Kurztest Monitorboxen: KRK ROKIT 5 G2 gegen KRK ROKIT 5 G3  Review: KRK ROKIT 5 G2 vs KRK ROKIT 5 G3
KRK Rokit 5G3 vs Rokit 5G2

Kurztest Monitorboxen: KRK ROKIT 5 G2 gegen KRK ROKIT 5 G3 Review: KRK ROKIT 5 G2 vs KRK ROKIT 5 G3

Archiv 8. Oktober 2013

Eigentlich sind Studiomonitore nicht ganz unsere Baustelle bei DJ-LAB.DE, aber heutzutage verschwimmt DJing immer mehr mit Producing und es gibt bestimmt den ein oder anderen DJ unter euch, der zu Hause schon mal etwas selbst produziert hat, um es zu mindest mal in sein Set einzubauen. Davon abgesehen lassen sich kleine aktive Studiomonitore auch gut zu Hause zum Auflegen verwenden, da man vom Controller oder Mixer ohne zusätzlichen Verstärker direkt in die Boxen gehen kann. Das Spart ein paar Kabel und auch Platz.

Der amerikansiche Studio-Monitor Hersteller KRK ist schon seit einiger Zeit am Markt etabliert und lieferte bislang mit der Rokit Einsteigerserie G2 (Generation 2) in den größen 5, 6 und 8 Zoll Abhörmonitore mit einem Preisleistungsverhältnis, dass sich hören lassen kann. Ende August 2013 stellte KRK nun die dritte Generation der Rokits vor und überraschte mit noch mehr Leistung zum angeblich gleichen Geld. Wir hatten die Möglichkeit die KRK Rokit 5 G3 kurz zu testen und sie mit dem Vorgängermodell zu vergleichen.

KRK Rokit 5G3 vs Rokit 5G2
KRK Rokit 5G3 vs Rokit 5G2

Ausgepackt und Aufgestellt

Auf den ersten Blick scheinen die beiden Rokits kaum Unterschiede aufzuweisen. Neben dem neuen Rokit-Logo hat sich die Gehäuseform etwas verändert und die Verschraubungen auf der Frontseite sind verschwunden. Fasst man die Membran des Hochtöners und des Tieftöners an, so merkt man, dass dort ein anderes Material verwendet wurde, dass etwas flexibler ist. Der Dome neigt dadurch nicht mehr eingedrückt zu bleiben, wenn man mal zufällig daran geriet. Größe und Gewicht der beiden 5 Zoll KRK-Generationen ist nahe zu identisch geblieben (beide bewegen sich im 6 Kilo-Bereich). Schaut man sich die Rückseite der G3 Box an, so fällt einem auf, dass ein Regler mehr dazu gekommen ist.  Die Rokit G3 hat nun für den Tieftöner ebenfalls eine 4-stufige Anpassmöglichkeit. Ansonsten wurde der Netzschalter um 90 Grad gedreht und es gibt keine Möglichkeit mehr die Eingangsspannung zwischen 110Volt und 240Volt auszuwählen.

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Woofer Einstellmöglichkeit

Laut KRK sollen die folgenden Punkte bei der 3. Rokit Generation verbessert worden sein:

  • Ein neuer Hochtöner, der jetzt bis auf 35 KHz hoch geht.
  • Eine neue Gehäuseform für ein optimiertes Abstrahlverhalten und besseres Stereobild
  • Leichter Glas-Aramid-Tieftöner für klare Mitten und eine straffe Basswiedergabe
  • Neuer Bi-amped, class A/B Verstärker mit mehr Leistung
  • Getrennt regelbare Tief- und Hochtönerabstimmung

Technische Daten

Treiber:  5″-Glass-Aramid-Tieftöner,   1″- Textil-Hochtöner

Eingänge: XLR (3-pin) & 1/4″ TRS – 10kOhm, symmetrisch, RCA – 7kOhm, unsymmetrisch

Verstärkung: aktiv, 50 Watt, Class A-B, bi-amplified

Frequenzgang: 45Hz – 35kHz

Hochtönerabstimmung: -2dB, -1dB, 0, +1dB

Tieftönerabstimmung: -2dB, -1dB, 0, +2dB

Systempegel: -30dB – +6dB

Maximale Leistung: 106 dB Peak

Auto-Standby: 30min.

Magnetische Abschirmung: Ja

Bassreflexöffnung: Frontseitig (Schlitzform)

Gehäusematerial: MDF

Abmessungen: 24,6cm x 18,8cm x 28,4cm (H x B x T)

Gewicht: 5,9 Kg

Der Test

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Um einen A-B-Vergleich mit meinen vergesslichen DJ-Ohren sauber hin zu bekommen, haben wir beide Boxenpaare über einen passiven Switcher angeschlossen, den uns KRK gleich mitgeliefert hat. Da die neue G3-Serie einen etwas stärkeren Amp verbaut hat, musste die Lautstärke der 3. Generation erst ein mal mit einem dB-Messgerät angeglichen werden. Als Testmusik haben wir uns verschiedene Wavs aus den Genres Dubstep, Dance und Pop/Jazz, jeweils mit und ohne Vocals ausgesucht, um zu hören, wie gut oder schlecht die Mitten bei gleichzeitiger Basswiedergabe durchkommen und ob die von KRK aufgeführten Neuerungen wirklich stimmen. Bis auf die Punkte „Abstrahlverhalten“ und „straffere Basswiedergabe“ können die Veränderungen der neuen G3-Serie bestätigt werden. Vocals scheinen sauberer vom unteren Frequenzbereich getrennt zu sein. Der pregnanteste Unterschied zwischen G2 und G3 wird im Stereobild und den Höhen deutlich. Egal welches Genre man einlegte, man empfand das Abhören mit viel mehr Räumlichkeit und konnte mehr Details im oberen Frequenzbereich wahrnehmen (mir sind sogar Sachen aufgefallen, die ich bei meinen Mackie MR8 garnicht wahrgenommen hatte). Eine „straffere“ Basswiedergabe lies sich bei elektronischer Musik nicht wirklich feststellen. Hier hatte man eher den Eindruck, dass man den Bass mit dem Rückseitigen Regler etwas mehr Power geben musste.  In den Details des Bassbereiches konnte man keine wesentliche Unterschiede zwischen G2 und G3 feststellen. Lediglich bei einem schnell gezupften analogen Bass möchte ich meinen, dass die G3s eine Nuance genauer sind. Ob das aber für den DJ von heute wirklich zum tragen kommt, bezweifle ich. Für einen 5-Zoll Monitor erledigen aber beide Boxen einen guten Job im Bassbereich. Wer einen detailierteren Test mit Frequenzanalysen zu den KRK RP 5 G2 lesen möchte, der wird hier etwas brauchbares  finden.

Fazit

Besitzer der G2 Serie sind durch dieses Update nicht gezwungen auf das neue Modell umzusteigen, da die alte Serie nach wie vor einen ordentlichen Job macht. Gerade in der Hinsicht auf die Produktion von elektronischer Musik wird man auch mit der G2-Serie weiterhin gut arbeiten können. Bewegt man sich in Bereichen anderer Genres in denen noch mehr Wert auf eine räumliche Anordnung der Instrumente und derer Details gelegt wird, so ist der Griff zur G3-Serie definitiv die bessere Entscheidung, denn das erweiterte Stereo Bild und der neue Hochtöner, der nun bis auf 35KHz hoch geht, vermitteln dem Ohr definiertere Informationen. Dies wirkt sich vor allem bei längeren Abhörsessions positiv auf das Hörerlebnis aus. Auch wenn die straffere Basswiedergabe der G3s in der Realität bei elektronischer Musik schwächer als bei den G2s zu wirken scheint, so kann man diese mit der neuen Tieftönerregelung leicht anpassen. Damit ist die RP5 G3 ein wenig flexibler einsetzbar als das Vorgängermodell.  Der etwa um 5Watt stärkere Amp und der neue Limiter sorgen dafür, dass man auch im Clip-Bereich noch sauber hören kann. Alles in allem sind die KRK Rokit 5 der dritten Generation ein gelungenes Update und überzeugen aufs neue mit ihrem Preis-Leistungsverhältnis. Wer also einen Nahfeldmonitor unter 200.- Euro sucht, der sollte sich auf jeden Fall mal die KRKs anhören. Und wer sich dazu noch eine optische Differenzierung wünscht, der kann sein Homestudio auch mit der limitierten RP5G3 in Vintage Gold pimpen, welche es ab Dezember 2013 für 20.- Euro mehr geben soll.

KRK RP5 G3 Vintage Gold
KRK RP5 G3 Vintage Gold

Plus:

+ Besseres Stereobild

+ Erweiterter Frequenzbereich

+ Zusätzlicher Tieftonregeler

+ Stärkerer Amp

Minus:

– Es gibt nichts auszusetzen

Preis KRK RP5 G3: ca. 159,-

Lieferzeit: Erhältlich seit September 2013

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Zur Herstellerseite

Alternativen:

Mackie MR5 MK3

Yamaha HS5

Adam F5

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