Überblick: Die fünf besten DJ-Clubmixer | 2022

Überblick: Die fünf besten DJ-Clubmixer | 2022

Features7. Januar 2022

DJ-Clubmixer tragen meist das Merkmal, das sie robust gebaut sind und über mindestens vier Eingangskanäle verfügen um Mediaplayer und Turntables anzuschließen. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn sie bei häufig wechselnden DJs ein Maximum an Konnektivität und Kompatibilität bieten. Gerade im Hinblick auf DJs deren Musik vom Laptop kommt kann z.B. ein integriertes Audio-Interface das Gewicht der Equipment Tasche um einiges senken und lästiges Verkabeln verhindern. Wir haben deswegen eine Liste der besten Clubmixer erstellt, die aus persönlichen Erfahrungswerten, Infos von Händlern und den durchschnittlichen Anforderungen eines Clubmixers entstanden ist. Dazu gehören Kriterien wie Verarbeitung, Anschlussmöglichkeiten, Bedienbarkeit und letztendlich auch die inneren Werte wie Klang und Ausgangsleistung.

Pioneer DJ DJM-900NXS2

Die DJM-Serie von Pioneer DJ ist schon seit geraumer Zeit in den meisten Clubs vertreten. Der DJM-900NXS2 ist dabei das jüngste Flaggschiff der Pioneer DJ-Clubmixer. Bei diesem digitalen 4-Kanaler wurde die Soundqualität, im Vergleich zum DJM-850, durch einen 64-Bit-DSP, nochmals gesteigert. Mit überarbeiteten Frequenzbereichen beim 3-Band-EQ und einem riesigen Effekt-Arsenal an Bord bietet der DJM-900NXS2 jede Menge Möglichkeiten ein Set zu gestalten. Die einfache Bedienung steht dabei immer im Vordergrund. Neben den sechs Soundcolor-Effekten stehen vierzehn weitere Beateffekte zur Verfügung, die über ein OLED-Display angezeigt werden. Dabei lassen sich diese Effekte auf bestimmte Frequenzbereiche separieren.

DJM-900NXS2 DJ-Mixer von Pioneer DJ.

Wer weitere Effekte benötigt, kann über die Send-Return-Schleife entweder externe Effektgeräte oder optional auch per USB die RMX-1000 iPad App als zusätzliches Effektgerät nutzen. Die verbaute 24 Bit/96 kHz USB-Soundkarte besitzt vier Stereo-Eingänge und fünf Stereo-Ausgänge. Dies ermöglicht Computer-DJing mit Traktor Pro, Serato DJ oder auch Rekordbox DJ inklusive einer Timecode-Steuerung. Für nahtlose DJ-Wechsel stehen zwei USB-Anschlüsse bereit. Insgesamt können bis zu vier Plattenspieler/CD-Mediaplayer angeschlossen werden. Wer bereits über die größeren CDJs oder XDJs verfügt, kann diese auch digital mit dem DJ-Clubmixer verbinden.

Die Oberfläche des DJM-900NXS2 ist klar strukturiert, sodass man sich auf Anhieb schnell zurechtfindet. Die langen LED-Ketten für Master- und Einzelkanäle vermitteln ein klares optisches Feedback über die Pegel. Die Faderkurven lassen sich in ihrer Charakteristik 3-stufig verändern, sodass auch Scratch-DJs mit diesem DJ-Clubmixer arbeiten können. Der DJM-900NXS ist ein Allround-Mischpult, das digitale und analoge Konnektivität vereint und durch die Onboard-Effekte viel Spielraum für Soundmanipulationen bietet ohne dabei an Übersichtlichkeit zu verlieren. Dementsprechend wird sich jeder fortgeschrittene DJ sofort zurechtfinden ohne die Bedienungsanleitung lesen zu müssen.

Preis: 2200 EUR
Info

Allen & Heath Xone:96

Der Xone:96 ist ein analoger 6+2-Kanal-Mixer, der als Update des Xone:92 gesehen werden kann. Dabei wurden die Vorzüge des Xone:92 beibehalten und die Schwachstellen ausgebessert. Das Layout des Xone:92 wurde dabei weitestgehend übernommen, sodass sich Xone-User direkt zurechtfinden werden. Die wohl größte Veränderung, die im Xone:96 schlummert, ist die duale 32 Bit/96 kHz Soundkarte, die mit sechs Stereo bzw. zwölf Kanälen rein und raus geht. Sie ist ab Werk Traktor Scratch Ready. Durch den doppelten USB-Anschluss sind dementsprechend fliegende DJ-Wechsel über zwei Laptops möglich. Wer im Team auflegt, wird sich über die zweite Vorhörsektion freuen, die einem zweiten DJ ein unabhängiges Cueing ermöglicht. Mit zwei Sends pro Kanal und insgesamt vier Returns bietet der Xone:96 DJ-Clubmixer jede Menge Anschlussmöglichkeiten für externe Effektgeräte, Synths, Drummachines oder Sampler.

Xone:96 DJ-Mixer von Allen&Heath.

Für ein präzises Eingreifen in den Sound sorgt ein überarbeiteter 4-Band-EQ. Auf den beiden Return-Kanälen, die optional auch als Mikrofonkanäle nutzbar sind, befindet sich sogar ein parametrischer Mitten-EQ. Obendrauf hat der Booth-Ausgang ebenfalls einen 3-Band-EQ bekommen. Die bekannten VCF-Filter des Xone:92 sind beibehalten worden. Sie besitzen jetzt zusätzlich einen Crunch-Regler, mit dem man das Signal harmonisch anzerren kann. Die Kanal- und Crossfader-Kurven sind nun über drei Stufen einstellbar. Als Crossfader wurde ein MiniInnofader verbaut, der auch gegen den großen Innofader getauscht werden kann. Dementsprechend sind auch Scratches mit dem Crossfader möglich. Die Stärken des Xone:96 liegen in den umfangreichen Anschlussmöglichkeiten für externe Geräte, was ihn für Live-Sets genauso attraktiv macht wie für Back2Back Team-DJing.

Des Weiteren hat er den warmen und druckvollen Sound des Xone:92 geerbt, den er jetzt mit noch mehr Headroom nach außen trägt.  Durch den 4-Band-EQ und die VCF-Filter kann man präzise in den Sound eingreifen, was ihn aber nicht unbedingt bedienfreundlicher macht. Die Doppel-USB-Soundkarte bietet viele Routing-Möglichkeiten, um z. B. parallel mit Traktor und Ableton zu spielen. In diesem Sinne dient der Xone:96 vorwiegend dem professionellen Einsatz, bei dem der Eingriff in Details möglich ist wie bei kaum einem anderen DJ-Clubmixer.

Preis: Ca. 2000 EUR
Testbericht Hier kaufen

Pioneer DJ DJM-750MK2

Nachdem der DJM-850 ausgedient hat, gilt der DJM-750MK2 als kleiner Bruder des DJM-900NXS2. Man kann ihn als die preiswertere 4-Kanal-Variante in abgespeckter Form betrachten. Dennoch ist er clubtauglich und kommt mit dem Rekordbox DVS-Paket im Bundle. Die interne USB-Soundkarte sorgt dabei mit einer 32-Bit-Wandlung für den digitalen Anschluss. Mit Traktor funktioniert er leider nur ohne Timecode-Unterstützung, mit Serato DJ gar nicht. Dennoch gleicht der DJM-750MK2 das mit seiner Verarbeitung im Stil der NXS-Serie und dem Arsenal an Effekten in gewohnter Pioneer Qualität aus. Hier werden vier Soundcolor-Effekte und elf Beateffekte angeboten, die sich wie beim großen Bruder DJM-900NXS2 bedienen lassen. Das Display für die Effekt-Information ist dafür etwas kleiner ausgefallen. Dafür wurde aber die 3-Band-Frequenztrennung für die Effektausgabe übernommen.

DJM-750MK2 DJ-Mixer von Pioneer DJ.

Eine Effektschleife für externe Effektgeräte steht ebenfalls zur Verfügung. Leider wirkt sich diese aber eher wie eine Insert-Schleife aus, statt als Send. Zusätzlich bietet der DJM-750MK2 auch die USB-Anbindung für die RMX-1000 iPad App an, die sozusagen ein zusätzliches virtuelles Effektgerät darstellt. Der USB-Anschluss kann aber auch dazu genutzt werden, um mit der Pioneer DJ DJM-Rec App seinen Mix direkt auf dem Mobilgerät aufzunehmen. Mit ca. 1200 Euro ist der DJM-750MK2 eine alternativer DJ-Clubmixer, an dem alle klassischen Anschlüsse für Turntables und CD-Media-Player vorhanden sind. Einschränkung erfährt man bei der einfachen Soundkarte, die weder DJ-Wechsel zulässt noch mit Serato und Traktor im DVS-Modus kompatibel ist. DJs, die aber einen gut verarbeiteten Clubmixer für klassische Setups mit einfacher Bedienung suchen, werden beim DJM-750MK2 fündig.

Preis: Ca. 1099 Euro
Testbericht

Denon DJ X1850 Prime

Der Denon DJ X1850 Prime weiß als professioneller Vierkanal-DJ-Mixer zu überzeugen. Neben einer vorbildlichen Verarbeitung und der Ausstattung mit hochwertigen Bedienelementen hat der Mixer auch beim Funktionsumfang Beeindruckendes zu bieten. Zuspieler lassen sich analog oder digital verkabeln und viele davon auch parallel anschließen, was bei Festinstallationen ein großer Vorteil ist. Durch die doppelt verbauten und leicht erreichbaren USB-Anschlüsse auf der Oberseite gelingt ein DJ-Handover sehr bequem und der rückseitig ausgeführte Netzwerk-Hub erlaubt den Datenaustausch mit den hauseigenen SC-Prime-Mediaplayer ohne zusätzliches Netzwerkgerät.

X1850 Prime DJ-Clubmixer von Denon DJ.

Die kreative Ausstattung des X1850 Prime ist ebenfalls recht üppig und erlaubt neben einer parallelen Aktivierung von Filtern, Sweep- und BPM-Effekten auch die Integration eines externen Effektgeräts. Unserer Meinung nach ist der X1850 Prime ein rundum sehr gut gelungener Mixer, der sich für Einsätze im Profibereich empfiehlt, ein Upgrade lohnt sich aber nur bedingt, da die Unterschiede zum X1800 Prime recht überschaubar sind.

Preis: Ca. 1300 EUR
Testbericht Hier kaufen

Allen & Heath Xone:PX5

Der Xone:PX5 ist Allen & Heaths Antwort auf die bedienfreundliche DJM-NXS-Serie von Pioneer. Der analoge 4+1-Kanaler zeigt auf den ersten Blick, dass die Bedienoberfläche wesentlich aufgeräumter ist als bei einem Xone:96 oder einem Xone:DB4. Dementsprechend besitzt der PX5 einen einfachen 3-Band-EQ pro Kanal und nur ein VCF-Filtersystem, das sich auf jeden Kanal routen lässt. Auch wenn der PX5 ein analoger Mixer ist, verknüpft er auf geschickte Weise die Vorteile von analoger und digitaler Welt. Allen voran ist ein Traktor Scratch zertifiziertes Audio-Interface mit zehn Stereo-Kanälen und 24 Bit/96 kHz Wandlern verbaut, das per USB mit einem Rechner verbunden werden kann. Serato kann der Xone:PX5 leider nicht. Für die Signalmanipulation wurde ein Effektbord integriert, das 16 Effekte aufweist. Diese lassen sich sehr detailreich einstellen, da man hier neben dem Dry/Wet- auch noch zwei weitere Parameter steuern kann.

Xone:PX5 DJ-Clubmixer von Allen&Heath.

Wem das nicht reicht, der kann parallel über die Send/Return-Schleife noch ein weiteres Effektgerät einbinden. Sowohl das VCF-Filtersystem als auch die Pre- und Postfader-Schaltung sind im Effektweg möglich, wodurch sich weitere Mixtechniken ergeben. Man kann den PX5 als preiswerten Clubmixer betrachten, der einfach zu bedienen ist und den charakteristischen analogen Allen & Heath Sound liefert. Er weist darüber hinaus noch eine ausgefeilte Konnektivität für MIDI-Gerätschaften wie K-Serien-Controller, Effekte, Synths oder Drummachines auf, die sich über den PX5 synchron halten lassen. Die Onboard-Effekte kann man dabei eher als "smooth" statt "in-your-face" bezeichnen, was Allen & Heaths Historie aus dem Studiobereich unterstreicht.

Preis: Ca. 1200 EUR
Hier kaufen

Veröffentlicht in Features und getaggt mit Allen & Heath Xone:96, Allen & Heath Xone:PX5, clubmixer, Denon DJ X1800 Prime, dj mixer, DJing, Pioneer DJ DJM-750MK2, Pioneer DJ DJM-900NXS2

Geschrieben von:
Redaktion

1Kommentare zu "Überblick: Die fünf besten DJ-Clubmixer | 2022"

SkrrtSkrrt 26. Februar 2022 •6:09 Uhr

Wo ist das DJM-V10 ?

Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.