Native Instruments Traktor 2.5 + F1 Controller - “Ableton in a DJ way” ?

Native Instruments Traktor 2.5 + F1 Controller - “Ableton in a DJ way” ?

Archiv 22. Januar 2012

Nach dem kürzlich, von Native Instruments erschienenen Teaser-Video, gibt es zur Feier des 10-jährigen bestehens der Tochter in den USA, weitere Enthüllungen zu dem neuen Controller und dem dazugehörigen Traktor Software 2.5 Update.
Wer sich das Teaser-Video etwas genauer angeschaut hat, hat sicherlich schnell festgestellt, dass mit diesem Controller eine weitere Brücke in Richtung Sample-Decks bzw. clipbasierendes DJing geht. Die Grundidee ist, dass man synchron zu den laufenden Decks kurze Loops oder Sounds triggern kann, um so "on the fly" und "live" während des Auflegens sehr kreativ zu werden.  Was man aus dem Video heraushören kann ist, dass es in der Traktor 2.5-Version die Möglichkeit geben wird in so genannten "Remix-Decks" Clips, ähnlich wie man es von Ableton Live her kennt, abzufeuern. Pro Deck stehen anscheinend vier Clip-Blöcke zur Verfügung. Diese Remix Decks werden von Traktor wie normale Decks behandelt,  so dass es möglich ist diese zu cuen und durch die Effekt-Bänke zu routen. Das Ganze kann dann mit dem neuen Controller F1 bequem gesteuert werden. Durch die bidirektionale Lichtsteuerung werden die Clip-Aktivitäten auf dem Controller entsprechend abgebildet. Im Grunde genommen hatte Serato mit "The Bridge" die Idee schon seit 2 Jahren, da hat es aber ein wenig an der Umsetzung gehapert. Ich bin mal sehr gespannt wie intuitiv das in der Native-Software umgesetzt wird.
Ob die Richtung, in die Native damit geht, wie in dem Video großmundig von CEO Daniel Havers angekündigt,  nun "radikal das DJing verändern wird", bleibt meiner Meinung nach  erst einmal abzuwarten. Viele DJs sind schon mit vier Decks überfordet - vom Sampletriggering ganz zu schweigen...Ich denke der Erfolg wird vor allem von der Bedienbar- und Übersichtlichkeit abhängen.
Wie seht Ihr das?

Ist das clip-basierende DJing wirklich die Zukunft?

Soll das klassische DJ-Set immer mehr zu einem Live-Act mutieren?

Teilt uns doch mal Eure Meinung mit!

http://youtu.be/9JiugHfJCi8

Der F1 Controller wird ab 1. April 2012 im Fachhandel erhältlich sein.

Quelle: Digital Dj Tips

6 Kommentare zu "Native Instruments Traktor 2.5 + F1 Controller - “Ableton in a DJ way” ?"

Sync 22. Januar 2012 • 22:04 Uhr

Ich denke schon, dass dies die Zukunft ist. Man kann nun endlich vom klassischen Track-in-neuen-Track-Mixing weg und hin zu einer intensiveren Art des selber Ausschmückens oder Kreiierens und dies mit Deck-/Trackansicht. Ob man dafür allerings zwingend den F1 nutzen muss bleibt dahingestellt. Es gibt ja bald Modular-Controller...;) Entscheidend ist der Gedanke des Trackansicht- und Wabenhybrids. Bridge war ja schon ein guter Anfang, jetzt geht's eben weiter Richtung DJing von Morgen.

Ole 24. Januar 2012 • 0:12 Uhr

Dass das "Live Remixing" DJing 2.1 ist, ist mein Reden. Das NI das - womit auch immer - neu erfunden hat, bezweifle ich. Da lehn ich mich im Sessel zurück, schieb die Mouse und warte auf Ableton 9. :) Auch bei The Bridge ging es mehr darum Felder zu besetzen, als um wirklichen ... sagen wir mal "Fortschritt". "Die Siedler", DJ Edition - mit Spielern in Berlin und Auckland. Beeindrucken ist, dass NI mit so nen Spielzügen ganze musikalische Strömungen prägt / prägen kann. Wäre mein Thema .. fürs tippen zu lang. @Chicken: Vielleicht reden wir morgen darüber .. cu. :)

Drando 24. Januar 2012 • 23:53 Uhr

was soll denn der peinliche ableton "berlin mitte" diss?

Jason Parker 2. Februar 2012 • 14:11 Uhr

Ich denke die Decks werden komplett fürs Mapping offen sein - und trotzdem wird sich erstmal JEDER der die Dinger effektiv nutzen will den neuen Controller kaufen. Weil Native da einfach wieder clever war. Der X1 war/ist durch Alternativcontroller zu einfach gleichwertig oder besser zu ersetzten gewesen - daraus hat NI gelernt und der F1 wird durch die Farbcodierung so einzigartig auf Traktor abgestimmt sein das es in den ersten 3-6 Monaten dort am Controllermarkt kaum Alternativen geben wird die auch nur einen anähernd ähnlichen Workflow zulassen. Grüße von den Balearen! JP

whoo__pi 7. Februar 2012 • 16:50 Uhr

This new approach really reminds me of Adobe Photoshop where you got the picture in layers and edit/change/mute every layer individually. A tune still is a simple stereo-file and pretty limited in really make something new out of it. Once you tweak any filter or effect on it, the complete "mono-layer" stereo sound will sound different. Photoshop wouldn't sell one single copy if that was the case for gfx and human-made packages would still be in 8bit-black-white only. Now, this technique allows the DJ to work with the tune like an architect or engineer, so much more than just knowing how to blend two stereo waveforms while being drunk and bored of all the tunes he's playing for months every night.

Let me speak for the tech/electro producers out there, 99% of them mix their projects in buses, routing the individual drum elements (kick/snare, toms, shakers, rides, cymbals, hats etc.) into the drums bus, analog the pads/fx/nasty midrange shit & all bass below 150Hz get a separate bus. so having 4 stem decks on hand would pretty much reflect what people are used to produce: 1. drums/2. (sub)-bassline/3. pads 'n' atmofx/4. synths and makes it very intuitive to blast out on stage & easy to control. Esp. in Techno & DnB, tunes are really packed frequency-wise and therefore, 4 stem-decks per tune would do well! Also, the option to "break out" allows to really fuck up the DJ rulebook. which is about time - it's 2012
These new decks allow to make supahdupah vip-version-mashups on the fly and keep yourself interested to people and surprise yourself because you never know what's coming next & still have the SYNC control - brilliant!! Ableton tried it with "Bridge" and lost since the technique back then wasn't what people expected, but this is not Ableton. It's about playing some certain tune's elements and not just a full track.

It took decades to establish vinyl djs in the music scene in the last century...it took years to get people spin with cds and just months to spin with mp3s. Finally the people are used to digital djing and therefore the hardest part is done already! This new Traktor approach can re-invent dj-culture or at least give it a decent push forward! A tune is produced in (frequency) - layers, why not playing layers then instead a single, modulation-limited stereo waveform?!

All it takes now is to make the producers familiar with this new opporttunity so that djs can blast out some artist's layers. That might be hardest step as producers are ultra-picky when it comes to making their productions more transparent to the public.

As a new dj kid I'd give my left ball for being able to drop the sickest sounds of the biggest tunes with an overall minimum of dj-out-of-sync-risk.

Just my 2 cents -

dwarfire 10. April 2012 • 11:16 Uhr

ich spiele jetzt seit ca.3jahren mit lapi, tt Kontrolle kann mich noch nicht so ganz trennen vom richtigen djing...(ich spreche von vinyl!!!)
befasse mich aber seit ein paar wochen mit beatgridden und cue punkte setzen, weil ich auch eine maschine besitze.
traktor fahren ist cool, einen besitzen noch viel cooler!
als ich das mail bekam das in naher zukunft der f1 kontroler kommt, dachte ich mir das passt! drei decks von hand mit nadel und magnetmotor und zur krönung ein deck mit knöpfen, einfach nur geil!
wenn das ding so robust und zuverläsig ist wie der kontrol x1, wird das wohl die zukunft des djings sein...

"Viele DJs sind schon mit vier Decks überfordet" kein wunder, die kennen ja auch nur den syncbutten und platten aus graffiti wild style....:))

cheers

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.