemerkbar macht. Wie oben schon erwähnt, habe ich für diesen Test einen Bügel mit Siliconpolster gewählt, um sicher zu gehen, dass der Bügel nicht auf dem Kopf verrutscht, wenn ich eine Ohrmuschel nach hinten schiebe. Auch wenn ich erst etwas skeptisch war, ob der TMA-2 beim Hören auf einem Ohr noch gut sitzt, so wurde ich schon beim ersten Probeaufsetzen und Kopfnicken eines besseren belehrt. Denn der Anpressdruck des Bügels scheint gerade zu ideal für meinen Eierkopf 😀 zu sein, so dass der Kopfhörer nicht drückt und dabei trotzdem fest sitzt. Wie das bei Köpfen mit weniger Haar ist, kann ich nicht beurteilen.

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            Fürs Auflegen hat der TMA-2 somit für mich den ersten Teil des Tests bestanden. Im Alltag ist es jedoch, wie bei vielen ohraufliegenden Kopfhörern: Nach längeren Sessions sorgt der Druck auf das Ohr für leichte Schmerzen. Das ist beim HD-25 genauso und dürfte bei anderen Kopfhörern mit einem runden 70mm Ohrpolster nicht anders sein. Eine ovale oder größere Ohrmuschel kann hier Abhilfe schaffen. Hier steht man dann halt vor der Wahl, wie die Frau vor dem Schuhschrank. Entweder man hat was schlankes an und nimmt die Schmerzen bei längerem Tragen in kauf oder man setzt auf Bequem und opfert eventuell etwas Formschönheit 🙂

            Klang

            Mit dem modularen System von AIAIAI lässt sich der Klang des TMA-2 maßgeblich auf den persönlichen Geschmack bringen. Dies gilt dann aber nur fürs Auflegen und den Freizeitbereich. Im Studio wäre der TMA-2 in dieser Konfiguration fehl am Platz. Es sind aber nicht nur die vier verschiedenen Treibereinheiten, die den Sound mit ihrem Frequenzgang beeinflussen, sondern auch die Ohrpolster. Je dichter das Material desto mehr wirkt sich das auf den hörbaren Bass- und unteren Mitten-Anteil aus. Die Unterschiede zwischen einem Microfaser- und Kunstlederpolster sind deutlich hörbar und können so aber auch gleichzeitig als Klang-Option genutzt werden ohne gleich einen anderen Treiber dazu zu kaufen.

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            S01 Treiber mit Microfaser Earpad E01

            Der S01 Treiber kommt vom Frequenzgang her dem Sennheiser HD-25 am nächsten. Dazu sollte man dann aber auch die E01 Microfaser Ohrpads nehmen. Das Ergebnis ist dann zwar nicht identisch mit den HD-25, aber man bekommt ein Klangbild, dass einen Ticken mehr Bassanteil und etwas weniger Höhen im Bereich von 2000-4000Hz aufweist. Bei höheren Lautstärken zeichnet sich dies besonders aus, da man gerade im 4000er Bereich weniger schmerzhafte Sounds durch den Kopf geballert bekommt.

            Der S02 Treiber ist für den Vergleich mit dem HD-25 eher ungeeignet, da er durch die angehobenen Mitten sich von einem Hifi-typischen “V”-Verlauf im Frequenzbild entfernt.

            Fazit

            Das Modulare System des TMA-2 geht definitiv in die richtige Richtung, wenn man sich bis heute mit Klamotten von der Stange nie zu 100% wohlgefühlt hat. Alle Teile sind sehr gut verarbeitet und der Kopfhörer sitzt trotz “fehlendem” Gelenk an der Ohrmuschel, sicher auf dem Kopf. Soundmäßig hat man die Möglichkeit sich sein persönlichen Klangbild so zu konfigurieren, wie man es möchte. Die Messlatte reicht hier von einem annähernden HD-25 Klangbild bis hin zum Bassmonster. Der TMA-2 bietet mit den S01 und S02 Treibern immer noch knackige Bässe, die den Rest des Klangbildes nicht überlagern oder verwischen. Sowohl bei akustischer, als auch bei elektronischer Musik wird man mit dem TMA-2 in obigen Konstellation seine Freude haben, denn man kann Soundelemente klar definiert hören und das dann auch auf einen längeren Zeitraum ohne müde zu werden. Mit dem tauschbaren Smartphonekabel ist der TMA-2 auch ein wunderbarer Begleiter im Alltag, um Tracks vorzuhören, zu Telefonieren oder auch mal einem Hörbuch eine Chance zu geben. Und da das Kable an beiden Enden einen Miniklinke Stecker hat, kann man es z.B. auchim Auto mal an einen AUX-In hängen. Mit 117dB liegt der TMA-2 zwar kurz unterhalb des HD-25, jedoch reicht dies immer noch völlig aus, um in einer lauten DJ-Booth zu arbeiten.

            Wer sich einen HD-25 ähnlichen Kopfhörer mit Smartphone-Option zulegen möchte liegt beim TMA-2 richtig und fährt am Besten mit den S01 Treibern und dem E01 Microfaser Ohrpolster. Für etwas mehr Bassanteil und einer besseren Schirmung beim Auflegen holt man sich einfach ein paar E02 Ohrpolster dazu. Diese sollten dann auch keinen Schweiß aufsaugen, wenn es mal etwas heißer daher geht.

            In der oben genannten Konstellation kostet der Kopfhörer mit Smartphonekabel dann ca. 180.-. Ein Preis, der auf HD-25 Niveau liegt. Rechnet man dann noch ein paar Austausch Ohrpads drauf, liegt man bei ca. 215.- Euro. Für einen professionellen DJ Kopfhörer ist das völlig in Ordnung, denn man bekommt hier Qualität und oben drauf ja noch einen erweiterten Nutzungsbereich geliefert.

            Nach fast 25 Jahren DJing scheint AIAIAI jetzt doch die Firma zu sein, die mir mit dem TMA-2 ein Kopfhörersystem bietet, das meinen HD-25 in Rente gehen lässt. Bleibt natürlich abzuwarten welche Ermüdungserscheinungen sich nach längerer Nutzungsdauer  bemerkbar machen. Da das ganze aber ein Modularsystem ist, dürfte das Austauschen von Ersatzteilen ein Kinderspiel sein.

             

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            Alternativen

            Sennheiser HD-25II, 174.- Euro

             

            Pioneer HDJ C70, 152.- Euro

             

             

             

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            Test: NOCS NS900 Live – DJ Kopfhörer

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            Nocs NS900 Live

            Wir hatten den NOCS NS900 Live bereits zur Musikmesse 2014 vorgestellt und haben jetzt den schwedischen Kopfhörer im schlanken Design über mehrere Wochen getestet. Was wir dabei herausgefunden haben und wie sich der NOCS NS900 Live im Vergleich zum  Sennheiser HD-25 schlägt, kannst Du dem nachstehenden Test entnehmen.

             

            In the Box

            Schon die Verpackung des NOCS NS900 sieht vielversprechend aus und macht das Auspacken zum Erlebnis. Die verwendete Verpackung ist ein sauber verarbeiteter Karton, der durch einen Magnetklipp geschlossen wird und im Inneren den Lieferumfang wie ein clean dekoriertes Schaufenster wirken lässt. Im Lieferumfang sind neben dem Kopfhörer enthalten:

            • 1 Android-Smartphone-Kabel
            • 1 iPhone-Kabel
            • 1 DJ-Spiral-Kabel mit schraubbarem Adapter
            • 1 Kopfhörertasche

            Beschaffenheit

            IMG_4120Der NS900 besitzt ohraufliegende Höhrermuscheln, die mit einem Kunstlederüberzug ausgestattet sind. Ein Ersatzpaar ist nicht im Lieferumfang enthalten. Die Befestigung der Ohrpolster ähnelt der des HD-25, d.h. sie sind mit einem Band über den Treiber gestülpt. Der Wechsel der Ohrpolster kann damit zwar in angemessener Zeit erledigt werden, aber die innovativste Variante ist es nicht. Die Kopfhörermuscheln sind auf einem Metallbügel gelagert und mit großen Inbusschrauben daran befestigt. Dadurch lassen sie sich in der Höhe verstellen oder auch komplett arretieren. Einen Inbusschlüssel vermisst man aber im Lieferumfang. Der Metallbügel ist seitlich offen und an der Aufliegefläche mit einem Gummiüberzug versehen, der auf der Innenseite eine versteckte Kabelführung ermöglicht. Die innen liegenden Anschlüsse sind mit kleinen Klinkensteckern ausgestattet, was den Wechsel eines Treibers ohne Fummeleien zulässt. Die verschiedenen Kopfhörerkabel können jeweils mit einem Mini-Klinken-Bajonett-Verschluss an einer Ohrmuschel befestigt werden.

            Alle verwendeten Materialen sind sauber verarbeitet und hinterlassen einen sehr soliden Eindruck, der durch das schlanke Design des Kopfhörers nochmals aufgewertet wird.

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            Tragekomfort

            Der NS900 sitzt bequem auf dem Kopf. Der Bügel hat etwas weniger Spannung, als der des HD-25 und verfügt somit über einen ausgewogenen Anpressdruck, der auch bei längeren Sessions keine schmerzenden Druckstellen verursacht. Die gute Polsterung der Ohrmuscheln trägt dazu ebenfalls bei. Wenn man längeres Haar trägt, dann kann der gummierte Kopfbügel auf Dauer etwas nerven, da er ständig an den Haaren zieht. Bei Glatzen oder Kurzhaarfrisuren ist das weniger dramatisch (Nach einem Besuch bei meinem Frisör kann ich das bestätigen :-)). Durch das Fehlen eines zusätzlichen Gelenkes lässt sich der NS900 zwar auch auf nur einer Kopfseite tragen, jedoch ist der Sitz dann nicht mehr ganz so optimal. Die Kugelgelenke der Ohrmuscheln können dies nur bedingt kompensieren. Insgesamt sitzt der NS900 aber gut auf dem Kopf und bleibt dort auch bei stärkeren Kopfbewegungen.

            IMG_4109

            Sound im Vergleich zum Sennheiser HD-25

            Der Klang des NS900 wurde mir vorab als AIAIAI TMA-1 ohne übermäßigen Bass-Anteil beschrieben. In der Tat kann man diese Beschreibung auch so stehen lassen. Im Vergleich zum HD-25 wirkt der NS900 jedoch wie ein HiFi-Kopfhörer. Bass und Höhen sind präsent, jedoch wurde ein gutes Stück der Mitten abgesenkt. Damit werden wichtige Elemente fürs Mixing immer noch erkannt, jedoch wird man im Wechselspiel zwischen NS900 und HD-25 den Eindruck nicht los, dass ein gutes Stück an Transparenz verschluckt wird. Fürs Mixing ist diese Tatsache von sekundärer Bedeutung. Wer jedoch außerhalb der DJ-Kanzel auf eine Musikwiedergabe mit hoher Detailtreue setzt, wird mit dem NS900 nicht glücklich werden. Die Ausgangsleistung des NS900 liegt mit 110 dB im Mittelfeld und bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung.

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            Fazit

            Ich habe in den letzten Wochen sehr viele DJ-Kopfhörer getestet und konnte mir ein gutes Bild davon machen, wie unterschiedlich der Klang doch sein kann.  Ein HD-25 Fanboy wird den NS900 mit hoher Wahrscheinlichkeit wegen seiner Klangcharateristik weniger mögen. Dafür sind die Mitten zu wenig präsent. Deutliche Pluspunkte sammelt der NS900 durch sein gute Verarbeitung, das Design und die beiliegenden Smartphone-Kabel. Besonders wenn man unterwegs Musikhören möchte, um sich neue Tracks einzuprägen, ist das Smartphone-Kabel mit Fernbedienung eine sehr komfortable Lösung. Weniger praktisch ist der NS900 für DJs, die gerne eine Kopfhörermuschel wegklappen, denn durch das fehlende Gelenk sitzt der Kopfhörer nicht mehr ganz so gut auf dem Kopf.

            Preis: 249.- Euro

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            Alternativen

            AIAIAI TMA-1, 179.-

            Sennheiser HD-25 II, 179.- 

            Pioneer HDJ-70C, 189.-

            Zomo HD2500, 169.-

             

             

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            Test: Pioneer PLX-1000 – Turntable

            Was wurde, als der erste Prototyp des Pioneer PLX-1000 auf der Musikmesse 2014 gezeigt wurde, nicht alles behauptet und vermutet. USB sollte der designierte 1210er-Nachfolger haben und ein integriertes Serato-Interface sowieso. Auf Facebook und Co wurden wildeste Spekulationen angestellt und zuweilen war von ominösen Kumpels die Rede, die den Pioneer-Turntable schon zuhause stehen hätten und ihn für schlecht befänden. Man kennt das ja. Mehr als an der Zeit, ein für allemal mit dem nutzlosen Konjunktiv aufzuräumen und zu schauen, was der PLX-1000 wirklich drauf hat.

            Pioneer PLX-1000

            Pioneer PLX-1000

             

            Sein oder nicht sein?

            Der erste Blick auf den PLX-1000 sorgt für Ernüchterung. Pioneer haben sich bei der Gestaltung doch recht nah an das gewohnte Design und die Funktionalität des 1210ers gehalten. Ein/Aus-Schalter, Start/Stop-Taste und Geschwindigkeits-Wahltasten befinden sich links unten, eine Mulde für den Puck links oben. Der Tonarm sitzt erwartungsgemäß in der rechten oberen Ecke mit dem Pitchfader inklusive Pitch-Reset-Knopf darunter. Beinahe konservativ, möchte man behaupten, wirkt der Turntable. Und zwar im positiven Sinn. Schließlich soll hier kein verspieltes, hoch kompliziertes Spielzeug für Technik-Nerds, sondern ein neuer Clubstandard etabliert werden. Ein intuitiver Schallplattenspieler für Technics-Nerds sozusagen. Und so liest sich auch der Funktionsumfang wie der des guten, alten 1210ers. Höhenverstellbarer, S-förmiger Tonarm mit Anti-Skating, Direktantrieb mit 33 1/3 und 45 RPM und ein wählbarer Pitch von +-8% und +- 16%.

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            Mit der dritten Pitch-Option von +-50% kommt das erste Feature ins Spiel, das wirklich merklich vom Technics abweicht. Pioneer wagt mit diesem Extrem-Pitch einen cleveren Brückenschlag zwischen Club-DJ und Turntablism. Diesen wird die Battle-Szene sicher zu schätzen wissen, während die Riege der, in erster Linie beatmatchenden, DJ’s sich nicht groß daran stören wird.

            Tradition trifft Moderne

            Beleuchtete Start/Stop-Taste

            Beleuchtete Start/Stop-Taste

            Einmal angeschlossen, fallen die nächsten konzeptionellen Verbesserungen ins Auge: Die Anschlusskabel sind abnehmbar und die Buchsen sinnvoll und sicher in einer Vertiefung auf der Rückseite des Geräts angebracht. Der Motor des PLX-1000 startet merklich straffer und kommt, laut offizieller Angaben, in 0,3 Sekunden bei 33 1/3 Umdrehungen an. Zum Vergleich: Der 1210er benötigt dafür 0,7 Sekunden. Die Antriebsstärke von 4,5kg / cm (Technics: 1,5kg / cm) fällt angenehmer Weise nur beim Starten, nicht jedoch beim Mixen auf. Selbst im direkten 1:1 Vergleich von PLX-1000 und 1210MK2 entspricht der Pioneer dem gewohnten Handling des Technics. Wären da nicht die blauen LEDs und die Pioneer-typisch runde Start-Taste – man könnte die Turntables im Eifer des Gefechts glatt verwechseln. Auch optisch wirkt der Pioneer wie ein Technics nach einem gelungenen Facelifting. Mit der zeitgemäß schwarzen, gebürsteten Oberfläche und den blauen LEDs fügt sich der Plattenspieler stimmig ins Gesamtbild des Pioneer-Sortiments ein.

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            Die offensichtlichen Unterschiede mögen eher minimaler Natur sein, jedoch ein genauerer Blick fördert zahlreiche Verbesserungen beziehungsweise Anpassungen an heutige Ansprüche zu Tage. Das vergleichsweise hohe Gewicht von 13,1kg (Technics: 11kg) sei hier ebenso erwähnt, wie die 9mm dicke Lage Dämmstoff im Inneren des PLX-1000 und die großen, gut gedämmten Standfüße. Springende Nadeln und Rückkopplungen aufgrund von Vibrationen dürften so merklich reduziert, wenn nicht sogar weitestgehend eliminiert werden. Das Gehäuse besteht auf der Oberseite aus druckgegossenem Zink beziehungsweise 9mm starkem Resin im unteren Bereich und wirkt sehr solide. Klanglich wiederum sind keine signifikanten Unterschiede zwischen PLX-1000 und 1210er erkenn- beziehungsweise hörbar. Wenngleich die vergoldeten Cinch-Buchsen und der Gummitubus im Tonarm für eine besonders hohe Klangqualität sorgen sollen. Aber es darf natürlich nicht vergessen werden, dass das Gerät unter DJ- und nicht unter High-End Gesichtspunkten getestet wurde. Beim Dustcover haben Pioneer Funktionalität walten lassen. Die hübsche, aber störende Wölbung des Technics-Deckels fehlt, sodass Controller und Co problemlos positioniert werden können. Irgendwie niedlich ist die traditionell nutzlose Gummimatte, die auch beim PLX-1000 zum Lieferumfang gehört. Glücklicherweise liegt auch eine Slipmat bei.

            PLX-1000 Anschlüsse

            PLX-1000 Anschlüsse

            Fazit

            Man darf ruhig zweigeteilter Meinung sein, was den PLX-1000 angeht. Mit Sicherheit haben Pioneer einen mehr als würdigen und technisch deutlich verbesserten Nachfolger des Technics 1210ers entwickelt. Die gute Dämmung gegen Vibrationen ist eine Reaktion auf die heutzutage extrem druckvollen Soundsysteme in den Clubs und ist ohne Einschränkungen zu begrüßen. Die abnehmbaren Kabel sind, wenngleich nicht in der Technics-Welt, selbstverständlich. Allerdings wären intuitiv austauschbare Pitchfader und Beleuchtung wünschenswert gewesen. Aber vielleicht sind diese auch schlichtweg weniger anfällig als beim 1210er. Das Handling des Pioneers ist erstaunlich nah am Technics, so dass mit Sicherheit zu erwarten ist, dass der PLX-1000 nach und nach die 1210er ablösen wird, ohne die Vinyl-Fraktion damit vor den Kopf zu stoßen.

            PLX-1000 Tonarm Base

            PLX-1000 Tonarm Base

            Wer auf ein grundlegend neues Konzept gehofft hatte, wird ein wenig enttäuscht sein. Digitale Ausgänge, einstellbare Anlauf- und Auslaufzeiten und ähnliche Spielereien sucht man beim PLX-1000 vergebens. Dieses und mehr findet man z.B. bei Kandidaten wie den Reloop RP-7000 oder dem Stanton ST.150. Mit dem +-50% Pitch sind Pioneer dennoch einen Schritt auf die Turntablism-Szene zugegangen. Einige Dinge werden sich sicher erst durch Langzeittests im Club ergeben, aber der erste Eindruck, den der PLX-1000 hinterlässt ist schlichtweg überzeugend. Nicht spektakulär, aber überzeugend. Oder wie DJ Q-Bert es im Vorstellungsvideo völlig passend ausdrückt: “When I touched the Pioneer turntables I was like: ok  – I feel at home“.

            In diesem Sinn: Der König ist tot – lang lebe der König!

            Plus

            •  Gewohntes Handling und Design
            • Pitch mit wahlweise +- 8, 16 oder 50%
            • Starker Motor
            • Sehr kurze Anlaufzeit
            • Abnehmbare Kabel
            • Geschützt positionierte Buchsen
            • Cinch-Buchsen vergoldet
            • Sehr gute Vibrationsdämpfung

            Minus

            • Kaum neue Features
            • Nadelbeleuchtung und Pitchfader nicht einfach auszuwechseln
            • Etwas höhere Anschaffungskosten im Vergleich zur Konkurrenz

            Preis: 699,- Euro

            Lieferzeit: sofort

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            Jetzt mit 3 Jahren Garantie kaufen!

             

            Alternativen:

            Stanton ST.150

            Reloop RP-7000

            Test: Numark NV – 4-Deck Controller mit integrierten Displays

            Numarks Ankündigungen für den neuen Serato-DJ Controller Numark NV klingen vielsprechend und revolutionär. Aussagen wie „Look no further“ oder „This changes everything“ machen neugierig und Lust auf einen ausgiebigen Test, den wir für euch gewagt haben.   

            Controller-basiertes DJing flankiert seit einigen Jahren die Club- und mobile Beschaller-Szene. Zahlreiche Entwicklungsschritte hinsichtlich der Bedienbarkeit, Größe und Ausstattung haben sich seit dem vollzogen, wobei man sagen muss, dass sich die angebotenen Produkte in den letzten Jahren immer weiter angenähert haben. Um diesem Einheitsbrei ein Ende zu bereiten, hat Numark jetzt den NV-Controller an den Start gebracht, der aus der Masse herausstechen und ein neues Bedienerlebnis bieten möchte. Was es genau damit auf sich hat, haben wir für euch gecheckt.

            Foto 1 Numark NV

            Numark NV

            Hardware-Check

            Der Numark NV ist ein Vierdeck-Controller, der zur Steuerung von Serato DJ konzipiert ist. Das Gerät wiegt nur etwas mehr als 3 Kilogramm und lässt sich aufgrund seiner kompakten Abmessungen mit einer Breite von circa 55 cm, einer Tiefe von 34 cm und einer Höhe von nur knapp 5 cm nicht nur gut transportieren, sondern auch ohne größere Umbauarbeiten in einem DJ-Booth installieren. Rackeinbaufähig ist der Controller aber nicht. Der Numark NV hat die gleiche klassische Bedienelemente-Aufteilung wie andere Vierdeck-Controller und besitzt zwei Decks, die per Umschaltung doppelt belegt sind und eine mittig verbaute Mixersektion.

            Foto 2 Numark NV drauf

            Unter der Haube befindet sich eine USB-Soundkarte, die zwei separat nutzbare Stereoausgänge beinhaltet und digitale Audiodaten mit 24-Bit verarbeitet. Ein markantes Ausstattungsdetail sind die silberglänzenden, 5-Zoll großen Jog-Wheels, die für Scratch- und Navigationsfunktionen nutzbar sind.

             

            Foto 3 Jog-Wheels

            Direkt unterhalb der Jog-Wheels befinden sich auf jeder Deck-Seite 8 anschlagsdynamische Trigger-Pads. Die Pads sind mehrfarbig beleuchtet und übernehmen die Kontrolle unterschiedlicher Aufgabenbereiche wie beispielsweise das Triggern von Cue-Punkten, Auslösen der Loop-Roll- und Slicer-Funktion sowie der Steuerung des Samplers.

            Foto 4 Trigger-Pads

            Im oberen Bereich der Decks hat Numark den NV mit 4,3-Zoll großen Farbdisplays ausgestattet, die verschiedene Vorgänge des DJings mit Informationen unterstützen. Die vierkanalige Mischpultsektion beherbergt neben den Kanalfadern und dem austauschbaren Crossfader, der gegen einen Battle-tauglichen Innofader getauscht werden kann auch berührungsempfindliche EQ- und Filter-Drehregler.

            Foto 5 Mischpult

            Die Audio- und Kommunikationsanschlüsse des Controllers sind auf dessen Rückseite untergebracht und umfassen einen Masterausgang mit XLR- und Cinch-Buchsen sowie einen Booth-Ausgang und einen USB-Anschluss. Auf der Eingangsseite stehen ein Line- und ein Mikrofoneingang parat, deren Signale alternativ nutzbar sind und unmittelbar in das Ausgangsignal eingespeist werden.

            Foto 6 Rückseite

            Numark NV Rückseite

            Software-Check

            Numark liefert den NV mit der Vollversion der Software Serato DJ aus, die auf Windows- oder Mac-Computern zum Einsatz kommen kann. Serato DJ lässt sich ausschließlich mit speziellen Controllern nutzen und wird mit einem kompletten Controller-Mapping geliefert, das vom Anwender nicht angepasst werden kann. Dieses Vorgehen bietet durchaus einige Vorteile, da der Controller „Out-of-the-box“ einsetzbar ist und die Beschriftungen auf der Hardware auch exakt den Softwaresteuerungen entsprechen. Fortgeschrittene DJs mögen diese Tatsache als Einschränkung sehen, aber das von Numark und Serato gewählte Mapping ist praxisgerecht gewählt, so dass sich mit diesem sehr gut arbeiten lässt. Wer einen zusätzlichen MIDI-Controller verwendet, kann zudem Teile der Software mit selbst gewählten Belegungen versehen. Serato DJ bietet bis zu vier Decks und große Wellenformansichten für Songs mit unterschiedlich wählbaren Anordnungen.

            Foto 7 Wellenform

            Serato DJ

            In der Grundausstattung bietet das Programm zahlreiche gut klingende Effekte von iZotope, wie Delay, Echo, Reverb, Phaser, Distortion und Flanger. Die Effekte lassen sich im Alleingang oder als Dreierpack im Multimodus betreiben und der entsprechend gewünschte Modus auf dem Controller auswählen. Wer zusätzliche Effekte benötigt, kann diese als In-App-Kauf erwerben. Darüber hinaus bietet der Neuseeländische Hersteller eine Tonhöhenkorrektur mit einem besseren Algorithmus und die Videoerweiterung Serato Video an.

            Foto 8 In-App Kauf

            Serato In-App Shop

            Einsatz-Check

            Da der Numark NV das Masterausgangsignal über symmetrische XLR-Buchsen und unsymmetrische Cinch-Buchsen ausgibt, kann er direkt an eine Verstärkeranlage oder einen Submixer angeschlossen werden und in unterschiedlichen mobilen oder stationären Anwendungsbereichen sehr einfach zum Einsatz kommen. DJs, die Serato DJ bereits mit einem anderen Controller gesteuert haben, aber auch Einsteiger, werden mit dem Numark NV sehr schnell zurechtkommen, da er eine aufgeräumte und gut strukturierte Arbeitsoberfläche besitzt. Die verbauten Displays unterstützen die Navigation in der Songsammlung der Software visuell, so dass der Anwender bei diesem Vorgang keinen Blick auf den Computerbildschirm werfen muss. Durch Drehen des Select-Encoders, der sich seitlich neben den Displays befindet, werden Ordner und Playlisten eingeblendet. In der von uns getesteten Version 1.7 wurden allerdings ausschließlich die Trackbezeichnungen, Artistnamen und BPM angezeigt, Tonhöhen, Genre oder andere Songmerkmale sind nicht enthalten.

            Foto 9 Songnavigation

            Numark NV Songnavigation

            Eine weitere kleine Einschränkung äußert sich darin, dass beide Displays die gleiche Navigationsansicht anzeigen. Dies ist aber nicht dem Numark-Controller anzulasten, da dieser auf die Funktionalität der Software zurückgreift, sondern Serato DJ das aktuell nicht in der Lage ist, mehrere Ansichten gleichzeitig einzublenden. Die geladenen Songs lassen sich mit den beleuchteten Transporttasten auch dann gezielt steuern, wenn der DJ-Booth nur schwach ausgeleuchtet ist. Sehr positiv überrascht waren wir auch von der guten Performance der Jog-Wheels. Denn trotz ihrer überschaubaren Dimensionierung lassen sie sich sehr gut zum Scratchen und Anschieben von Songs nutzen, wobei ihre Größe sicherlich nicht die Hardcore-Sctrach-DJs unter euch ansprechen wird. Zur Unterstützung des Mixings sind in den Displays verschiedene Wellenformdarstellungen- und Effektparameter einblendbar.

            Foto 10 Wellenform 1Foto 11 Wellenform 2

            Eine Möglichkeit, die Wellenformen mehrerer Decks auf den Displays des Controllers gleichzeitig anzuzeigen, so wie es in der Software möglich ist, gibt es leider nicht. Der Numark NV bietet als Alternative hierzu ein mehrstufiges LED-Band oberhalb der Kanalzüge in der Mixersektion, mit dem sich Geschwindigkeitsunterschiede optisch ablesen lassen.

            Foto 12 LED-Kette

            Einsteiger oder fortgeschrittene Anwender, die ein komplexes Mixing mit bis zu vier Decks darbieten möchten, können auf die automatische Synchronisationsfunktion zurückgreifen, die bei korrekt sitzenden Beatgrids für einen passgenauen Mix sorgt.

            Kreativ-Check

            Zur Steuerung der Effekte ist der Numark NV in jedem Deck mit vier Drehreglern und Tastern ausgestattet. Diese kontrollieren einzelne Effekte oder Multieffekte und die gewählten Effektparameter werden in den darüber platzierten Displays angezeigt. Wird der im linken Deck untergebrachte TOUCH-FX Button gedrückt, lassen sich die Effekte durch Berühren der Effektdrehregler zur temporären Nutzung aktivieren.

            Foto 13 Effekte Touch

            Im rechten Deck befindet sich eine FILTER-ROLL-Taste. Diese sorgt nach ihrer Aktivierung dafür, dass beim Drehen des Filter-Potis die Tracks gefiltert und in einer Loop-Schleife eingefangen werden. Die acht mehrfarbig beleuchteten Pads jedes Decks können zum Triggern von Hotcue-Punkten und Aktivieren der Loop-Funktion genutzt werden. Wer es gerne etwas spektakulärerer mag, greift zur Loop-Roll- oder Slicer-Funktion, die sich zur Erstellung von Echtzeitremixen eignen. Aktiviert man die Slicer-Funktion, so wird ein Songausschnitt zerteilt und auf die Pads des NV gemappt. Diese Einzelteile lassen sich nach Belieben neu zusammensetzen. Numark spendiert den Käufern des NV eine 4 GB große Samplelibrary des renommierten Labels Toolroom. Leider konnten wir uns diese nicht näher anschauen, da sie zum Testzeitpunkt noch nicht verfügbar war. Grundsätzlich lässt sich der Sampler in Serato DJ mit Inhalten aus unterschiedlichen Quellen füllen und bietet so die Möglichkeit kurze Effektsounds aber auch Loops und Vocals in ein DJ-Set einzubauen. Im Sampler-Modus gibt es zudem die Option die Anschlagsdynamik der Trigger-Pads zu nutzen. Die Pads reagieren in diesem Modus sehr gut und erlauben das live Einspielen von dynamischen Drumpattern.

            Foto 14 Samplermodus

            Zum Lieferumfang des Numark NV gehört auch die neue Flip-Funktion von Serato DJ. Mit dieser lassen sich Cue-Punkt-Trigger und Rückwärtswiedergaben aufnehmen, um Edits von Songs zu erstellen. Teile eines Songs können hiermit wiederholt oder übersprungen oder komplett neue Arranges erstellt werden. Die Flips lassen sich speichern und der entsprechende Funktionsaufruf mit den Parameter-Adjust-Tasten auf dem NV steuern. Spezielle Bedienelemente wie bei dem neuen Pioneer DDJ-SX2 gibt es hier nicht. Da die Dokumentation der Flip-Funktion aktuell noch etwas ausbaufähig ist, heißt es hier: einfach ausprobieren.

            Parameter Adjust = Flip Tasten

            Parameter Adjust = Flip Tasten

            Fazit

            Zusammengefasst können wir sagen, dass uns der Numark NV sehr gut gefallen hat. Er ist kompakt und leicht, bietet eine große Ausstattung an gut reagierenden Bedienelementen und arbeitet ohne Einrichtungsaufwand mit Serato DJ zusammen. Durch die verbauten Displays, die eigentlich das Hauptmerkmal sind, kann der Computer im Wesentlichen aus dem Blickfeld des DJs verschwinden und das Mixen ähnlich wie mit DJ-CD-Playern erfolgen. Die Materialwahl und Ausstattungsliste des NV ist etwas unterhalb des Schlachtschiffs Numark NS 7 II angesetzt, was sich aber auch in dem niedriger aufgerufenen Preis niederschlägt. Der Numark NV eignet sich für eine breite Anwendergruppe von Einsteigern bis professionellen Usern und für mobile oder stationäre Einstätze. Wichtig ist noch zu wissen, dass sein volles Potential nur in Verbindung mit Serato DJ abgerufen werden kann, da andere Applikationen keinen Zugriff auf die Displays des Controllers haben.

            Sieht man von den oben genannten Fakten ab, so liegt die Kernerrungenschaft des Numark NV darin entweder mehr Displayfläche zu erlangen oder als Controller DJ endlich ein Tool gegen das Serato-Face an der Hand zu haben. Ob die zusätzlichen Non-Touch-Displays und die “Nabelschnur” zum Rechner den NV damit aktuell zu einem “Gamechanger” machen, darf man ruhig anzweifeln. Jedoch ist es zumindest ein Wegweiser für zukünftige DJ-Hardware, bei der irgendwann der Laptop überflüssig wird.

            Preis: ca. 699 Euro

            Zur Herstellerseite

            Getestete Softwareversion: Serato DJ 1.7

            PLUS

            + hilfreiche und gute ablesbare Displays

            + gut reagierende Jog-Wheels

            + Trigger-Pads für zahlreiche kreative Funktionen

            + praxisgerechte Dimensionierung und Anschlussausstattung

            MINUS

            –       parallele Wellenformdarstellung nicht verfügbar

             

            Alternativen

             

             

            PIONEER PLX 1000 – Erstkontakt

            Nach 60 Jahren im HiFi-Bereich versucht sich PIONEER an einem DJ-Plattenspieler. Nicht nur das, der PLX-1000 soll Nachfolger des TECHNICS SL-1210* werden. Des Königs, der bekanntlich unlängst verstarb. Weiterlesen

            Test: Pioneer HDJ-2000 DJ-Kopfhörer

            Pioneer wird im DJ-Equipment Bereich oft als einer der Marke genannt, wenn es darum geht Standards etabliert zu haben. Die DJM-Mixer oder auch die CDJ-Player haben viele Jahre die Clublandschaft geprägt und auch die DJ-Controller scheinen in aller Munde zu sein. Grund genug sich mal den Kopfhörern zu widmen und genauer unter die Lupe zu nehmen. Der HDJ-2000 stellt das Topmodell in Pioneers DJ-Kopfhörerserie dar und wird in drei Ausführungen angeboten:

            • HDJ-2000-K > schwarz
            • HDJ-2000-W > weiß
            • HDJ-2000 > silber/schwarz

            Auch wenn der HDJ-2000 bereits schon länger am Markt erhältlich ist, haben wir nachstehend alle wissenswerten Infos über den HDJ-2000 zusammengetragen. Darunter auch ein kleiner Vergleich zum Sennheiser HD-25.

            Pioneer HDJ-2000W

            Pioneer HDJ-2000W

            Features laut Hersteller

            • Typ: Dynamisch, ohrumschließend
            • Treiber: 50 mm
            • Plug3.5 mm 3P mini-plug (gold-plated, threaded type)
            • Kabel: 1.2 m Spiralkabel (erweiterbar auf 3 m)
            • Adapter: 6.3 mm Klinke schraubbar und 3Pin arretierter Stecker (vergoldet)
            • Inkl. Kopfhörertasche
            • Leichtes Magnesium-Design
            • Ohrmuscheln: Kunstleder mit Memoryschaum
            • Gewicht: 290 g
            • Frequenzgang 5 – 30,000 Hz
            • Impedanz 36 Ohm
            • Ausgangsleistung 107 dB/mW

            Beschaffenheit

            Der Bügel des HDJ-2000 besteht zum größten Teil aus Kunststoff. Das Kabel ist zu 100% verdeckt geführt und schaut an keiner Stelle raus. Die Ohrmuscheln sind auf 2 Gelenken gelagert, welche den Kopfhörer an den Kopf anschmiegen. Ein drittes Gelenk dient zum Einklappen des Kopfhörers, um ihn für den Transport besser verstaubar zu machen. Ein zusätzliches Gelenk zum wegklappen einer Kopfhörerseite ist nicht vorhanden. Die Ohrpolster sind aus Kunstleder und mit einem sehr weichen, anschmiegsamen Memoryschaum gefüttert. Ersatzpolster aus z.B. Velour, gibt es nicht im Lieferumfang. An der linken Kopfhörermuschel befindet sich ein Stereo-Mono-Schalter. Gleich daneben ist der 3-polige Kopfhörerkabelanschluss  mit Arretierung. Das mitgelieferte 1,2m lange Spiralkabel lässt sich bis auf 3m strecken und besitzt einen schraubbaren Klinkenadapter. Trotz der 50mm Treiber macht der HDJ-2000 dank des Designs eine schlanke Linie, die sich sehen lassen kann.

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            Die Kabelführung ist komplett verdeckt.

            Tragekomfort

            Mit 290g ist der Pioneer HDJ-2000 zwar kein Leichtgewicht, aber aufgrund des extrem bequem Sitzes auf dem Kopf, nimmt man sein Gewicht kaum wahr. Das ist zum größten Teil der guten Polsterung am Bügel und den Ohrmuscheln zu verdanken. Da die Ohrmuscheln ohrumschließend sind spürt man kaum den Anpressdruck des Bügels. Es gibt dadurch keine Stellen, die wirklich drücken, was ein längeres Tragen sehr komfortabel gestaltet. Die besondere Anschmiegsamkeit der Ohrmuscheln dient auch der guten Schallisolierung. Wer beim Auflegen manchmal ein Ohr frei lässt, wird mit dem Pioneer HDJ-2000 eine weniger praktische Erfahrung machen, denn dem Kopfhörer fehlt ein zusätzliches Gelenk, welches das Wegklappen einer Seite ermöglichen könnte. Wer auf diese Weise auflegt kann beim HDJ-2000 trotzdem die Ohrmuschel hinter das Ohr schieben, jedoch geht das auf Kosten der Sitzfestigkeit, weil der Bügel diese Kopfhörerposition nur durch Verwindung ermöglicht. DJs, die aber lieber den Cue-Mix-Regler nutzen und dabei den Kopfhörer komplett aufsetzen, sind von dieser kleinen Schwäche verschont.

            Perfekte

            Perfekte Anspassung an das Ohr

            Sound

            Das Klangbild des HDJ-2000 würde ich im Bezug auf das Auflegen noch als ausgewogen bezeichnen. Es gibt eine leichte Anhebung vom Bassbereich bis in den Anfangsbereich der unteren Mitten. Man hat dadurch den Eindruck, dass der Bass in einem satten Verhältnis präsent ist. In den oberen Mitten und den Höhen gibt es wiederum Absenkungen, die vor allem schmerzende Frequenzen von High-Hats und Snarespitzen unterdrücken. Gerade bei hohen Pegeln ist das eine sehr gehörschonende Erfahrung, die dem Ganzen zwar ein wenig die Räumlichkeit nimmt, aber die wesentlichen Elemente fürs Mixing darstellt. Mit 107dB gelangt der Pioneer HDJ-2000 gerade so an die Untergrenze der Ausgangsleistung für einen DJ-Kopfhörer. Er kompensiert dies zwar gut durch die Schallisolierung, jedoch ist es keine Schwierigkeit den Kopfhörer zum Übersteuern zu bekommen. Ein Quäntchen mehr Luft nach oben hätte dem HDJ-2000 nicht geschadet, gerade in Anbetracht des Anschaffungspreises von 269.- Euro. Denn da gibt es von der Konkurrenz durchaus mehr Leistung. Die Ausgangsleistung des HDJ-2000 ist aber dennoch hoch genug, um sich einen Hörschaden zu gönnen. In der DJ-Kanzel kann man damit unter Normalbedingungen gut arbeiten.

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            HDJ-2000 Stereo-Mono-Schalter

            Im Vergleich zum Sennheiser HD-25

            Es ist natürlich ein wenig Apfel mit Birnen verglichen, wenn man den HDJ-2000 dem Sennheiser HD-25 gegenüber stellt. Da Treibergröße, Ohrmuschelposition und Design bei den beiden Kopfhörern völlig auseinander driften, nehme ich nur Bezug auf den Sound.

            Die Bässe des HDJ-2000 sind im Vergleich wesentlich ausgeprägter als beim HD-25. Sie wirken aber auch weniger definiert. Wenn man die beiden Kopfhörer in kurzen Wechselphasen aufzieht, wird man den Eindruck gewinnen, dass der HDJ-2000 anfangs dumpfer klingt. Dies betrifft nicht nur den Bass, sondern auch die Mitten und die Höhen. Das ist aber erstmal völlig normal, da der HD-25 eigentlich für den Broadcastbereich konzipiert war und ab den Mitten aufwärts mehr durchlässt, um vor allem Sprache deutlich wieder zu geben. Hört man den HDJ-2000 ohne direkten HD-25 Vergleich, so empfindet man den Verlauf der Frequenzbänder als durchaus angenehm. Vor allem Spitzen im oberen Mittenbereich sind dadurch weniger schmerzhaft.

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            Extrem hoher Tragekomfort auf dem Kopf

            Alltagstauglichkeit

            Es ist nicht selten, wenn man als DJ auf Reisen ist und die Zeit mit Musikhören verbringt. Hier punktet der HDJ-2000 vor allem durch seinen extrem bequemen Sitz auf dem Kopf. Dadurch ist längeres Tragen ohne Druckstellen problemlos machbar. Zusätzlich trägt das durchdachte, schlanke Design dazu bei, nicht zu dick aufzutragen, wie man es oft von Lifestyle Kopfhörern mit einem “b” darauf kennt.  Der Klang ist ebenfalls für längeres Musikhören geeignet. Hörbücher sollte man damit aber nicht konsumieren. Gerade wenn man unterwegs ist, kommt es hin und wieder vor, Musik von einem Smartphone abzuspielen. Hierfür gibt es leider keine Extras, wie z.B. ein dünneres Austauschkabel mit einer Fernbedieung. Für Studioarbeiten ist der HDJ-2000 definitiv nicht geeignet, da er mit Sicherheit dazu verleiten wird den Bass falsch einzuschätzen und darüber hinaus, trotz 50mm Treiber, nur wenig Transparenz bietet, auch wenn Pioneer dieses auf der Homepage etwas anders deklariert. Aber als Erinnerung: Wir sprechen hier ja von einem DJ-Kopfhörer!

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            Eingeklappt mit abnehmbarem Kabel

            Fazit

            Der Pioneer HDJ-2000 ist definitiv ein DJ-Kopfhörer, den man ausprobieren sollte. Er besticht vor allem durch seinen extrem guten Tragekomfort, das elegante und ansprechende Design und bietet ein Klangbild, das alle wichtigen Details fürs Mixing von elektronischer Musik wiedergibt. Die Verarbeitung lässt kaum Zweifel aufkommen, dass der Kopfhörer für den DJ-Alltag gerüstet ist, auch wenn man an vielen Ecken vorwiegend Kunststoff vorfindet. Ob man ein zusätzliches Ohrmuschelgelenk fürs Mixing braucht, ist Geschmacksache. Leichte Abstriche bekommt der HDJ-2000 bei der Ausgangsleistung, bei der man sicht wünscht ein wenig mehr Spielraum nach oben zu haben, falls man mal in Extremsituationen geriet.

            Plus

            + Sehr hoher Tragekomfort.

            + Guter Klang auch für Unterwegs.

            +- Kein zusätzliche Gelenk um eine Seite hinter das Ohr zu klappen.

            Minus

            – nichts auszusetzen.

            Preis: 269.- Euro

            Zur Herstellerseite

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