Superbooth 2022: Oberheim OB-X8 - die Rückkehr eines analogen Klassikers

Superbooth 2022: Oberheim OB-X8 - die Rückkehr eines analogen Klassikers

superbooth11. Mai 2022

Eines der Highlights der Superbooth 2022 wurde jetzt vorgestellt. Der Oberheim OB-X8 markiert die Rückkehr eines großen analogen Klassikers. Der achtstimmige Synthesizer verbindet Elemente aus OB-X, OB-Xa und OB-8 in einem neuen Gerät.

Das ist sie also, die große Ankündigung der Superbooth 2022. Zumindest unter den Statement-Synthesizern dürfte es auf der diesjährigen Messe kaum etwas gegben, was dem OB-X8 das Wasser reichen dürfte. Weit jenseits der 5000 Euro Marke, ist der neue Streich von Tom Oberheim aber auch eher was für das professionelle Studio. Aber was kann der Rückkehrer überhaupt alles?

Acht Stimmen purer, analoger Sound aus Sine-, Triangle-, Saw-Waves und Noise bilden den Kern. Pro Stimme stehen jeweils zwei VCOs zur Verfügung, die dem SEM und OB-X nachempfunden sind. Bei den analogen Filtern finden wir ebenfalls einen dem SEM nachempfundenen Low, High, Bandpass-Filter, wie er bereits in abgespeckterer Form im OB-X verbaut war. Dazu kommen aber noch ein 2- und 4-poliger Curtis CEM3320, der den Nachfolgern OB-Xa und OB-8 ihren charakteristischen Klang brachte.

Die ADSR-Hüllkurven sind ebenfalls im Stil der drei Klassiker moduliert und man kann zwischen den drei Modi, je nach gewünschtem Oberheim-Sound, wechseln. Für weitere Modulation stehen noch zwei LFOs bereit. Richtig los geht es aber erst auf der sogenannten "Page 2". Hier kann man bis ins kleinste Detail in die Sounds eintauchen und sich von Oscillator Volume über fine-tuned cross-modulation bis hin zum Panning aller Stimmen, die Finger wund schrauben. Um dabei die Übersicht nicht zu schnell zu verlieren wurde ein OLED-Bildschirm im OB-X8 verbaut.

Was gibt es noch wichtiges? Das Keyboard besitzt Aftertouch (aber kein MPE) und es gibt eine bi-timbrale-Funktion. Damit kann man zwei Presets entweder auf der Tastatur verteilen oder gleichzeitig spielen. Was die Presets angeht, kommt der OB-X8 mit über 400 Factory-Klängen, darunter natürlich auch sämtliche Sounds der drei Vorgänger. Dazu kommen noch 600 Slots für eigene Patches. Insgesamt also findet man die geballte Kraft des Oberheim-Sounds in einem neuen Gerät. Das ist bisher aber auch etwas ernüchternd. Nicht in dem Sinne, dass das schlecht klingt, ganz im Gegenteil. Satte und warme Klänge strömen aus dem Synthesizer, wirklich Neues und spannendes hat man bisher aber nicht hören können. Hier gilt es aber abzuwarten, was andere Musiker:innen dem Gerät entlocken können.

Der Oberheim OB-X8 ist bereits erhältlich und wird mit einem Preis von 5699 Euro angegeben. Weitere Informationen findet ihr hier.

Oberheim OB-X8

Die Kollegen von Bonedo waren mittlerweile vor Ort und konnten den OB-X8 testen.

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