Association For Electronic Music veröffentlicht Verhaltenskodex gegen sexuellen Missbrauch

Association For Electronic Music veröffentlicht Verhaltenskodex gegen sexuellen Missbrauch

News 13. November 2020

Die Association For Electronic Music kurz AFEM hat einen Verhaltenskodex gegen sexuellen Missbrauch und Genderdiskriminierung innerhalb der elektronischen Musikszene veröffentlicht. 

Bei der Association For Electronic Music handelt es sich um einen Interessenverband bestehend aus über 220 Betrieben und Initiativen aus der elektronischen Musik. Mit dabei sind unter anderem Labels wie K7, das Amsterdam Dance Event, Pioneer DJ, Beatport oder Initiativen wie She Said.So. Gemeinsam hat die AFEM jetzt einen Verhaltenskodex zu dem Thema sexuellen Missbrauch und Genderdiskriminierung innerhalb der Szene veröffentlicht. Der Kodex soll unter den MitarbeiterInnen und AkteurInnen in der elektronischen Musik mehr Bewusstsein und Sensibilisierung dafür schaffen.

Dabei geht es vor allem darum missbräuchliches und übergriffiges Verhalten zu erkennen, aber auch zu benennen und ein Klima zu schaffen das einerseits präventiv dagegen wirkt und Opfern von sexuellem Missbrauch und Diskriminierung Gehör schafft. Zusammengefasst wird dies mit STOP.SUPPORT.REPORT. "Through the launch of our code, we hope to enable the industry to identify and correct the mechanisms and attitudes within electronic music culture which enable and facilitate perpetrators of sexual harassment and abuse to go unchallenged and unreported," heißt es in dem offiziellen Schreiben der AFEM. Dabei ist es wichtig, dass dieser Kodex nicht nur in großen Betrieben verinnerlicht wird, sondern gerade auch in den kleinen Independent-Labels und Agenturen.

Zuletzt veröffentlichte das DJ-Mag erneut Vorwürfe gegen den aus Detroit stammenden Derrick May und der kürzlich verstorbene DJ Erick Morillo wurde wegen Vergewaltigung angeklagt. Um sexuellen Missbrauch und Genderdiskriminierung umfassend aufzuarbeiten und präventiv dagegen Vorzugehen sind allerdings nicht nur Berichte über Stars der Szene gefragt, sondern auch im Berufsalltag in der Musikindustrie muss mehr Aufmerksamkeit dafür geschaffen werden. Hierzu startete die DJ Rebekah zuletzt die Kampagne #ForTheMusic.

Den gesamten Code of Conduct der Association For Electronic Music könnt ihr hier lesen.

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Geschrieben von:
Redaktion

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