Überblick: Die besten Monitorboxen für DJs

Überblick: Die besten Monitorboxen für DJs

Features 29. Juni 2019

Für das Auflegen in den eigenen vier Wänden kommt man nicht drumherum entsprechende Lautsprecher aufzustellen. Sofern die alte Stereoanlage nicht ausreicht, ist es in den meisten Fällen empfehlenswert wenn man sich etwas hinstellt, dass rudimentären Anforderungen des DJings eher gerecht wird. Aber welche Lautsprecher eignen sich für DJs am besten? Wir haben uns Studiomonitore angeschaut, die bei EinsteigerInnen kein allzu großes Loch im Geldbeutel hinterlassen, für das Auflegen zuhause ausreichen und gleichzeitig sich auch für die ersten Gehversuche im Produzieren von elektronischer Musik eignen. Die vorgestellten aktiven Monitorboxen liegen daher bei unter 300 Euro pro Stück und verfügen über einen mindestens 6 Zoll großen Tieftöner, sodass man in einem durchschnittlich großen Zimmer einen druckvollen Sound bekommt. Gerade beim Produzieren kommt es darauf an, dass die Lautsprecher so viele Details wie möglich wiedergeben, damit der Sound später auch auf anderen Anlagen so klingt, wie man es sich wünscht.

KRK Rokit RP7 G4

Der US Hersteller KRK schickt seine Rokit-Serie in die vierte Generation und präsentiert mit dem Rokit RP7 G4 einen Nahfeldmonitor mit 6,5 Zoll Tieftöner und einem 1 Zoll Hochtöner. Die 2-Wege-Box liefert dabei insgesamt 145 Watt Ausgangsleistung, was für die Beschallung eines durchschnittlich großen Zimmers völlig ausreicht. Mit einem Frequenzbereich von 42-40.000 Hz hat dieser Monitor genug Reserven, um in den Tiefen und Höhen gleichermaßen transparent zu wirken. KRK hat der neuen Rokit-Serie nun auch Kevlar Membranen verpasst, die es vorher nur in der V-Serie gab (Pro-Serie von KRK). Das steifere Kevlar arbeitet dabei präziser in der Schwingung als herkömmliche Pappmembrane, wodurch kurze Transienten weniger verwaschen klingen.

Ein Highlight der neuen Rokit-Serie ist der grafische EQ auf der Rückseite. Dort sitzt ein LC-Display, über das man verschiedene EQ-Presets erreicht und den Auto-Standby-Modus aktivieren kann. In Zukunft soll man die Rokits auch per App für den jeweiligen Raum einmessen können. Für 259 Euro bekommt man mit dem RP7 G4 einen Nahfeldmonitor, der ordentlich Wumms hat und dabei trotzdem Details wiedergibt, die man zum Produzieren benötigt. Wer auf den grafischen EQ verzichten kann, ist mit der G3 Serie ebenfalls noch gut bedient, solange noch Vorrat vorhanden ist. Leider besitzt die KRK Rokit RP7 G4 nur noch eine XLR/Klinke-Kombibuchse und keinen Cinch-Eingang mehr. Je nach Mischpult bzw. Soundkarte sollte man hier also auf den Anschluss achten.

Preis: 259 EUR
RP7 G4

Yamaha HS7

Der Yamaha HS7 Nahfeldmonitor ist schon eine ganze Weile auf dem Markt etabliert und ist bei Hobby-Produzenten vor allem in den elektronischen Genres sehr beliebt. Die Box besticht durch einen relativ linearen Sound, der mit einem 6,5 Zoll großen Tieftöner auch im Bassbereich überzeugt ohne zu sehr zu färben. Insgesamt liefert der HS7 95 Watt Ausgangsleistung in einem Frequenzbereich zwischen 43 Hz und 30 kHz. Die Einstellmöglichkeiten sind eher spartanisch. Bass und Höhen lassen sich über zwei Schalter auf der Rückseite jeweils um +/-2 dB anpassen, für kleinere Raumkorrekturen ist das aber völlig ausreichend. Als Eingang stehen sowohl XLR als auch 6,5mm-Klinke zur Verfügung.

Durch die rückseitige Bassreflexöffnung und die Kühlrippen des Amps sollte die Box nicht zu nah an der Wand stehen, um Überhitzung und Reflektionen zu vermeiden. Die Yamaha HS7 ist in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis seit Jahren in den Top 5der Nahfeldmonitore unter 300 Euro pro Stück. Auch wenn die Ausstattung auf den ersten Blick etwas mager aussieht und die Detailtreue im oberen Frequenzbereich besser sein könnte, so bekommt man für ca. 195 Euro kaum eine Alternative, die beim linearen Frequenzgang und der Ausgangsleistung in dieser Preisklasse mithalten kann. Den HS7 gibt es in Schwarz oder in Weiß.

Preis: 194 EUR
HS7

Adam T7V

Adam Audio ist weltweit für hochwertige Studioabhören bekannt und liefert mit der T-Serie auch etwas für den Einsteigerbereich. Der T7V ist ein Nahfeldmonitor mit 7-Zoll-Tieftöner und den typischen Adam Bändchen-Hochtöner. Die beiden verbauten Verstärker liefern in der Summe 70 Watt (RMS) bei einem Schalldruck von 110 dB. So bekommt der Bedroom DJ eine ordentliche Lautstärke in sein Zimmer gestreut, um auch die Nachbarn noch ärgern zu können. Für die Anpassung des Bass und Höhenanteils gibt es rückseitig zwei Stellschalter, mit denen man den jeweiligen Frequenzbereich um +2 bzw. -2 dB heben oder senken kann.

Als Eingänge gibt es standardmäßig einen XLR-Anschluss. Zusätzlich steht ein Cinch-Eingang zur Verfügung, falls der Sound mal unsymmetrisch vom Mixer oder der Soundkarte kommt. Der ADAM T7V besticht gerade fürs Recording mit seiner sehr hohen Detailtreue. Das verdankt die Box vor allem dem Bändchen-Hochtöner, der in den oberen Mitten und Höhen auch bei hoher Lautstärke sehr präzise arbeitet. Als reine DJ-Abhöre sollte man den Bass mit dem rückseitige Schalter etwas boosten, denn hier ist die T7V Box zwar knackig, aber dafür weniger druckvoll als manch anderer Mitbewerber.

Preis: 199 EUR
T7V

Focal Alpha 65

Der französische Lautsprecherhersteller Focal ist sowohl im Hi-Fi- als auch Studiobereich bekannt und schickt mit dem Alpha 65 einen Studiomonitor ins Rennen, der sich vorwiegend an Einsteiger wendet. Die Box ist mit einem 6,5 Zoll großen Polyglass-Tieftöner ausgestattet, der von einem 70W-Amp angetrieben wird. Der Hochtöner misst 1 Zoll und leistet 35 Watt. Der Frequenzgang des Focal Alpha 65 Monitor umfasst 40-22.000 Hz bei einem Schalldruck von 106 dB. Auf der Rückseite des Speakers befinden sich zwei Shelv-EQs, mit denen man zum einen den Bassbereich bis 300 Hz um +/-6 dB verändern und zum anderen die Frequenzen ab 4,5 kHz um +/-3 dB nachjustieren kann.

Damit lassen sich kleinere Raukorrekturen vornehmen. Als Anschlüsse stehen ein XLR- und ein Cinch-Eingang bereit, die parallel betrieben werden können, sodass mit zwei Soundquellen gleichzeitig gearbeitet werden kann. Die Charakteristik der Alpha 65 ist als sehr linear zu bezeichnen, wobei der Bassbereich für einen 6-Zöller sehr weit runter geht. Für ca. 265 Euro bekommt man mit dem Focal Alpha 65 einen Nahfeldmonitor, der in Sachen Verarbeitung und Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut dasteht.

Preis: 256 EUR
Alpha 65

Tannoy Reveal 802

Der britische Lautsprecher-Spezialist Tannoy liefert mit dem Reveal 802 einen Nah- bis Mittelfeldmonitor mit 8-Zoll-Tieftöner, der mit einer Leistung von 75 Watt sehr viel Druck transportiert. Der 1-Zoll-Hochtöner wird mit 25 Watt befeuert. Das Klangbild dieser Box ist ausgewogen und kann auch bei der Impulstreue Pluspunkte sammeln. Der Frequenzbereich liegt zwischen 42 Hz und 43 kHz. Mit 12,8 kg ist die Box kein Leichtgewicht, sodass das Aufstellen auf einem Stativ zu empfehlen ist. Auf der Rückseite befinden sich ein XLR- und ein unsymmetrischer Klinken-Eingang. Für die Raumanpassung gibt es lediglich einen Wahlschalter, der die Höhen um +/-1,5 dB beeinflusst.

Für den Bassbereich gibt es keine Anpassung. Ein kleines Highlight der Reveal 802 Box ist ein zusätzlicher Miniklinken-Eingang, über den man beispielsweise ein Smartphone direkt anschließen kann. Für diesen Fall gibt es auch einen zweiten Mini-Klinken-Steckplatz, der dann beide Boxen verbindet. Im Vergleich zu den anderen hier vorgestellten Monitore ist der Tannoy Reveal 802 größer und liefert dementsprechend mehr Schalldruck. In anderen Worten gesagt, hat diese Box ordentlich Bumms und eignet sich daher auch für größere Zimmer. Und dabei kostet dieser Monitor gerade mal 149 Euro pro Stück.

Preis: 149 EUR
Tannoy

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