"Gegen den AI Slop": Nvidia und Universal Music gehen Partnerschaft ein

"Gegen den AI Slop": Nvidia und Universal Music gehen Partnerschaft ein

News. 9. Januar 2026 | / 5,0

Geschrieben von:
Simon Ackers

Eine ungewöhnliche Partnerschaft wurde jüngst verkündet. Das Majorlabel Universal Music und der Chipgigant Nvidia tun sich ganz offiziell zusammen um KI-Musik weiterzuentwickeln. Dabei geht es auch um eine Kampfansage gegen AI Slop auf den Streamingplattformen.

Die großen aus dem Musikbusiness suchen sich aktuell Partnerschaften wo sie nur können, um sich auf eine Zeit der KI-Musik vorzubereiten. Die neueste Allianz dürfte allerdings der größte Zusammenschluss zu sein den man sich vorstellen kann. Nvidia ist als Chiplieferant aktuell der Ansprechpartner Nummer 1 wenn es um KI geht und ist deshalb jüngst zum teuersten Unternehmen der Welt aufgestiegen. Alle wollen etwas von dem US-Amerikanischen Unternehmen, so auch die Universal Music Group.

Das Majorlabel hatte erst kürzlich seinen Rechtsstreit mit Udio beigelegt, eine Plattform für generative KI-Musik. Statt Verbot und lange Gerichtsverfahren arbeitet man jetzt zusammen an eigenen KI-Plattformen für Musik. Deswegen kommt auch ein Bündnis mit Nvidia zwar überraschend, aber auch nicht komplett aus heiterem Himmel. Universal will sich in eine gute Position bringen wenn es mit der Künstlichen Intelligenz richtig losgeht. Machte man in den 2000ern noch gewaltig Stimmung gegen Streaming und illegale Downloads hat man daraus nun gelernt und sichert sich scheinbar frühzeitig am neuen Trend eigene Marktanteile und Lizenzverträge.

Im Falle der neuen Partnerschaft muss man sich erstmal durch ein diffuses Marketing-Statement wühlen um den Sinn der Zusammenarbeit halbwegs zu verstehen. So soll Universal Music an dem von Nvidia entworfenen Music Flamingo teilhaben. Die KI ist darauf spezialisiert um Musik zu analysieren, von normalen Genre- und Tempo-Analysen, bis zu tiefergehender Erkennung von Instrumenten, Akkordfolgen, Timbres und "cultural context" (was auch immer damit gemeint ist). Dadurch soll die Suche nach Musik für Endnutzer:innen und die Personalisierung von Vorschlägen verbessert werden.

Punkt Nummer zwei ist die Musikproduktion. Universal will schon länger eine "ethisch korrekte" generative KI-Nutzung für Musiker:innen im eigenen Labelpool erschaffen und hat mit Nvidia nun einen weiteren sehr mächtigen Partner in der Entwicklung entsprechender Tools.

Der dritte Punkt ist der selbstausgerufene Kampf gegen AI-Slop. Die Streamingplattformen und das Internet im allgemeinen werden geflutet mit schnell erstelltem KI-Inhalt und hier und da werfen die sogar Geld und gute Streamingzahlen ab. Die Zusammenarbeit soll als ein "Gegengift" gegen den Slop wirken, so Universal Music. Runtergebrochen bekommt Nvidia mit dem Deal einen lizensierten Zugriff auf sehr wertvolle musikalische Trainingsdaten. Universal bekommt im Gegenzug ebenfalls sehr wertvolle und vor allem Leistungsstarke KI-Tools von Nvidia an die Hand.

Das gesamte Statement findet ihr hier.

Veröffentlicht in News und getaggt mit Künstliche Intelligenz , Nvidia , Universal

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