Spotify erlaubt jetzt Musik direkt auf den Streaming-Dienst hochzuladen

Spotify erlaubt jetzt Musik direkt auf den Streaming-Dienst hochzuladen

News 20. September 2018

Das ist eine kleine Sensation: Ab sofort können Musiker und Producer ihre eigenen Titel auf Spotify bringen, ohne die Mithilfe eines Plattenlabels oder Dienstleisters. Und das Beste ist, dass es noch nicht einmal mit zusätzlichen Kosten verbunden ist. Aktuell ist das neue Feature aber noch im Betatest und nur auf Einladung möglich. Spotify verspricht aber, dass in der nahen Zukunft mehr Künstler und unabhängige Labels mitmachen können.

Spotify For Artists verspricht den Plattform-Usern das Uploaden so bequem wie möglich zu machen. Eine Vorschau und einfache Editier-Möglichkeiten sollen für Kontrolle darüber sorgen, wie die eigenen Tracks den zukünftigen Hörern präsentiert werden.

Weiterhin stellt der Streaming-Anbieter Tools bereit, um die Titel zu promoten. Eigene Playlists und das Updaten des Profils sollen hier den Start erleichtern.

© Spotify

Besonders vielversprechend klingt die Abrechnung, die laut dem Unternehmen schnell und ohne zusätzliche Kosten ablaufen soll. Für die Vergütung ist ein ISRC-Code notwendig. Das ist eine digitale Kennung, die für das Aufschlüsseln der Ausschüttungen notwendig ist. Wer so einen Code nicht besitzt, bekommt diesen von Spotify kostenlos beim Upload zugewiesen. Bei der Vergütung kann für einzelne Titel auch berücksichtigt werden, wenn mehrere Autoren an der Komposition beteiligt sind.

© Spotify

Wenn man bedenkt, dass Streaming mittlerweile einen sehr großen Anteil an den Einnahmen der Musikindustrie ausmacht und Spotify wiederum einen großen Teil dieses Markts abdeckt, ist das wirklich ein ganz schöner Knaller, den das schwedische Unternehmen da loslässt. Bisher waren die großen Streaming-Anbieter nämlich nicht ganz so offen für unabhängige Künstler.

Besonders spannend ist die Frage, wie die großen Labels auf diese Neuigkeit reagieren werden. Es ist davon auszugehen, dass sie nicht besonders amüsiert sein werden. Ebenso die sogenannten Aggregatoren, sprich die Firmen und Dienstleistungen, die wie Gatekeeper den Zugang zu Streaming-Diensten, Download-Shops und anderen Musikportalen haben und sich das bezahlen lassen. Wie gesagt, gegenwärtig ist das Programm im Betatest und noch nicht für jeden sofort zugänglich. Vermutlich ist es aber jetzt nur noch eine Frage der Zeit, bis jeder der knapp 200.000 User (Stand Juni 2018) von Spotify For Artists die neuen Features für sich nutzen kann. Das wird aufregend!

Sämtliche Infos zu dem Programm und die Möglichkeit, eine Einladung zum Betatest zu bekommen findet ihr auf der Webseite von Spotify For Artists.

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Geschrieben von:
Redaktion

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