Neu: Mixed in Key DJ-Software Beta – Weniger ist mehr?Mixed in Key DJ-Software
Mixed in Key DJ-Software Deck-Play Screen

Neu: Mixed in Key DJ-Software Beta – Weniger ist mehr?Mixed in Key DJ-Software

Archiv 16. Oktober 2013

Mixed in Key war bisher für DJs als ein Softwaretool in Erscheinung getreten, mit dem man die Tonhöhen seiner Titel nach dem Camelot Rad analysieren lassen konnte, um so besser harmonische Übergänge zu kreieren. Vor kurzem kündigte Mixed in Key auf deren Facebookseite eine neue DJ-Software an, welche in einer geschlossenen Beta-Phase demnächst getestet werden kann. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um einen Ansatz, der sich wieder ein wenig zurück orientiert zu den Basics des Auflegens. Dem entsprechend reduziert sieht die Oberfläche aus und bietet nicht all zu viele Features an, die ansonsten den Überblick stören könnten.

Mixed inKey DJ-Software Preparation Screen
Mixed inKey DJ-Software Preparation Screen

Die Reduzierung der Oberfläche erstreckt sich über drei verschiedene Screens: Preparation, Play und Export. Die Namen lassen erahnen um was es sich dabei handelt. Der Preparation-Screen dient zur Vorbereitung der Titel, ähnlich, wie man es von Serato kennt, wenn keine Hardware angeschlossen ist. Dort werden in einem Deck Playlisten und Loopsegmente gesetzt. Letzteres erlaubt es in einem Track nahtlos verschiedene Segmente in einander zu mixen (ein Feature welches mir in einer DJ-Software bisher noch nicht unter gekommen ist).

„Play“ ist der Screen für den normalen Abspielbetrieb. Mit nur 2 Decks und einer reduzierten Mixer-Sektion, die einen 3-Band EQ ohne Gains, 2 Inputfader und einen Crossfader zeigt, beinhaltet diese Sektion nur das nötigste. Eine Gain-Kontrolle wäre, meiner Meinung nach, schon ein essentieller Teil fürs Auflegen, der nicht fehlen dürfte. Der Grund warum diese fehlt könnte darin liegen, dass neben Mixed in Key auch das Analysetool Platinum Notes integriert ist und somit eine Gainangleichung aller Tracks automatisch auf ein Level vorgenommen wird. Wie zuverlässig so etwas arbeitet kann ich leider nicht sagen. Es nimmt zu mindest, genauso wie eine Autogain-Funktion, dem DJ einen Teil seiner Freiheit in die Lautstärke einzugreifen.

Mixed in Key DJ-Software Deck-Play Screen
Mixed in Key DJ-Software Deck-Play Screen

Das Screenset „Export“ zeigt die automatisch aufgenommenen Sets inkl. der Tracklists und generiert zusätzlich aus diesen Listen die persönlichen Top 100 Titel. Die Listen können in einem CVS-Format exportieren werden, um damit die hochgeladenen Sets auf Plattformen wie z.B. Mixcloud mit der Tracklist zu bestücken.

MIxed in Key DJ-Software Export Screen
MIxed in Key DJ-Software Export Screen

Bevor wir hier ein Fazit über eine Software fällen, die sich gerade mal in der Betaphase befindet, sollte diese erst ein mal ausgiebig getestet werden. Phil Morse (Digital DJ Tips) hat sich die Beta angeschaut und die ersten Eindrücke in ein gelungenes Videos gepackt.

Fakt ist, dass sich hier jemand Gedanken über das zukünftige DJing gemacht hat und dabei einen Ansatz wählt, der gar nicht abwegig ist. Statt den ständigen Feature-Overkill der Softwares weiter voran zu treiben (weil die wenigsten all diese Features überhaupt nutzen), scheint man die Reduktion auf das Wesentliche zu suchen. Wie das letztendlich im Detail aussieht und welche Funktionen dabei eingespart oder noch ergänzt werden, lässt sich erst sagen, wenn es eine Finale Version gibt. Dass die Software alle gängigen DJ-Controller per Plug&Play unterstützt, es aber keine DVS-Unterstützung geben soll, hat ebenfalls schon einen Hauch davon, dass der Zenit von DVS bereits überschritten ist. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was uns an neuen Ideen zu einem verbesserten Workflow überraschen wird und hoffe innig, dass die Entwicklungszeit nicht die Ausmaße annimmt wie es bei „The One“ der Fall war. Da Mixed in Keys aktuell noch nach einem Namen für die Software sucht, kann man hier seine Vorschläge online abgeben.

Was haltet Ihr von diesem Ansatz einer DJ-Software? Wird so die Zukunft aussehen?

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