Für den Einstieg ins DJing muss man nicht gleich tief in die Tasche greifen und sich hochpreisiges Profi-Equipment zulegen. Dank der Digitalisierung kann man schon mit einem einfachen DJ-Controller die Basics des Auflegens erlernen und dabei die Kosten für den Anfang noch gering halten. Wir haben uns fünf der besten DJ-Controller am Markt heraus gepickt, welche sich für den Einstieg ins digitale Auflegen und als einfaches Setup bspw. für das Aufnehmen von DJ-Podcasts zuhause eignen.

Numark Mixtrack Pro 3

Der Mixtrack Pro bewährt sich nun schon in der dritten Generation in der Kategorie Einsteiger-Controller. Als 2-Kanal Controller mit integrierter Soundkarte besticht der Numark Mixtrack Pro 3 durch eine große Arbeitsfläche bei der die Bedienelemente nicht zu eng bei einander liegen. Neben Master- und Kopfhörerausgang besitzt die interne Soundkarte auch einen Mikrofoneingang. Besonders hervorzuheben sind die großen Jogwheels, die sehr präzise mit der mitgelieferten Software Serato DJ Intro (Oder jetzt auch Serato Lite) arbeiten. Lange Pitchfader, einen Dreiband Equalizer pro Kanal mit jeweils bipolarem Filter runden das Einstiegspaket ab. Für Spielereien mit Cue-Punkten und Effekte hat der Mixtrack Pro 3 ebenfalls noch genügend Bedienelemente übrig, so dass man bei einem Preis von ca. 220.- Euro von einem sehr guten Preisleistungsverhältnis reden kann.

Preis: ca. 220.- Euro
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Gemini Slate 2

Gemini Slate DJ Controller

Der Gemini Slate ist ein 2-Deck Controller in einer sehr kompakten Bauweise. Er ist leicht und lässt sich gut in einem Rucksack verstauen. Das macht ihn besonders attraktiv für den mobilen Einsatz auf  z.B. kleinen Parties. Er besitzt ausreichende Steuermöglichkeiten für Cue-Punkte, Loops und Effekte. Darüber hinaus bieten die großen, flachen Jogwheels eine gute Track-Kontrolle. Die gummierten Tasten haben einen angenehmen Druckpunkt und lassen sich gut erreichen. Durch seine kompakte Bauweise befinden sich die Anschlüsse der Soundkarte auf der linken Seite. Der Gemini Slate ist zwar schon ein paar Jahre auf dem Markt, jedoch verfügt er über alle relevanten Features fürs digitale Auflegen und wird mit der Software Serato DJ Intro ausgeliefert. Aufgrund seiner geringen Maße sind die Pitchfader leider etwas klein ausgefallen und es gibt keine Volume-LED-Ketten. Wer im digitalen Zeitalter jedoch mit Autosync arbeitet wird diese Beschneidung nicht bemerken.

Preis: ca. 250.- Euro
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Pioneer DDJ-SB3 & RB

Pioneer DJ DDJ-SB3 DJ Controller

Pioneers SB- und RB-Serie gehören zu den populärsten DJ-Controllern im Einsteigersegment. Der DDJ-SB3 ist dabei auf die Software Serato DJ Lite und der DDJ-RB auf Pioneers Rekordbox DJ-Software ausgelegt. Der DDJ-SB3 ist unverkennbar an das Design der großen Pioneer DJ-Controller angelehnt und gehört zu den 2+2 Kanal-Controllern, bei denen man per Umschalttaste bis zu 4 Decks steuern kann. Die Decks sind asymmetrisch angelegt, was man an der Platzierung der Transportasten und des Pitchfaders erkennt. Der DDJ-SB3 verfügt über dezidierte Pads für  Seratos Performance-Modi, die man sonst eher in den höheren Controller-Klassen findet. Dazu gehört auch das neue Scratch-Pad-Feature in Serato, mit dem man live gespielte Stellen im Track mit Hilfe der Pads durch Auto-Scratches schicken kann. Zu den Anschlüssen auf der Kopfseite zählt auch ein Mikrofoneingang mit Lautstärkeregler. Die großen Jogwheels arbeiten recht präzise mit Serato DJ Lite zusammen und vermitteln somit ein direktes Ansprechverhalten. Wer sich mit dem DDJ-RB für die Rekordbox-Software entscheidet bereitet seine Musiksammlung auch gleichzeitig dafür vor mit jeglichen aktuellen Pioneer Mediaplayern kompatibel zu sein.

Testbericht

 

Preis: ca. 260.- Euro
Produktseite DDJ-SB3
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Reloop Beatmix 2 MK2

Reloop Beatmix2 MK2 DJ Controller

Reloops Neuauflage des Beatmix 2 stellt den DJ-Controller mit den größten Jogwheels in der Einsteigerklasse dar. Und dabei ist der Beatmix 2 MK2 gerade mal 49cm breit und wiegt nur 2,5Kg. Mit den 16 Multicolor Pads lassen sich Loops, Samples und Cue-Punkte ansteuern. Eine Besonderheit des Beatmix 2 MK2 ist der dritte Fader in der  Mixersektion mit dem die Samplerlautstärke in der mitgelieferten Software Serato DJ Lite angesteuert wird. Damit zeigt der 2-Kanaler, dass er über das 2-Deck Mixing hinaus Möglichkeiten bietet den Mix mit Sample-Einspielungen aufzuwerten. Die interne Soundkarte ist so angelegt, dass Kopfhörer- und Mikrofonanschluss auf der Frontseite liegen, wobei hier der Kopfhörerausgang sowohl mit Mini- als auch großer Klinke genutzt werden kann. Damit sind die Anschlüsse in unmittelbarer Nähe zum DJ und man kann sich auch mal erlauben den Kopfhöreradapter zu vergessen. Mit dem Reloop Beat Mix 2 MK2 bekommt man insgesamt einen 2-Kanal Controller mit leichtgängigem Crossfader, der durch seine großen Jogwheels eine gut dosierbare Track-Kontrolle bietet und einen Hauch ins Remixing via Samples andeutet.

Preis: ca. 230.- Euro
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Roland DJ-202

Roland DJ-202 DJ Controller

Der Roland DJ-202 ist optisch wie der Pioneer DDJ-SB3 aufgebaut, birgt jedoch einige Funktionen, die mehr in Richtung Live-Performance zielen. Neben den Standard-Mixer-Funktionen eines 2+2 Deck Serato-Controllers, bietet Roland mit dem DJ-202 einen ersten Einblick in die Samples der bekannten TR-808 und TR-909 Drum-Maschinen. So können sich Einsteiger DJs neben dem Mixing mit Hilfe der vorgefertigten internen Soundkits auch ans Kreieren eigener Beats wagen. Dies geschieht über die Stepsequenzer-Funktion, welche über die Pads am Controller angesteuert werden kann. Mit der rückseitigen MIDI-Buchse lassen sich weitere MIDI-Geräte wie z.B. Synthesizer per MIDI-Clock synchronisieren. Das macht den DJ-202 somit auch für Live-Acts interessant, die ein kleines DJ-Set als Zugabe im Programm haben möchten. Einziger Wehrmutstropfen des DJ-202 ist die fehlende Editionsmöglichkeit der internen Sounds. Seit Anfang 2018 wurden aber neue Sounds der TR-606 und TR-707 über ein Firmware-Update hinzugefügt, was den Spielspaß nochmals erhöhen sollte. Insgesamt bekommt man mit dem Roland DJ-202 einen soliden Einsteiger-Controller mit vielen Funktionen, die auf Serato DJ Lite ausgelegt sind. Die Jogwheels sprechen sehr direkt an und oben drauf bekommt man noch ein Stück aus der Roland Retro-Soundwelt dazu gepackt.

Testbericht

 

Preis: ca. 250.- Euro
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