NOVATION DICER – SSL Controller

Novation Dicer Drei Farben für ein Halleluja. Und zweimal fünf Buttons in drei Ebenen. Macht sechzig mögliche Belegplätze für MIDI-Funktionen.
Der Dicer im Test.




Novation kündigt den Dicer als speziell für Serato Scratch Live optimierten Controller an. „Official Serato Accessory“ liest man auch auf der Verpackung, die im übrigen recht ansehnlich daher kommt.
Novation Dicer
Als Inhalt finden sich zwei Dicer, nebst nötiger Verbindungskabel, eine Kurzanleitung und „DJ Putty“, ein Streifen der so aussieht wie ich mir Plastiksprengstoff vorstelle, welcher aber letztlich nur zur Befestigung des Dicer dient.
Novation Dicer
Der Dicer ist aus Kunststoff und wiegt nur wenige Gramm.  Einer der beiden Dicer wird via speziellem (!)  Mini-USB mit dem Rechner verbunden. Damit wird dann immer das linke Deck in SSL angefahren. Von diesem Dicer geht es per Miniklinkenkabel zu Dicer zwei, welcher dann das rechte Deck steuert. Beim Start von SSL werden (ab Version 2.1 – aktuell die Beta) beide Dicer sofort erkannt und vorgemappte Funktionen sind zugeordnet. Pro Dicer gibt es fünf Buttons von der Größe eines 20 Cent Stücks, die in drei Ebenen und farblich unterschiedlich für Cue-Punkte (rot), Loop Roll (grün) und Auto Loop (orange) genutzt werden können. Ein Umschalten zwischen den Modi geschieht über drei kleine, mit Icons versehene, Buttons. Überhaupt verzichtet Novation beim Dicer auf Beschriftung und Zahlen, hier wird mit Icons und Punkten gearbeitet, so dass man, egal wie der Würfel fällt, immer sieht was geht.  Ausserdem lassen sich noch  zwei Usermodes belegen. Hierbei arbeiten die Loop Roll und die Auto Loop Taste als Shift. Wenn man also einen der fünf großen Buttons bei gleichzeitig gedrückter Loop Taste betätigt, läßt sich eine weiterere Funktion zuordnen. Auf optische Rückmeldung muss man bei diesen, bis zu zwanzig zusätzlichen, Befehlen allerdings verzichten.

Wer sich mit den mitgelieferten Mappings nicht anfreunden will, kann den Dicer auch komplett selbst belegen. Ebenso funktioniert der Dicer auch mit anderer MIDI-fähiger Software a la Traktor oder Ableton. Fertige Presets stehen auf der  Novationseite zum Download bereit.
Novation Dicer
Interessant ist die Idee der Anbringung des Dicer. Im Lieferumfang kommen zwei Teile mit, welche sich am Dicer anschrauben und nachher, mit diesem, in der Singeladapterhalterung eines Technics versenken lassen. Soweit sogut, vor allem für jene, welche ihr Setup in Battleposition betreiben. Für einen schnöden Horizontalaufsteller wie mich ist der Abstand zum, in der Adaptervertiefung verankertem Dicer, der weiteste anzunehmende.

Natürlich kann der Dicer auch an glatten Flächen, zB direkt auf dem Laptop oder an anderer Stelle auf dem Plattenspieler oder CD Player angebracht werden. Um den Dicer da zu sichern, kommt der wiederverwendbare „DJ Putty“ zum Einsatz.
Novation Dicer
Fazit, nach kurzer Testzeit: Kompakter, zweigeteilter Controller, dafür Pluspunkt. Handling ist schnell zu erfassen, die optische Rückmeldung in den drei Hauptebenen ist tadelos, die Druckempfindlichkeit der Buttons lässt sich gut an. Dass bei den Bedienelementen nur auf Buttons gesetzt wurde ist mir etwas schleierhaft. Effekte sind seit 2.0 fester Bestandteil von SSL, mit 2.1 kommen da noch etliche Verbesserungen. Und diese Effekte wollen (zumindest von mir) gesteuert werden – ohne einen weiteren Controller zu nutzen. Da steht man mit dem Dicer, mit dem man nur ein- und ausschalten kann, schnell auf dem Schlauch und das ist schade.
Letztlich ein Tool, wie gemacht für den Teil der auch DVS User, die Plattenspieler gern hochkant stellen und für die Cueknopfdrücken mehr zählt als Effektdrehen. Mit der Möglichkeit Effekte zu steuern würde ich dem Dicer deutlich mehr Chancen geben. So bleibe ich wohl einstweilen bei meinem nanokontrol.

Das Paar Dicer kostet 99 Euro und ist im  Salection Shop erhältlich.


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