Spotify: Künstler:innen kritisieren CEO Daniel Ek für Investment in Militärtechnologie
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Spotify: Künstler:innen kritisieren CEO Daniel Ek für Investment in Militärtechnologie

News 1. Dezember 2021

Spotifys CEO Daniel Ek hat kürzlich ein millionenschweres Investment in ein Unternehmen für Verteidigungstechnologie bekanntgegeben. Zahlreiche Künstler:innen kritisierten diesen Schritt öffentlich und zogen ihre Musik von der Plattform zurück.

Die Kritik an Spotify scheint nicht abzureißen. Ging es in letzter Zeit um die schlechte Verwertung und Geldverteilung der Streamingplattform, macht jetzt ein Investment von CEO Daniel Ek die Runde. Der Schwede kündigte Anfang November auf Twitter an, dass er mit seiner Investmentfirma Prima Materia mehr als 100 Millionen US-Dollar in 'Helsing' investieren will. 'Helsing' entwickelt AI-basierte Abwehrtechnologien und zu ihren Abnehmern gehören unter anderem das französische, deutsche und britische Militär. Daniel Ek soll zudem auch einen Sitz im Aufsichtsrat bekommen.

Zahlreiche Künstler:innen haben dazu öffentlich Stellung genommen und teilweise ihre Musik von der Plattform genommen. Unter dem Hashtag 'BoycottSpotify' sammeln sich immer mehr Nutzer:innen und Artists die ihre Abos kündigen und ihre Musik von Spotify entfernen. Auch unter Eks ursprünglichen Tweet mit dem er das Investment ankündigte sammeln sich kritische Stimmen. Ek selber hat sich bisher zu dem Boykottaufruf nicht geäußert.

Einer der ersten Tweets zu dem Investment kam von dem Produzenten Darren Sangita. Gegenüber Resident Advisor sagte er: "AI means using computers to process information a hundred times faster so they accurately deliver a higher kill ratio. Music is being used as a weapon. I can't sign up to that, so I've already unsubscribed and now plan to take all my music down from Spotify ".

Neben Sangita haben auch weitere DJs und Musiker:innen wie etwa Michail Stangl von Boiler Room sich gegen Spotify ausgesprochen. Das neuerliche Investment reiht sich ein in die anhaltende Kritik. Im Frühjahr versammelte sich bereits die Initiative 'Justice at Spotiy', die gegen die schlechte Bezahlung von Musiker:innen protestierte. Wir haben uns in unserer Rubrik Bruchstelle diesem Thema gewidmet und uns potenzielle Alternativen angeguckt.

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Redaktion

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