Test: Software Mixed In Key 5.5Review: Software Mixed In Key 5.5

Test: Software Mixed In Key 5.5Review: Software Mixed In Key 5.5

Archiv 14. Januar 2013

Die Software Mixed In Key erfährt ein weiteres Update auf Version 5.5.

Das Programm ermöglicht,  die Tonlage von Musiktiteln zu analysieren  und im Camelot System auszugeben.  Das Camelot-System ist eine visuelle Darstellung von Relationen von Tonlagen und eine vereinfachte Übersetzung des Quintenzirkels. Ziel ist es, dem DJ einen simplen und vor allem schnellen Überblick über die Titel zu geben, die harmonisch zusammen passen. Wir haben das Mixed in Key Update auf Version 5.5 mal getestet.

Laut Hersteller sind folgende Funktionen neu:

  • Mixed In Key zeigt jetzt den Energie Level eines Tracks auf einer Skala von 1 bis 10 an. Der Wert soll angeben, wie tanzbar das Lied ist. House Musik soll in der Regel etwa zwischen 6-8 liegen . Die größten Hymnen werden mit 9-10 beziffert. Deeper Musik könnte 5 sein. (Dazu später im Test mehr)
  • AIFF und FLAC-Support
  • Retina-Unterstützung auf Mac OS X
  • diverse Optimierungen und Verbesserungen

Eigenschaften von Mixed In Key 5:

  • Multi-Core-Unterstützung für eine schnellere Verarbeitung
  • Built-in Audio-Player
  • Brand-neue Schlüssel-Erkennung für Version 5.0
  • Anzeige von Tonlagenwechsel innerhalb eines Tracks
  • Klickbares "Camelot" Rad
  • Verbesserte Analyse für kurze Proben und Produzenten Packs

Die Installation der neusten Version verlief problemlos. Die Software Sprache ist leider nur in englisch erhältlich und auch auf der Hertsteller Website gibt es keine deutsche Bedienungsanleitung. Lediglich die Produktseite läßt sich auf deutsch umstellen. Dies soll uns aber nicht von unserem kleinen Test abhalten. Bevor man jedoch anfängt irgend welche Titel zu analysieren, sollte man unter dem Reiter "Personalize" Voreinstellungen treffen, damit die Arbeit später nicht doppelt gemacht werden muss.

 

Die Rede ist hier z.B. an welche Stelle in den ID3 Tags der Key und Energie Level geschrieben werden soll oder, wenn gewollt, kann man auch den BPM-Bereich eingrenzen (Sofern man den BPM-Wert überschreiben möchte). Wenn man seine favorisierte Tag-Art gewählt hat, kann es los gehen. Falls man irgendwann eine andere Tag-Schreibweise wählen möchte, kann man die bereits analysierten Track ganz einfach mit dem Re-Tag Knopf in den Einstellungen nochmal überschreiben.

Der Test

Durch die Multi-Core-Unterstützung ist der Analyse-Vorgang wesentlich schneller als unter Version 4. Jedoch wird immer noch eine Internetverbindung benötigt, um Mixed in Key zu nutzen. Nach kürzester  Zeit sind die neuen Tracks fertig analysiert und man kann den Key, die BPM und den Energy Level ablesen. Um vor allem der Berechnung des Energy Level auf die Schliche zu kommen, habe ich Tracks aus verschiedenen Genres genommen und auch unterschiedliche Tracks innerhalb eines Genres (Drum and Bass). Unter den analysierten Tracks befand sich auch ein nicht gemasterter Drum and Bass Track von mir (Don´t bring me down), ein Track in einer miesen MP3-Kompression (Gangnamstyle) ein Chillout Track ohne Beats (Song for Hope) und Weißes Rauschen.

 

Da mir der Hersteller keine Auskunft darüber geben wollte oder konnte, wie der Energy Level berechnet wird, kann man leider nur Vermutungen anstellen. Zwar wird auf der Herstellerseite davon gesprochen, dass der Rythmus, die Bassline und die Melody analysiert wird, jedoch fragt man sich eventuell, wer oder was dabei über gut und schlecht entscheidet.

Gerade wenn man sagt, dass eine Zahl darüber Auskunft geben soll, wie tanzbar ein Track sein soll, kamen bei mir folgende Fragen auf bezüglich des Analyseverfahrens:

1. Ist es Genre oder BPM abhängig?

2. Hängt es von der Qualität und der Lautheit ab?

3. Hängt es von der Präsenz von möglichst vielen Frequenzbereichen ab und deren Wiederholungen?

4. Oder ist es eine Kombination aus allem ?

Das Ergebnis

Mit dem was Mixed in Key letztendlich an Energy Levels ausgespuckt hat bleibt man eigentlich genau so blöd wie vorher. Punkt 1 und 2 fallen definitv weg, wenn man sich den Energy Level von Gangnamstyle (schlechte MP3-Qualität) und meinem ungemasterten Drum and Bass Track anschaut. Aber auch innerhalb eines Genres (in diesem Fall Drum and Bass) sind die Unterschiede zwischen einem eher softeren Track gegenüber einem aggressiv geladenen Track kaum erkennbar (Calibre-Cold Heart vs Konflict-Messiah, Noisia RMX). Aus der Ergebnisliste ließen sich meiner Meinung nur zwei Schlüsse ziehen. Mixed in Key 5.5 vergibt niedrigere Energy Level, wenn keine Beats vorhanden sind (Chillout Track von ASC und Weißes Rauschen) und/oder der Track sehr monoton ist (Andy C & Shimon- Quest). Demnach scheint es tatsächlich irgend etwas mit Punkt 3 zu tun zu haben.

Zusätzlich wurden 2 BPM-Werte nicht richtig erkannt, was aber daran lag, dass man die BPM-Eingrenzung nicht auf einzelne Tracks in der Liste anwenden kann, sondern nur auf alle. Und im Fall von "Konflict-Messiah" ließ sich auch nach Korrektur oder Abschalten des BPM-Bereichs kein richtiges Ergebnis erzielen. Man sollte also bei einem Analysedurchgang möglichst Tracks aus einem BPM-Bereich wählen.

Fazit

Mixed in Key 5.5 bleibt nach wie vor ein absolutes "Muss", wenn es um die Key Analyse geht. Denn in Zeiten, in denen alles schnelllebiger wird, hilft die Key-Analyse allgemein gut, um ein harmonisch abgstimmtes Set zusammen zu bauen. Gerade bei der Bewältigung von großen Datenmengen kann das sehr hilfreich sein. Die neuen Einstellmöglichkeiten und der Vorhörplayer mit direktem Zugriff auf das Camelot Rad machen den Umgang im Vergleich zur Version 4 wesentlich komfortabler. Die BPM-Analyse sollte man wahrscheinlich noch mal in der jeweilgen DJ-Software überprüfen oder ihr sogar ganz überlassen (Und manchmal entscheidet dann doch das Gehör oder das Beatgrid). Den Energy Level kann man meiner Meinung nach getrost außer Acht lassen, denn das was Mixed in Key dort heraus findet sollte sogar ein Nicht-DJ erkennen. Wenn es aber um Feinheiten wie Stimmung, Qualität oder den Schub eines Tracks geht ist die Software keine Hilfe. Aber vielleicht hänge ich mich hier auch nur an der Definition der Begriffe "Tanzbarkeit und Energy Level" auf und es geht eigentlich darum einen schnellen Hit-Indikator zu haben statt einer Skala, die den potentiellen Anteil von tanzenden Leuten auf dem Floor angibt. Von meinem Standpunkt aus gesehen wird es bestimmt noch etwas dauern, bis man die richtige Parametermischung zusammengeführt hat, um brauchbare Ergebnisse zu erzielen (Sofern das überhaupt möglich ist). Das schöne daran ist, dass der DJ dadurch einen Grund mehr für seine Existenzberechtigung behält.

Plus:

+ In einem Track können mehrere Tonalgen angezeigt werden.

+ Komfortabler Umgang durch mehr Optionen im Tagwriting oder BPM Eingrenzung.

+ Die Software erkennt jetzt, wenn Lieder im Verhältnis zum Durchschnitt der Kollektion zu laut oder zu leise sind und schlägt eine Verbesserung durch die hauseigene Software  Platinum Notes vor.

+ Schnellere Analyse durch Multicore-Prozessor Unterstützung

+ Vorhörplayer und Camelot Anzeige

Minus:

- Energy Level hat keine wirkliche Aussagekraft.

- BPM-Werte können falsch liegen.

- Zur Analyse ist eine Internetverbindung nötig.

Preis der Vollversion Mixed in key: 58.- US Dollar

Systemanforderungen für Mixed In Key

  • Die Windows-Version kann auf Windows 7, Vista oder XP installiert werden.
  • Die Mac OS X Version setzt Mac OS X 10.5.8 oder höher voraus.
  • Um neue Titel zu analysieren, wird eine Internetverbindung benötigt.

Hersteller Seite

zum Update

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