Ableton 10 offiziell angekündigt!

Ableton hat soeben in einer Pressmitteilung die lange ersehnte 10. Version der beliebten DAW vorgestellt. Obwohl größere Updates wie 9.5 teilweise große Neuerungen, wie unter anderem den Push 2 Controller mitbrachten, mussten Ableton-User vier Jahre lang auf die nächste Epoche der Berliner Software warten. Nun ist sie hier, sieht spannend aus, und das wird sie können:

 

Neuerungen

Ableton 10 kommt mit einem neuen Instrument und drei zusätzlichen Effekten:

Wavetable“: Dieser virtuelle Synthesizer ergänzt die bisherigen Klangerzeuger um die bereits im Titel anklingende Möglichkeit zur Wavetable-Synthese. Mit ihr werden vor allem bestehende Sounds neu geformt und gemorphed, die Hersteller versprechen dabei auch einen für Einsteiger leichten Zugang und eine intuitive Oberfläche die zum Experimentieren einladen soll.

 

Neuer Synthesizer: Wavetable

 

 

Diese drei neuen Effekte reihen sich in Ableton’s bisherigen FX-Fuhrpark ein:

Echo“: Ein Delay-Effekt der von digitalen und analogen Klassikern inspiriert wurde und über Modulations-Möglichkeiten, Hall, variablen Feedback und eine Visualisierung verfügt.

Pedal“: Ein Overdrive-, Distortion- und Fuzz-Effekt, der analogen Klassikern nachempfunden wurde und sich für alle Arten von Signalen in flexiblen Härte-Stufen einsetzen lässt.

Drum Bus“: Ein eigens für Beats und Drums geschaffener Effekt, der Distortion, Komprimierung und Transientenformung und mehr bietet.

 

 

Weitere Funktionen und Verbesserungen

Capture“: Andere DAWs haben diese Funktion schon länger, nun kann auch Ableton sich an Ideen, die nicht per Record-Funktion “offiziell” festgehalten wurden, erinnern. Praktisch, um beim Jammen flüchtige Ansätze einzufangen. Das Feature funktioniert auch als Overdub mit bereits gefüllten MIDI-Clips.

MIDI-Clips: Sehr vielversprechend klingt auch die Möglichkeit, sich die MIDI-Noten aus unterschiedlichen Spuren in einem gemeinsamen Fenster anzeigen zu lassen. Dadurch können bspw. Percussion-Sounds visuell leicht nachvollziehbar genau dann platziert werden, wenn im Drum-Pattern sich Lücken auftun.

Kleinere Verbesserungen gegenüber der Vorgänger-Version 9:

  • Library selbst bearbeiten (Ordner erstellen und benennen und Farbmarkierungen hinzufügen, bspw. für “Lieblings-Drums”)
  • Note-Chasing (Noten werden wiedergegeben, selbst wenn der Marker sie nicht am Anfang trifft)
  • Ein- und Ausgänge benennen
  • Gruppen in Gruppen (Endlich!)
  • Verbesserte Darstellung (neue Themes, optimierte Schärfe, neue Farben)

 

Verbesserungen für Push

  • Push 2 kann nun gleichzeitig eine Step-Sequencer- und Noten-Sicht anzeigen lassen
  • Visualisierungen für die neuen Instrumente und Effekte, graphische Darstellung von Parametern
  • MIDI-Pattern können per Push 2 betrachtet werden, einzelne Noten über die Ansicht in Velocity, Position und Länge bearbeitet werden

 

Neue Soundlibrary

Ableton spendiert sechs neue Kollektionen mit vorgefertigen Instrumenten und Effekten: “Build and Drop“, “Glitch and Wash“, “Drive and Glow“, “Punch and Tilt“, “Skitter and Step” und “Chop and Swing

Hinzu kommen noch vier neue Instrumenten-Packs: “Drum Essentials” (klassische elektronische Drums), “Synth Essentials” (neue Presets und Multisamples die den Klassikern nachempfunden wurden), “Drum Booth” (akustische Drum-Sounds) und “Electric Keyboard” (Multisamples von klassischen Organs und E-Pianos)

 

Neuerungen für Max for Live

Max for Live wurde optisch und in Hinblick auf Performance mehr in Ableton integriert, es soll sich nun nicht mehr wie ein Live-fremdes Tool anfühlen. Auch können Max-for-Live-Devices jetzt via SysEx mit externer Hardware für Preset-Speicherung, Parameter-Zugriff und mehr direkt kommunizieren

 

Verfügbarkeit

Ableton Live 10 wird ab dem ersten Quartal 2018 für 79€ (Intro), 349€ (Standard) und 599€ (Suite) erhältlich sein. Das Upgrade von Version 9 wird dabei günstiger sein.

Weitere Informationen auf der Ableton-Website.

 

 

 

 

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