Software-Synthesizer gibt es mittlerweile zu genüge. Neben kostenpflichtigen Synths gibt es aber auch einige durchaus ernstzunehmende Gratis-VSTs und AUs für eure DAW am Markt. Diese überzeugen zum Überraschen vieler Anwender nicht nur mit einem üppigen Funktionsumfang, sondern auch mit einer hervorragenden Klangqualität. Mit diesem Überblick wollen wir euch fünf bewährte Freeware-Synthesizer vorstellen, die sowohl mit Mac als auch mit PC kompatibel sind

Digital Suburban - Dexed

Der auf der FM-Synthese basierende Software-Synthesizer Dexed von Digital Suburban umfasst eine kostenlose Software-Emulation des digitalen Synthesizer-Klassikers Yamaha DX7. Der Soft-Synth bietet wie sein Vorbild sechs identisch aufgebaute Operatoren, 32 Algorithmen die die Verschaltung der Operatoren beeinflussen und ein LFO. Außerdem hält das Plugin ein resonanzfähiges Lowcut-Filter in der Mastersektion und drei Sound Engines im Menü bereit.

Das kryptische Bedienkonzept des originalen DX7 ist nicht als intuitiv zu bewerten. Abhilfe verschafft dabei der Software-Synthesizer von Dexed. Denn dieser kann nicht nur als Klangerzeuger agieren, sondern auch mit seinem direkt bedienbaren Nutzeroberfläche als Software-Editor genutzt werden um den legendären DX7 fernzusteuern. Darüber hinaus ist der jeweilige Austausch von Presets zwischen Hard- und Software gegeben.

Dexed

u-he x Amazona - Tyrell N6

Der achtfach polyphone Freeware-Synthesizer Tyrell N6 ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Software-Hersteller u-he und unseren Kollegen vom Onlinemagazin Amazona. Eine Befragung der Leser nach dem optimalen Synthesizer diente als Ausgangssituation. Des Weiteren ließ man sich für den klassischen Aufbau des Synth vom Roland Juno 60 inspirieren. Die Freeware ist bereits in der dritten Version erhältlich und mit einer umfangreichen Palette an Werksounds ausgestattet.

Grundlegend weist der Tyrell N6 zwei Oszillatoren auf, deren klassische Wellenformen sich stufenlos Überblendung lassen. Des Weiteren können ein Sub-Oszillator, Noise-Generator, Ringmodulation und eine Feedbackschleife im Mixer hinzugezogen werden. Zwei ADSR-Hüllkurven, ein resonanzfähiges Multimode-Filter, zwei synchronisierbare LFOs, sehr ausgedehnte Modulationsmöglichkeiten und ein Chorus-Effekt mit drei Typen komplementieren diesen kostenlosen Software-Synthesizer.

Tyrell N6

 

TAL - NoiseMaker

Kaum zu glauben, aber auch der Soft-Synth NoiseMaker von Togu Audio Line, der als Weiterentwicklung des TAL Elek7ro gilt, ist kostenlos erhältlich. Dabei überzeugt der bis zu sechsfach polyphoner Software-Synth vor allem durch seine vielseitige Feature-Liste mit umfangreichen Einstell- und Modulationsmöglichkeiten. Die GUI ist dabei mit üppigen Reglern sehr übersichtlich gestaltet und in vier Sektion gegliedert.

Im Kern beinhaltet der Klangerzeuger zwei stimmbare Oszillatoren mit Sync-Funktion, Puls-, Frequenz- und Ringmodulation und ein Sub-Oszillator. Außerdem zwei synchronisierbare LFOs, ein resonanzfähiges Multimode-Filter mit elf Filter-Typen, drei Hüllkurven, Portamento und eine Effekt-Sektion mit Chorus, Reverb, Delay und Bit Crusher. Auf Wunsch sorgen Filter-Drive und Vintage-Noise bei diesem Freeware-Synthesizer für ein analoges Feeling.

NoiseMaker

Brain Control - Tunefish 4

Der Software-Synthesizer Tunefish 4 von Brain Control wurde ursprünglich für ein digitales Videokunstprojekt entwickelt. Für das rechenintensive Vorhaben, 3D-Animationen mit synthetischen Klängen in Echtzeit wiederzugeben, konzipierten die Entwickler einen sehr ressourcenschonenden Klangerzeuger.

Der bis zu sechzehnstimmige Synth folgt dem Konzept der additiven Klangsynthese basierend auf einem Wavetable-Generator. Eine Besonderheit ist, dass vier eigenständige Filter-Typen (Lowpass, Highpass, Bandpass und Notch) entsprechend zur parallelen Verwendung bereit stehen. Des Weiteren bietet dieser Exot unter den Freeware-Synthesizern zwei synchronisierbare LFOs, zwei ADSR-Hüllkurven, üppige Modulationsmöglichkeiten und sieben Effekte.

Tunefish

Full Bucket Music - The Deputy Mark II

Full Bucket Music orientiert sich mit dem The Deputy Mark II an klassischen String Machines und polyphonen Synthesizern aus den Siebzigerjahren. Die dreiteilige Gliederung des Klangerzeugers umfasst in der Mono-Sektion einen einfach gehaltenen Oszillator mit zusätzlichen Sub-Oszillator und Noise-Generator. Hinzu kommen ein resonanzfähiges Lowpass-Filter, eine ADSR-Hüllkurve sowie ein LFO.

Die Poly-Sektion des Soft-Synths gibt bis zu 61 Stimmen wieder. Verantwortlich für das Erzeugen von Sägezahn und Pulswelle sind zwei Generatoren. Die weitere Klangformung wird im Wesentlichen durch ein resonanzfähiges Multimode-Filter, drei unabhängige Resonatoren, eine globale ADSR-Hüllkurve und eine ADS-Hüllkurve je Stimme realisiert. Abschließend lassen sich im Main-Bereich unter anderem die Mono- und Poly-Sektion mit einander mischen und die Summe mit Ensemble- und Phaser-Effekt veredeln.

The Deputy Mark II

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