Rekordbox 5.0 – Was ist neu?

Was einst als reine Musikverwaltungssoftware für die Pioneer-CDJs galt, ist mittlerweile zur eigenständigen DJ-Software gewachsen, die in Sachen Features mit den Platzhirschen Serato DJ und Traktor Pro mithalten kann. Vor allem aber verbindet Rekordbox DJ die verschiedenen Hardware Angebote von Pioneer so miteinander, dass man als User relativ unkompliziert zwischen DVS, Mediaplayer und Controller wechseln kann. Mit der Rekordbox Version 5.0 gibt es Veränderungen, die wir auch im Bezug auf die Vorgängerversion im Nachstehenden erläutern möchten:

Neue Koretech Engine

Die neue Software-Engine wirbt mit verbessertem Ansprechverhalten und mehr Stabilität. Damit sollen Lade- und Analysezeiten verkürzt und Steuerbefehle präziser umgesetzt werden.

„Fremde“ Speichermedien akzeptiert

Es ist nun möglich auch Speichermedien zu nutzen, die nicht mit dem eigenen Rechner bespielt wurden. So können z.B. zwei DJs mit nur einem Rechner auskommen, indem z.B. vom zweiten DJ lediglich ein weiterer USB-Stick angeschlossen wird.

Neue designte Oberfläche

Rekordbox 5 hat sich im Vergleich zur Version 4 vor allem optisch verändert. Der dunkle Look ist geblieben, ja man kann sogar behaupten, dass es noch dunkler geworden ist. Aufgeräumter wirkt es dadurch leider nicht. Lediglich die Decks sind auf den ersten Blick etwas heraus gelöst, wohin gegen der Rest weiterhin im Schwarzen versinkt und kaum eine optische Trennung zulässt. Primärfunktionen wie die Transporttasten in den Decks sind ebenfalls optisch in den Hintergrund getreten. Sofern man mit zusätzlicher Steuer-Hardware spielt ist das aber vertretbar.

Rekordbox 5 vs Rekordbox 4

 

Rekordbox DJ 5 weißt im Performance Modus einige Erweiterungen und Verbesserungen auf:

Neue Beatgrid Sektion

Die Beatgrids können nun auch im Performance-Modus im jeweiligen Deck bearbeitet werden. Das erspart lästiges Wechseln in den Exportmodus und man kann so auch während des Auflegens kleinere Korrekturen vornehmen.

Key Sync

Das automatische Angleichen der Tonhöhe war bis vor kurzem nur Serato DJ Usern vorbehalten. Jetzt geht das auch in Rekordbox DJ 5, wobei die Tracks natürlich vorher analysiert sein müssen.

Mehr Hotcues

Statt acht gibt es nun 16 Hot-Cues, die sowohl einzeln benannt werden können und im direkten Zugriff stehen.

Autoloop Länge

Was bisher in Version 4 oder auch anderen DJ-Softwares auf 32 Beats beschränkt war, ist nun in Rekordbox 5 auf eine maximale Autolooplänge von 512 Beats gewachsen. Das ermöglicht es vor allem auch mal längere Passage zu loopen ohne manuelle Vorarbeit leisten zu müssen.

Performance Pads

Die Performance Pads sind im Vergleich zur Version 4 nun optisch schlanker geworden, um GUI-Platz zu sparen. In einem Flipmenü sind jedoch weitere Performance-Modi dazu gekommen. So ist z.B. auch die Key-Shift Funktion dort untergebracht, mit der sich nun mehrere Semitonschritte auf Pads legen lassen – ein Feature, dass vor allem Fingerdrummer interessieren dürfte.

Track Matching

Mit Track Matching lassen sich Titel markieren, die gut zu einander passen. Im Related Tracks Browser kann man sich so relativ schnell eigene Mixvorschläge anlegen.

Capture

Mit dieser Funktion lassen sich sehr einfach Loops oder Slices aus geladenen Tracks in den Sampler per Drag & Drop schieben. Wer gerne mit quantisierten Passagen seine Sets ausfüllt, dürfte sich jetzt freuen, das man das Sampleschneiden nicht mehr mit einer zusätzlichen Software erledigen muss.

Fazit

Wer Rekordbox bisher nur zum Datenschieben genutzt hat dürfte auch mit der 4er Version noch glücklich bleiben. Was die Analysezeit betrifft, so ist Rekordbox 4 sogar einen Ticken schneller. Woran das liegen mag, weiß ich nicht. Vermutlich werden im Hintergrund nun mehr Parameter gelesen. Optisch ist Rekordbox 5, meiner Meinung nach, noch verbesserungsdürftig. Hier wäre eine deutlichere Trennung der einzelnen Bereiche wünschenswert.

Wer allerdings mit aktueller Pioneer Hardware arbeitet und Rekordbox als DJ-Software nutzt, der wird kaum um das Update herum kommen. Die Neuerungen, vor allem im Deckbereich, erleichtern sowohl das Arbeiten mit Standardfunktionen, als auch mit Performance-Spielereien. Im Bereich MIDI-Mapping hält sich Rekordbox DJ nach wie vor beschränkt (Jogwheel-Mapping nicht möglich), um wahrscheinlich die hauseigene Hardware nicht in Bedrängnis zu bringen. Insgesamt ist Rekordbox in der Version 5 nun am Puls der Zeit angekommen, so dass Traktor Pro oder auch Serato DJ eher nur noch mit ihrem Ruf die Nase vorn haben.

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