Update: WhoSampled jetzt mit Track-Erkennung – Shazam für Profis?
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Update: WhoSampled jetzt mit Track-Erkennung – Shazam für Profis?

News 3. Juli 2018

Die App des Online-Verzeichnis‘ für in Songs erkannte SamplesWhoSampled hat ein Update spendiert bekommen und kann nun auch Songs erkennen. Das macht den Dienst überaus mächtig, kann er nun doch gleichzeitig Musik erfassen und gleichzeitig Einblicke in die Arbeitsweise von Künstlern und ihrer Werke gewähren.

Letztens ist mir, dem Autor dieser News, etwas Denkwürdiges passiert: Einer meiner Lieblingstracks aus dem Jahr 2017 ist ‚Today feat. Sui Zhen‘ vom Australier Tornado Wallace. Der Song lief bei mir so oft wie kein anderer. Zuhause, unterwegs, und auch in Clubs habe ich ihn als Closing aufgelegt. Dann schenkte mein Vater mir einen Teil seiner Plattensammlung, auf die ich schon länger scharf war. Unter anderem dabei: Das gleichnamige Debütalbum von Weather Report aus dem Jahr 1971. Als ich dieses zuhause anhörte, stutzte ich: Der erste Song ‚Milky Way‘ kam mir extrem bekannt vor, obwohl ich die Platte noch nie vorher gehört habe. Nach kurzem Überlegen fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Tornado Wallace hat die Jazz-Band gesampled, im 1:1-Vergleich fällt es einem bei ca. 0:32 (‚Today‘) und 0:00 (‚Milky Way‘) direkt auf:

 

 

Ich fand diese Erkenntnis extrem spannend, da sie mir Einblick in die Arbeitsweise eines geschätzten Künstlers brachte. Seit diesem Moment nutze ich außerdem auch selbst vermehrt Samples und habe die Scheu vor dieser Form des musikalischen Zitates abgelegt. Dadurch verbreiterte sich beim Produzieren auch das Spektrum der Möglichkeiten, auch als Inspirations-Boost wirkte die Entdeckung.

WhoSampled – Die DNA der Musik entdecken

Für solche Aha-Erlebnisse scheint WhoSampled gemacht zu sein. Mit der für Android und iOS erhältlichen App können Spotify, Apple Music, iTunes und/oder die eigene mobile Library gescannt werden, um „die DNA der eigenen Musik zu entdecken“. Nach dem Vorgang lässt sich dann nämlich einsehen, welche Samples in den bekannten Track stecken. Bei Remixen wird noch das Original verlinkt, auch wird das Cover angezeigt. Das funktioniert alles easy und intuitiv.

‚Cloud Generator‘ von Kink auf Samples analysiert.

Mit dem neuen Update kann WhoSampled außerdem noch über 500.000 Tracks von über 200.000 Künstlern erkennen, die App analysiert über das Mikrofon des Smartphones welcher Song gerade läuft – ganz wie Shazam. In Kombination mit den weiterführenden Informationen über Remixe und genutzte Samples, ist die Anwendung aber deutlich mächtiger und damit auch nicht nur für reine Konsumenten von Musik ausgelegt. Vielleicht bahnt sich hier eine mehr auf Profis ausgerichtete Shazam-Alternative?

Qualität und Features haben ihren Preis: Die App kostet beim Kauf im Apple App Store einmalig 4,49€, der Recognition-Modus wird für 10,49€/Jahr freigeschaltet. Android User müssen einmalig nichts zahlen, bekommen dafür allerdings Werbung serviert.

Weitere Informationen auf WhoSampled.

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