MUSIKMESSE 2013 – Impressionen

MUSIKMESSE 2013 – Impressionen

Archiv 12. April 2013

Das war sie also für uns, die Musikmesse 2013. Einige Worte und ein paar mehr Bilder.Früher, was in unserem Fall etwa vor zehn Jahren meint, da war die Musikmesse / Prolight + Sound eine Riesennummer. Auch für DJs, die in mancher Leute Augen ja keine Musiker sind. Da gab es in Halle 5  jede Menge Equipment auf zwei Etagen zu bestaunen. Früher waren wir aber auch noch jünger, es gab keine Sozialen Netzwerke, die jeden Geräteauspackvorgang sofort um die Welt beamten und die NAMM spielte ebenso wie die BPM-Show nicht wirklich eine Rolle, wenn es um Neuheiten ging. Früher hatte auch Native Instruments noch einen Stand, heute haben das nicht mal mehr Serato oder Denon. Zumindest fand man die nicht in Halle 5, der „DJ Halle“. Was einiges aussagt.
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Wie war es also …  so im Schnelldurchlauf? Naja, viele Neuheiten kannte man bereits aus dem Netz, Überraschungen waren rar. Statt wirklicher Innovation dominierten MK2-Versionen und optische Variationen bzw. dedizierte Varianten altbekannter Geräte. Vestax hatte so zum Beispiel den VCI380 und den VCI 400 in speziellen Layouts für Traktor, Serato, Dekadance und dergleichem am Start. Ob als limited Edition oder Overlay blieb einstweilen offen. Die UDG Vertretung freute sich, dass der brandneue Laptopstand, welcher arg an den Crane erinnerte, noch rechtzeitig eingetroffen war. Bei Reloop gab es einen Beatmix in weiß, den Pioneer inspirierten RMX80 Mixer und Kopfhörer mit der Bezeichnung RHP30, die scheinbar Richtung Monster Beats schielen.
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Numark hatte eine Staffel Controller aufgebaut, Passendes für jede Lebenslage. Vom kleinen Edge über den iPad tauglichen iDJ Flex bis zum Flaggschiff NS7 in Version 2. Auch den iDJ wird es als MK2 geben und Mixtrack Pro 2 als Quad. Was etwas verwirrend ist, aber nur meint, dass es die Mixtrack in neuer Version mit Pads und zwei oder vier Decks / Kanälen gibt. Dass das Launchpad in neuer Version nun heller leuchtet, hatten wir schon berichtet. Das gab es auch als Editionen für Fruity Loops und Bitwig zu betrachten. Ja Bitwig … die noch ruhende Ableton Konkurrenz präsentierte sich auch, rückte aber weder mit Releasedaten noch mit Preisen raus. Man gab sich sympatisch gechillt, inmitten des ganzen „schneller, höher, weiter Rummels“.
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Ableton zeigte, obwohl man bisher immer betonte, dass es sich um eine Eigenkreation und keinen Akai Controller handele, am Akai Stand das Mysterium Push. Mysterium, weil den gibt es ja fast so wenig, wie den chinesischen Raupenpilz (Cordyceps sinensis) , der angeblich magische Kräfte verleiht.  Persönlich hat mich die Performance auf der 4×4 LCD-Screen Matrix nicht umgehauen. Musikalisch für mein Ohr irgendwo zwischen improvisiert und sinnfrei, optisch sah es schlimmer aus, als ein DJ, der hinterm Pult die Mails checkt. Sprich; Laptop zuklappen und über Controller steuern ist gut und schön, wird aber noch schöner, wenn man nicht die ganze Zeit konzentriert glotzen muss, in welcher Ebene man sich gerade am Controller befindet. Zurück ins hier und jetzt, beziehungsweise ins bald; da soll nämlich die modulare DJ-Software The One erscheinen. Wir bleiben da dran, auch an den anderen „neuen“ Produkten. Es folgen also zum Releasezeitpunkt Vorstellungen bzw. Reviews.
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Das Interessanteste kam am Schluss, das GEMA-Panel zum Tarif VR-Ö. Wider Erwarten war das nur mittelmäßig besucht. Scheinbar dominierte mobile Klientel die Stuhlreihen, es ging zumindest meistenteils um Musiksammlungen bis 400.000 Tracks, ohne die ein DJ eh nicht auskommt und die er immer dabeihaben muss. Der GEMA Vertreter Martin Vierrath meisterte die erste Stunde hoch souverän, kam dann aber ins Trudeln, als er sich mehrfach mit seiner Kollegin und dem BVD-Vorsitzenden, der auf Verhandlungserlebnisse und -ergebnisse zurückgriff,  widersprach. Eine Frage, zwei gegensätzliche Antworten… mal nicht im Internet beim GEMA-Dialog, sondern in Echt. Zwischendurch oft der Ruf „Der VR-Ö muss leben“. Oder wachsen. Was ja sein mag, wenn er nicht schon aktiv wär. Bei mir blieben viele Fragen offen und neue stellten sich, nicht zuletzt die, was eigentlich die Veranstalter bisher lizenziert haben und ob damit nicht zumindest die Lizenzierung des Altbestands wegfällt. Ein Interview mit der GEMA ist in Arbeit und klärt dann vielleicht auf. Auch dazu gibt es an dieser Stelle bald mehr.

Bis dahin sag ich erstmal bye.
Ole

 

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