Tinnitracks: Lieblingsmusik gegen Tinnitus

Tinnitracks: Lieblingsmusik gegen Tinnitus

Archiv 21. September 2014

Lieblingsmusik gegen Tinnitus?

Klingt zunächst Paradox, aber genau das ist das Konzept von Tinnitracks. Wer einmal mit Tinnitus zu kämpfen hatte weiß wie unangenehm und qualvoll dieser nicht enden wollende, hochfrequente Ton ist. Ich kann das selbst aus leidvoller Erinnerung berichten, da ich mal einen, zumindest vorübergehenden Tinnitus aufgrund von Lärmtrauma, nach einer Auflege-Aktion ohne Ohrstöpsel und viel zu laut aufgerissener Monitor-Box, davon getragen hatte. Ich weiss auch, dass viele meiner DJ-Kollegen über vorübergehende verminderte Hörfähigkeit nach dem Auflegen klagten. Meistens auf der Seite, auf der man nicht den Kopfhörer trägt. Das Ganze wird dann so wahr genommen als hätte man sich ein Glas über das Ohr gestülpt. Eventuell kommt oben drauf noch ein Dauerton. Vielleicht hält der Zustand nur ein oder zwei Tage an. Kritisch wird es eben, wenn der Dauerton bleibt. Natürlich gibt es diverse Ursachen und Auslöser für einen Tinnitius, aber ich vermute, dass dieses Phänomen unter DJ’s weit verbreitet ist. Um so interessanter finde ich deshalb den Therapie Ansatz den das Konzept Tinnitracks bietet: Durch den Genuss  frequenzgefilterter Musik den eigenen Tinnitus lindern. 

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Hier die Erklärung von deren Webseite:

Tinnitus kann durch das Hören von speziell frequenzgefilterter Musik behandelt werden. 2 3 4 5 6 Dabei wird die Musik so gefiltert, dass sie im Bereich der individuellen Tinnitus-Frequenz keine Signalanteile mehr enthält. Es entsteht eine hörbare Kerbe (engl.: Notch) im Klangspektrum Ihrer Musik. Ihr Klang ist daher leicht verändert. Die Wahrnehmung gewöhnt sich aber recht schnell an den ungewohnten Input.

Durch diesen systematisch veränderten Input kann das gestörte Gleichgewicht zwischen erregenden und hemmenden Nervensignalen im Hörzentrum Ihres Gehirns nun erneut verschoben werden. Diesmal jedoch – aufgrund der individuellen Filterung Ihrer Musik anhand Ihrer persönlichen Tinnitus-Frequenz – in Richtung eines gesunden Gleichgewichts.

Der zugrundeliegende Wirkmechanismus basiert auf der speziellen Anordnung der Nervenzellen im Gehirn: Die Nervenzellen im Hörzentrum des Gehirns sind ihrer Frequenz nach angeordnet, für deren Wahrnehmung sie zuständig sind. Versinnbildlichen kann man sich diese Anordnung mit der Tastatur eines Klaviers: Am einen Ende liegen die tiefen Töne, am anderen die hohen.

Dadurch kann der Mechanismus der lateralen Hemmung greifen. Laterale Hemmung ist eine natürliche Eigenschaft von Nervenzellen und dient der Kontrastverstärkung: Wird eine Nervenzelle angesprochen, reduziert sie durch laterale (seitliche) Hemmung die Aktivität von anderen, benachbarten Nervenzellen. 2 3 4 5 6

Diese Eigenschaften der Nervenzellen werden hier genutzt: Wenn Sie die speziell frequenzgefilterte Musik hören, werden gezielt nur die Nervenzellen stimuliert, die außerhalb des Bereichs ihrer Tinnitus-Frequenz liegen. So kann durch laterale Hemmung die abnormale Hyperaktivität der Nervenzellen im Hörzentrum reduziert und der Tinnitus gelindert werden. 2 3 4 5 6

Mit Tinnitracks können Sie Ihre eigene Lieblingsmusik auswählen und zur Therapie aufbereiten. Die Verwendung der eigenen Lieblingsmusik ist besonders gut zum Training geeignet, weil das Hören zum einen positive Emotionen auslöst und zum anderen zur Ausschüttung von Dopamin führt – einem Neurotransmitter, der Lernvorgänge im Gehirn begünstigt. 1

Tinnitracks bietet Ihnen die Kombination aus:
•    Therapiegerechter Frequenzfilterung Ihrer Musik
•    Prüfung des individuellen Therapiepotentials
•    Therapeutisch korrekte MP3-Speicherung Ihrer Musik

 

Hier seht ihr zur weiteren Erklärung ein Video:

 

Der Preis für die Software beläuft sich auf einmalig 539,- Euro für ein Jahr und es gibt sogar Kombinations-Angebote mit Kopfhörern der Marke Sennheiser:  siehe Angebot.

Das Ganze klingt vielversprechend. Sollte ich noch mal in die unangenehme Situation eines Dauer-Tinnitus kommen, werde ich das auf jeden Fall ausprobieren. Wie denkt ihr darüber?

Zur Herstellerseite

1 Kommentare zu "Tinnitracks: Lieblingsmusik gegen Tinnitus"

marinelli 10. Oktober 2014 • 14:24 Uhr

Habe ich das richtig verstanden? Die wollen über 500 Euro für ein Notchfilter?

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