Bereits Mitte Dezember haben sich in Dresden die Veranstalter und Clubbetreiber des Tolerave e.V. vereint, um zusammen eine Petition für die Aufhebung der in Dresden geltenden Sperrstunde zu starten. Zwischen fünf und sechs Uhr morgens müssen Locations in der sächsischen Hauptstadt ihre Pforten schließen, so sieht es das bisherige Gaststättengesetz vor.

Die Initiatoren erhoffen sich dabei einen ähnlichen Erfolg wie im August letzten Jahres in Leipzig: Dort hatte der Stadtrat ebenfalls nach einer Online-Petition und einer Demonstration mit mehreren hundert Teilnehmer die Sperrstunde gekippt. Zwar sei es bisher durchaus möglich gewesen, von der Stadt Dresden einen Freibrief für ein Aussetzen der Sperrzeit zu erhalten, dieser sei jedoch mit einer hohen Verwaltungsgebühr verbunden. Auch sei die Sperre ein Relikt aus vergangenen Zeiten, "dass bis in die Morgenstunden getanzt wird, gehört zur Techno-Subkultur dazu", äußerte sich unter anderem Clubinhaber Christoph Töpfer. "In anderen Städten ist das ganz normal."

"Gerade im Hinblick auf die Bewerbung Dresdens als 'Kulturhauptstadt 2025' besteht die Chance, sich durch die Abschaffung der Sperrzeit als gastfreundliche Stadt mit einem lebendigen Nachtleben zu präsentieren", findet Vereinsvorstand Sascha Möckel. Unterstützung bekommt der Tolerave e.V. dabei auch aus der Politik, die Stadtratsfraktion der Grünen möchte das Anliegen unterstützen und bald einen Aufhebungsantrag stellen.

Die Online-Petition 'Aufhebung der Sperrstunde in Dresden' läuft noch 5 Wochen, bis jetzt sind knapp 50% der nötigen Stimmen erreicht worden. 

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