Umfrage: Ist Live Remixing die Zukunft im DJing?

Umfrage: Ist Live Remixing die Zukunft im DJing?

Archiv 1. August 2014

Seit gestern hat Native-Instruments ein weiteres Video zum Thema Live Remixing rausgeschossen. Artists wie Pan-Pot erklären in diesem Video (welches zu einer Serie gehört), was Live Remixing für sie bedeutet, welche Möglichkeiten es damit gibt und welche Vorteile sie daraus ziehen. Im gleichen Zug wird die Frage an die Massen gestellt, ob Live Remixing das DJing der Zukunft ist.

Live Remixing ist keine Erfindung, die Native Instruments gerade ins Leben gerufen hat, nur weil Traktor mit Remixdecks ausgestattet ist. Artists aus allen möglichen Genres performen schon seit Jahren auf diese Weise und machen sich dazu verschiedenste Hard-und Software-Setups zu Nutze, um ihre Produktionen auf individuelle Weise zu spielen. Es ist im Grunde nur eine andere Herangehensweise Musik abzuspielen, sie in ihre Bestandteile zu zerlegen und wieder auf unterschiedlichen Weisen zusammen zu setzen. Was im professionellen Bereich vorher eher aus Anwendungen wie z.B. Ableton Live geschah, wird nun dem Non-Producer DJ über die Traktor Remixdecks näher gebracht. Das Prinzip des Clip-Abspielens ist dabei identisch. Damit der User nicht mit leeren Remixdecks im Regen stehen gelassen wird, weil er möglichweise keine Kenntnisse über die Looperstellung besitzt, kann man schon seit einiger Zeit auf Beatport Traktor Remixsets von einigen Titeln kaufen, die praktisch als fertige Loop-Pakete in die Remixdecks geladen werden. Alles in Allem also eine Runde Sache, um zügig mit den ersten Schritten des Live Remixings anfangen zu können.

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Es steht außer Frage, dass Native Instruments mit den Remixdecks ein intuitives Tool geschaffen hat, dass durch seine einfache Bedienbarkeit deutlich die Attraktivität des Live Remixings steigert. Vielleicht ist Live Remixing in Zeiten in denen der Begriff „DJ“ durch die Flut an Einsteigern aus der Spotify-Generation einen scheinbaren Status-Verfall in der Szene verspürt, eine willkommene Hürde, um sich von denen zu distanzieren, die das DJing wie eine Modeerscheinung leben? Aber ist dadurch Live Remixing gleich die Zukunft im DJing? Oder ist es vielleicht doch nur eine gut getimte Marketingstrategie, die uns als Waffe gegen den Untergang in der Masse verkauft wird?

Was denkst Du über das Live Remixing? Wir freuen uns über Deinen Kommentar!

 

Hier findest Du Tutorial-Videos zum Traktor Kontrol F1 und den Remixdecks!

 

3 Kommentare zu "Umfrage: Ist Live Remixing die Zukunft im DJing?"

André 15. August 2014 • 23:19 Uhr

Nun ja, eigentlich neu ist die Angelegenheit ja nur für die Dance/Techno-Szene. Im Hip-Hop/Rap hat man ja schon von Beginn an Elemente zusammengefügt und das mit Platten.

Ich denke es ist wahrscheinlich ein Trend und es wird sich auf eine gewisse Art und Weise festigen, doch es wird auch Gegenbewegungen dazu geben. Ob man Remix-Sets kaufen sollte ist nochmals eine Diskussion an sich. Ich denken kreativer ist man wenn man mit eigenem Material arbeitet und Dinge zusammenfügt die normal gar nicht zusammengehören.

Allerdings was ich tragisch finde ist, dass die meisten diese neue Technik-Features in erster Linie dazu benutzen sich das Leben angenehmer zu machen und selten zeigt sich dies in wirklichem kreativem Ausdruck. Das meiste an heutigen DJ-Sets empfinde ich so langweilig wie Fertig-Pizza. Gibt nur wenige Ausnahmen (James Zabiela als Beispiel) der die Technik wirklich auch hörbar einsetzt.

Festhalten muss man allerdings, dass man die ganze Angelegenheit zur Befriedigung des eigenen Anspruchs tut. Der Mehrheit des Publikums sind die technische Finessen leider egal, hauptsache es rockt. Somit soll jeder DJ für sich selbst entscheiden wie er die Technik einsetzen möchte. Schlimm finde ich allerdings wenn man jegliche Art von Wertung und Vorverurteilung vornimmt. Der Battle Vinyl vs. DVS vs. Controllerism ist sowas von müssig und überflüssig.

Und auch die Sync-Button-Diskussion. Nicht die Technik ist Schuld an kreativer Armut sondern der DJ am Mischpult.

Robert Wong 17. August 2014 • 20:47 Uhr

Danke für Deinen Kommentar. Daumen hoch! :-)

Mert 10. Oktober 2014 • 10:34 Uhr

Ich finde die Controller freaks wird es mehr in richtung Live Remixing ziehen, obs jetzt zukunft ist oder nicht, weiß ich nicht, aber es wird sich sicher weiter die Streu vom Spreu vom Weizen trennen.Weiterhin wird es sicher die CDJ's / Vinyl lovers geben. Bis jetzt sind wir ja technisch als dj's noch gar nicht wirklich soweit, Live Remixen heißt ja on the Fly on stage den Track umzubasteln, bis jetzt bereitet man ja alles schön zuhause stundenlang vor um einen "Remix - Live zu spielen", aber ich denkmal aus dem Hause NI wird es sicher bald ordentliche Tool für uns, die DJ's geben. Grüße und achja - schooner Blog ;)

Robert Wong 10. Oktober 2014 • 19:04 Uhr

Danke. Freut mich, dass Dir der Blog gefällt. Eine Frage hätte ich aber: Warum sind wir technisch noch nicht so weit um Live Remixing on the fly durchzuführen? Wenn Du von einem Track ein Traktor Remixset kaufst (z.B. auf Beatport), dann geht das auch relativ einfach ohne große Vorbereitung, oder? Gut, man hört sich natürlich vorher schon an, was man da eigentlich spielt, aber wie es dann zusammenkommt ist dann eher auf dem Improvisations-Level, oder?

Mert 11. Oktober 2014 • 17:38 Uhr

Für mich ist das Live Remixing nicht, ein Remix set reinzuladen und damit aufzulegen... für mich is das vorbereitetes Remixing, weil die Samples und alles ja in stunden langer bearbeitung vorbereitet wurden oder durch zukauf dies schon passiert ist. Ich verstehe eigentlich unter Live Remixing, das ich beim Spielen der Tracks mir die Samples direkt rausziehe und verarbeite und sie immer gut klingen. Loop , Slices oder Cue Jumps ... FX usw ... an sowas denke ich da und für den Normalo DJ der 2h Sets spielt, ist das nach wie vor noch eine gute kunst dies zu tun, wie ich finde...

Robert Wong 13. Oktober 2014 • 9:19 Uhr

Meinst Du nicht auch, dass das ne Menge Stress für den DJ ist, wenn das alles on the fly und unvorbereitet ist? Und bei einem 2 Stunden Set hat man ja nicht viel Zeit, um dem Ganzen einen Spannungsbogen zu verpassen.

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