Bevor DJs einen Gig spielen, verbringen sie einen Großteil ihrer Zeit mit den Vorbereitungen. Neben der Suche nach neuer Musik, dem Vorbereiten der Titel und dem Erstellen von Playlisten gibt es aber noch weitere Dinge, die DJs zu ihrer Gigvorbereitung zählen. Neben der eigentlichen Hardware zum Auflegen (die meistens eh schon im Club vorhanden ist) gibt es einige Utensilien, mit denen sich im Ernstfall peinliche Situationen vermeiden oder auch überbrücken lassen. Auch das Risiko eines Ausfalls lässt sich mit dem richtigen Tool minimieren.

Licht

DJ-Kanzeln sind meist schlecht ausgeleuchtet. Es ist immer praktisch eine kleine Taschenlampe mitzuführen, falls etwas verkabelt oder schlichtweg im Dunkeln etwas gefunden werden soll. Praktischer als das Handy sind dabei kleine Lampen, die schnell mal eben zwischen die Zähne geklemmt werden können, um beide Hände frei zu haben.

Adapter

Immer wichtig: Kopfhörerklinken. Sofern man Vorort noch eigene Geräte an einen Club- oder Hauptmixer anschließen möchte, sind oft zusätzliche Kabeladapter nötig. Nicht immer kann man mit den Kabeln, die zu Hause funktionieren auch am Veranstaltungsort arbeiten.

Kabel

Auch Kabel können mit der Zeit den Geist aufgeben. Durch einen Kabelbruch können entweder Störgeräusche in den Signalweg gelangen oder gar komplett den Signal- oder Datenfluss kappen. Es ist daher ratsam von den wichtigsten Verbindungen immer ein Ersatzkabel dabei zu haben. Mit einem Y-Kabel von Cinch auf Stereo-Miniklinke kann in den meisten Fällen bei einem Ausfall auch das Smartphone als Backup genutzt werden.

Nadeln

Auch wenn Vorort Tonabnehmer vorhanden sind: Sobald man mit Platten auflegt trotzdem immer einen eigenen Satz Nadeln mitführen. Man weiß nie, in welchem Zustand sich die Nadeln befinden und ob sie sich für die eigenen Anforderungen eignen.

Feinmechanik-Schraubendreher

Es ist immer ganz gut ein kleines Schraubendreherset dabei zu haben, falls mal irgendwo eine Schraube locker ist. Wenn man mit Headshellsystemen auflegt, kann es vorkommen, dass dieses mal nachjustiert werden muss. Des Weiteren kann die Tonarmaufhängung von Plattenspielern manchmal etwas Spiel aufweisen. Damit wird der Tonarm in lauten Umgebungen anfällig für Vibrationen. Mit einem Feinmechanik-Schraubendreher lassen sich die Madenschrauben an der Tonarmaufhängung relativ schnell einstellen, so dass das Risko einer Rückkopplung verringert wird.

Platte/Plattenbürste

Wer mit einem DVS auflegt, muss die Timecodeplatten normalerweise nicht vom Teller nehmen. Durch das häufige Abspielen kann sich gerade dieses Medium schneller abnutzen. Deswegen immer eine Reserveplatte einpacken. Es könnte ja auch mal ein Getränk drüber laufen und der Tonarm schlittert ungünstig über die Platte und haut einen fetten Kratzer rein. Zusätzlich ist eine Plattenbürste nützlich, wenn sich Staub oder anderer Dreck in die Rillen setzt.

Sticker

Jeder Vinyl-DJ hat in seiner Laufbahn schon mal mit zu großen Lochbohrungen im Vinyl zu tun gehabt. Die Folge beim Cuing oder Scratchen ist, dass die Platte leichtes Spiel bekommt und Nadelsprünge die Folge sein können. Ein relativ einfaches Mittel, um Bohrungen etwas enger zu bekommen, sind Sticker. Je nach Ausmaß klebt man einen oder mehrere Sticker auf die weniger gespielte Label-Seite und ritzt ihn an der Bohrung mit einem Stift oder andere Spitzen Gegenstand an. Dann legt man die Platte wieder auf den Plattenteller und drückt sie so auf die Achse, dass die Stickerreste sich zwischen Achse und Vinyl festsetzen.

USB-Stick/Mix CD

Wer nicht sowieso schon von USB-Sticks spielt, sollte sich zumindest Gedanken über ein Backup machen, falls der Sound plötzlich ausfällt. Eine Mix-CD oder ein bespielter USB-Stick kann genauso gut wie das eigene Smartphone als Notfalllösung dienen, wenn nichts anderes mehr funktioniert.

Laptopständer

Jeder, der mit eigener Hardware zum Gig anreist sollte sich vergewissern, wie die Platzverhältnisse vor Ort aussehen. Wenn sich das nicht ermitteln lässt, so ist zumindest beim Auflegen mit Rechner ein guter Laptopständer die Lösung, wenn in der DJ-Kanzel mal wieder Platzmangel herrscht. Ein Laptopständer ermöglicht nicht nur ein flexibleres Aufstellen des Rechners, sondern schützt eventuell vor umfallenden Getränken und sorgt gleichzeitig für Luftzufuhr unter dem Rechner. So kommt der Prozessor weniger ins schwitzen und die Lüfter drehen nicht die ganze Zeit auf vollen Touren.

Ohrstöpsel

Die Ohren sind das eigene Kapital. Sie vor hohen Schallpegeln sowohl im privaten als auch beruflichen Bereich zu schützen, sollte obligatorisch sein. Akzeptable Silikonstöpsel mit Lamellen gibt es schon ab 15.- Euro im Fachhandel. Angepasster Gehörschutz mit entsprechenden Filtern, zum Beispiel von GEERS, sind zwar im ersten Augenblick teuer (ca. 150-200.- Euro), aber wenn man das in Relation zu einem Organ setzt, dass man ein Leben lang braucht, ist es eigentlich keine Frage die man sich stellen sollte. Vor allem nicht, wenn man professionell auflegt und damit sein Geld verdient. Hier gibt es mehr Informationen zum Thema Gehörschutz.

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