Dark Controller: Boutique-Controller aus Teilen von Technics und Pioneer

Dark Controller: Boutique-Controller aus Teilen von Technics und Pioneer

News 4. Oktober 2019

Dark Fader und Dark Wheel sind zwei Controller, die auf der selbst entwickelten Platine "Dark Board" basieren. Als Bauteile wurden Komponenten aus dem Technics SL 1200 und der Pioneer NXS-Serie entnommen.

Wer mit Laptop und DJ-Apps auflegt, kommt um einen passenden Controller nicht herum. Das Angebot ist groß. Manchmal ist aber trotzdem nicht das Richtige dabei oder entspricht nicht den eigenen Vorstellungen. Die Freunde Kalo, DJ Thomas und DJ Hetto haben vielleicht ähnlich empfunden und kamen so auf die Idee, eigene Hardware zu entwerfen. Als Fans der Apps DJ-Player Pro und Traktor DJ für iOS, ging es dabei speziell um Tools, die mit dem iPad aber auch Windows-PCs und Macs harmonieren.

Der erste Schritt bestand in der Entwicklung eines eigenen Controller-Boards. Das PCP Dark Board wurde so geboren. Das auf Teensy basierende Board funktioniert universell mit den verschiedensten Controller-Komponenten und bietet dafür sämtliche notwendigen Anschlüsse. Das Board eignet sich für auch für das Aufspielen unterschiedlicher Firmware, die teilweise für den Betrieb notwendig ist.

Auf Basis dieses Boards können andere Entwickler nun eigene Kreationen erschaffen. Die Macher selbst benutzen das Dark Board als Grundlage für den Dark Fader und das Dark Wheel. Bevor es an die Arbeit ging, musste noch ein passendes Chassis gefunden werden. In diesem Fall bestehen die Gehäuse aus Metall, die Dimensionen legen viel Wert auf Flexibilität und Tragbarkeit.

Dark Fader

Der Dark Fader macht aus dem Pitchfader des Technics SL 1200 nun einen MIDI-Controller. Als Fans des taktilen Feelings dieser Pitch-Steuerung lag diese Wahl auf der Hand. Aber in dem Dark Fader sitzt nicht nur dieses Element, denn vier weitere Knöpfe begleiten diesen. Zwei Metall-Buttons erledigen das Pitch-Bending, ein weiterer schaltet zwischen den Decks hin und her, der vierte dient als Shift-Button. Der Fader selbst wird mit 14 Bit Auflösung abgetastet und ist die "klicklose" Version aus den Modellen MK3 bis MK5. Zwei zweifarbige LEDs dienen außerdem der Anzeige des aktiven MIDI-Kanals und der Nullposition des Faders.

Dark Wheel

Während der Dark Fader bereits existiert und auch bestellt werden kann, ist das Dark Wheel noch in Arbeit. Bis zum Ende des Jahres soll aber auch dieser Controller erhältlich sein. Wer eher mit dem Sync-Button und bis zu vier Decks gleichzeitig arbeitet, sollte sich diesen Kandidaten mal genauer anschauen. Vom Aufbau ist dieses Modell wesentlich komplexer als der Fader. Zwei Encoder, Buttons für Hotcues, die von Pioneer stammenden Tasten für Play und Cue, sowie ein kleines Jogwheel - das alles ist in einem kleinen Metallgehäuse untergebracht. Da für das Jogwheel keine bestehende Komponente gefunden wurde, die den Qualitätsansprüchen der Entwickler genügt, haben diese kurzerhand ein eigenes Design umgesetzt.

Preise

Wie das immer bei limitierter Boutique-Hardware, ist der Preis natürlich auch höher als bei der üblichen Massenware. Ganz konkret: Der Dark Fader kostet augenblicklich 330 Euro, das Dark Wheel wird nach Aussagen der Entwickler noch teurer ausfallen. Als Alternative für Hobby-Bastler bietet sich natürlich das auf der Website gut dokumentierte Dark Board an. Auf dieser Grundlage können dann auch eigene Kreationen gebaut werden. Das Board selbst liegt bei 49 Euro, auch das Chassis kann beim Hersteller gekauft werden.

Weitere Infos findet ihr auf der Website

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Geschrieben von:
Redaktion

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