Test: AIAIAI Capital

Test: AIAIAI Capital

Tests 29. Juni 2012

Robust, wetterfest und klappbar – das sind die Schlüsseleigenschaften der neuen CAPITAL Serie von AIAIAI. Wir haben sie mal ein wenig genauer unter die Lupe genommen.

Details

Mit dem TMA-1 hat AIAIAI in der DJ-Szene für Furore gesorgt und sich mehr und mehr etabliert. Nun kommt mit dem CAPITAL ein Kopfhörer für Sport, Spass und Spiel, der auch gleich die dafür nötigen Eigenschaften mitbringen soll. Nämlich robust muss er sein, flexibel, wetterfest, funktional und gut aussehen sollte er auch. Den Capital gibt es daher gleich in vier verschiedenen Ausführungen:

Tragekomfort


Der Capital ist ohraufliegend und besitzt – großer Kopf vorausgesetzt – ausreichend Anpressdruck. Die Ohrmuscheln mit sehr weichen, auswechselbaren Polstern lassen sich separat über zwei Rasterstangen in der Höhe verstellen und halten ihre gewählte Position auch, wenn es mal ein wenig schwungvoller her geht. Beim Kopfbügel setzt AIAIAI auf ein mit Moosgummi ummanteltes Flexmaterial, das sich ohne Probleme hin und her biegen lässt, ohne dabei gleich kaputt zu gehen. Leute mit schmalen Köpfen wünschen sich ein wenig mehr Anpressdruck, da der Kopfhörer bei entsprechender Körper-Action nicht wirklich still hält. Aber ansonsten sitzt er bequem und eignet sich durchaus auch für längeres Tragen.

Verarbeitung


Nahezu das gesamte Gerät ist aus Kunststoff (genauer gesagt: glasfaserverstärktes Polyamid) gefertigt, inkl. der Klapp- und Schiebemechanismen, mit Ausnahme der beiden Stifte, die Kopfbügel und Ohrmuschelhalter verbinden. Dies ist aber nicht schlimm, denn das Plastik wirkt robust und ausreichend stark dimensioniert. Die fest verdrahteten Kabel sind mit einer Art Silikonhülle ummantelt, die zwar stabil wirkt, dadurch aber auch ein wenig störrisch daher kommt. D.h., das Kabel hängt nicht immer glatt runter, sondern bahnt sich mitunter seinen eigenen Weg. Die gummierten Ohrpolster sind wie schon erwähnt auswechselbar. Laut Hersteller ist der Kopfhörer wetterbeständig nach IEC529 Standard (IP44), allerdings nur im aufgesetzten Zustand, d.h. auf den Ohren und nicht um den Hals. Im Genauen bedeutet dies Schutz gegen Spritzwasser („Wasser, das aus allen Richtungen gegen das Betriebsmittel spritzt, darf keine schädliche Wirkung haben“) und Fremdkörper mit Durchmesser über 1mm („Schutz gegen Berühren aktiver oder innerer bewegter Teile mit Werkzeugen, Drähten o.ä. mit einem Durchmesser größer als 1 mm“).

Funktionalität


Die 3,5mm Klinke am Anschlusskabel ist eine sogenannte TRRS-Klinke mit vier Polen, womit sich das ins Kabel integrierte Mikrofon samt Fernsteuerung betreiben lässt. Allerdings funktioniert dies nur mit kompatiblen Geräten. AIAIAI selbst gibt diese Funktion für iPhone, iPad und iPod an. Unser Test mit Sony Xperia Ray und Samsung Galaxy S3 verlief in beiden Fällen negativ. Beim Sony wurde inkompatible Hardware angezeigt (was jedoch ein Xperia spezifisches Problem ist, da sich damit wirklich nur originale Sony-Headsets betreiben lassen) und das Samsung reagierte mit abgehaktem Sound, was auf unzureichenden Stecker- bzw. Wackelkontakt zurückzuführen war. Mit einem iPhone 4 allerdings verlief alles reibungslos, sowohl Kopfhörer als auch Mikrofon arbeiteten zufriedenstellend. Da sich das Kabel nicht tauschen läßt, ist der Kopfhörer somit mit einigen Smartphones fern der Apfelwelt also nicht zu gebrauchen, es sei denn man arbeitet mit Adaptern, die die TRRS Klinke auf eine 3-polige reduzieren. An einem „normalen“ Kopfhöreranschluss ohne Mikrofon kann der Capital allerdings ohne Weiteres betrieben werden.

capital_4aEin geschickter Clou ist die Möglichkeit, den Kopfhörer mit seinem Kabel einzurollen und zu fixieren. Hierfür klappt man einfach die Ohrmuscheln ein, drückt die Rasterstangen aneinander, wickelt das Anschlusskabel herum und klemmt dieses anschließend in zwei extra dafür vorgesehene Nuten. Und schon hat man ein kompaktes Paket, bei dem kein Kabel lose herumhängt. Clever!

capital_1aKlang
Kommen wir nun zum subjektivsten Part des Tests, dem Klang. Einerseits ist es schwer, den Klang eines Kopfhörers in Worte zu fassen und jemandem zu vermitteln, der ihn nicht selbst gehört hat. Und andererseits hat hier jeder andere Präferenzen, die ihm wichtig sind. Immer reden wir von einem Freizeit-Kopfhörer, der klanglich vor allem eines können soll: Spaß machen.
Nun, am Klang gibt es – bezogen auf den Preis – nicht viel zu bemängeln. Er klingt ordentlich, bildet alle Frequenzbereiche gut ab ohne zu übersteuern und gibt dem Sound eine angenehme Farbe. Was aber irgendwie fehlt, ist der Bass. Das merkt man immer dann am ehesten, wenn man die Ohrmuscheln ein wenig fester auf die Ohren drückt und anschließend wieder los läßt. In letzterem Zustand hat man das Gefühl, es ist am Tiefton-Equalizer gedreht worden, und zwar nach links. Alles in allem macht der Capital aber eine ganz gute (Klang-)Figur, sowohl bei der Musikwiedergabe als auch beim Verwenden als Headset.

Fazit


Nun, für unter 100,00,- EUR kann man nicht meckern. Der CAPITAL bietet hierfür ein paar sehr nützliche und auch exklusive Eigenschaften, die sich in den anvisierten Anwendungsgebieten wirklich bezahlt machen. Wenn man sich dann auch noch als i-Irgendwas User bezeichnen kann, umso besser. Denn dann darf man die volle Featurebandbreite genießen, inklusive Headsetfunktion und Remote.

Preis: 49 – 95,00,- EUR

Mehr Informationen auf der AIAIAI-Website.

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