Neu: Reloop RP-8000 – Turntable mit Midi-Tasten, BPM 2013New: Reloop RP-8000 – Turntable with midi-buttons, BPM 2013

Neu: Reloop RP-8000 – Turntable mit Midi-Tasten, BPM 2013New: Reloop RP-8000 – Turntable with midi-buttons, BPM 2013

Archiv 17. September 2013

In einer Zeit, in der sich Vieles nur noch um DJ-Controller dreht, scheint eine Firma den Mut aufgebracht zu haben, die Turntable-Era nochmal neu zu beleben. Reloop stellt mit dem RP-8000 einen Plattenspieler vor, der mit Midi-Steuerelementen ausgestattet ist und vom Design her an die legendären 1200/1210er von Technics erinnert. Bei den Midi-Steuerelementen handelt es sich um Tasten, die über vier Ebenen dazu genutzt werden können, um Cue-Punkte, Loops, Sampler oder benutzdefinierte Funktionen abzurufen. Zusätzlich gibt es noch einen Encoder zur Navigation in der Track-Liste und fürs Laden in das Deck. Der Rest des Plattenspielers, abgesehen vom Plattenteller, sendet optional Midi-Daten, wenn man dies durch eine Tastenkombi aktiviert. Ziel ist es hier dem DVS-DJ einen Turntable an die Hand zu geben, der schon einen integrierten Midi-Controller besitzt, um weiteres Equipment einzusparen. So soll es laut Reloop auch schon ein vorgefertigtes Mapping für Serato Scratch Live geben. Die Midi-Daten werden dabei vom RP-8000 per USB an den Rechner gesendet. Zusätzlich gibt es einen zweiten USB-Anschluss, der es ermöglich bis zu vier RP-8000 mit einander zu verbinden, um so nur einen USB-Port am Rechner zu blockieren.

Reloop-RP-8000_top

Features laut Hersteller:

– quarzgesteuerter DJ-Plattenspieler mit Upper Torque-Direktantrieb
– Midifähige Control-Sektion bestehend aus Trax Encoder, 8 hintergrundbeleuchtete Drum Pads und 4 kombinierbare Performance Modes (Cue, Loop, Sample und User)
– Auto Deck-Assign-Feature
– Turntable-Link USB-Port
– Digitales LCD-Display für die Pitch-Anzeige, Deckzuweisung und Firmware-Einstellungen
– einstellbares Startdrehmoment (2,5 kg/cm – 4,5 kg/cm)
– Metalltop-Pannel mit Metallic-Finish
– Phono- und Line-Ausgang (keine Erdung notwendig)
– direkte Verbindung von Plattenspieler und Motor für größtmögliche Stabilität
– einstellbare Start/Stopp-Geschwindigkeiten (0,2 – 6 Sek.)
– extra schwere Ausführung
– höhenverstellbarer, S-förmiger Tonarm mit Anti-Skating
– Pitch-Bereich ±8%, ±16%, ±50%
– leicht austauschbare, frei drehbare Nadelbeleuchtung mit Super-Bright-LED
– Quarz Lock
– Sicherheits-Netzschalter
– Schalter für Vorwärts- und Rückwärtslauf
– zusätzlicher Start/Stopp-Taster für vertikale Aufstellung
– Gummieinlage zur Reduzierung von Schwingungen und Nebengeräuschen
– Netz- und Cinch-Kabel abnehmbar
– versenkte Anschlussmulde für einfachen Case-Einbau
– schockabsorbierende Füße
– Vibrationshemmender Sockel

Technische Daten
– Typ: 3 Geschwindigkeiten, voll manuell
– Antriebsart: quarzgesteuerter Upper Torque-Direktantrieb
– Geschwindigkeiten: 33 1/3, 45 und 78 U/Min.
– Startdrehmoment: 2500 – 4500 g/cm
– S/N Ratio >= 55 dB (1 kHz, 4mV Eingang)
– Applicable Cartridge Gewicht 6-10 g
– Anti-Skating Range: 0 – 3 g
– Maße: 450 x 160 x 353 mm
– Gewicht: 11,0 kg
– Inkl. Slipmat, Headshell & Tonarmbeleuchtung, jedoch ohne System

Reloop-RP-8000_back

Auch wenn man an Tonarm, Plattenteller und Ein-/Aus-Schalter erkennt, dass der RP-8000 aus der gleichen Fabrik stammt wie Modelle von Stanton, Synq und Audio Technica, so steht er trotzdem mit dem integriertem Midi-Controller an einer Stelle, die ihm kein anderer Plattenspieler streitig macht. Eine ähnelnde Funktionalität des RP-8000 wurde bisher nur durch Umwege hergestellt, in dem man z.B. einen zusätzlichen Midi-Controller für sein DVS anschließen musste. Weit verbreitet war bisher z.B. die Kombination aus Technics SL-1210 MK2 und den Novation Dicers.  Aber auch hier würde der RP-8000, in anbetracht das Serato Scratch Live in Zukunft Serato DJ heißen wird, nochmals punkten, denn mit den verschiedenen Midi-Ebenen werden viele Funktionen der Software ohne zusätzliche Gerätschaften bedienbar. Neben Hot-Cues, Loops und Sampler wäre es durchaus denkbar, dass z.B. Roll und Slicer über die Benutzerdefinierte Ebene (User) angesteuert werden könnten. Bei der gleichzeitigen Auswahl von zwei Modi ist die Unterteilung der 8 Triggerpads in zwei Bereiche ebenfalls eine komfortable Sache, um nicht immer zwischen zwei Ebenen hin und her zu springen, sprich wählt man Cue und Loop gleichzeitig aus, so sind Taste 1-4 „Cue“ und 5-8 „Loop“ zugeteilt. Wer ganz ohne Midi-Steuerelemente auskommt, kann sich aber auch für den Reloop RP-7000 entscheiden und hat hier sogar die Option eine limitierte weiße Version zu erwerben.

Reloop RP-7000
Reloop RP-7000

Da heut zu Tage Technics Plattenspieler durchaus über Tausend Euro pro Stück kosten können, überlegen sowohl User also auch Club-Betreiber zwei mal, ob sich die Investition für zwei Decks, die den heutigen Anforderungen von DJs nur bedingt entsprechen, überhaupt sinnvoll ist. Die Erscheinung des Reloop RP-8000 bringt schlagkräftige Argumente mit sich, die auch einen Technics-Fan zum Grübeln bringen könnten. Auch wenn der offizielle Preis noch nicht bekannt ist, wären 599.- Euro/Stück  immer noch günstiger als ein Technics Plattenspieler + Novation Dicer. Weitere Gründe, warum man sich als DJ, der sich an 1210er gewöhnt hat, doch für den RP-8000 entscheiden könnte sind:

  • Turntable und Controller für DVS DJs sind in einem Gerät
  • Sieht dem 1210er verdammt ähnlich
  • Kann auf das Drehmoment des 1210ers angepasst werden
  • Bietet neben den Midi-Steuerelemente weitere Features wie z.B. Doppelte Start/Stop-Taste, Reverse, Digitalanzeige für Pitch und Line Out

Aber auch wenn man den Vergleich nicht mit einem Technics Plattenspieler ansetzt, so bleibt neben den OEM-Produkten eigentlich nur noch der Vestax PDX-3000 übrig, der bis heute sein Image als Scratch-Plattenspieler nicht losgeworden und dem RP-8000 Featureseitig ebenfalls unterlegen ist. Da im Cluballtag vor einer langen Featureliste eher auf Langlebigkeit und ein einfaches Handling gesetzt wird, bleibt abzuwarten, ob und wie sich der RP-8000 behaupten kann. Dabei werden sicherlich die Verarbeitung und Gleichlaufschwankungen Kriterien sein, die in die Bewertung einfließen.

Was denkt Ihr? Kann Reloop mit dem RP-8000 wieder einen Clubstandard herstellen? Und was würde eure Kaufentscheidung bei einem Plattenspieler beeinflussen?

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Preis RP-8000: ca. 599.- Euro

Preis RP-7000: ca. 429.- Euro

Lieferzeit beide:  Winter 2013

Zur Herstellerseite

2 Kommentare zu "Neu: Reloop RP-8000 – Turntable mit Midi-Tasten, BPM 2013New: Reloop RP-8000 – Turntable with midi-buttons, BPM 2013"

Gerald 18. September 2013 • 12:21 Uhr

Hallo Robert - danke für deinen Bericht!

Man kann in den Voreinstellungen auswählen ob die anderen Elemente (wie Start/Stopp, Pitch etc.) auch MIDI senden sollen oder nicht.

Die Gleichlaufschwanken liegen bei 0,01%

Zu den Preisen & Lieferterminen:

RP-7000 liegt bei 429,- EUR / 425,- GBP
RP-8000 liegt bei 599,- EUR / 585,- GBP

Gruß

Robert Wong 18. September 2013 • 16:37 Uhr

Danke für die Info, Ich hoffe Du hast die BPM gut überstanden. Gilt das Midi-Senden auch für den Plattenteller? Und wie aktiviert man diese Voreinstellung?

LG Rob

Gerald 19. September 2013 • 14:30 Uhr

Nein, der Teller sendet kein MIDI - da man bei DVS die Timecode Platte dafür hat.

Man kann mittels einer Tastenkombi beim Einschalten entsprechende Presets für die MIDI-Belegung wählen.

Greetz

Robert Wong 19. September 2013 • 14:37 Uhr

Danke, hab es im Text geändert :-)

Gerald 18. September 2013 • 12:22 Uhr

oh - Liefertermin: Beide werden diesen Winter erhältlich sein!

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