Up And Coming: Orion
© Lorenza Liguori

Up And Coming: Orion

Features 23. November 2019

ENGLISH VERSION BELOW

 

Wie aus dem Nichts tauchte im Januar dieses Jahres Orion auf. Mit 'Orion 01' veröffentlichten die beiden Italiener ihre erste EP auf dem eigenen Label Orion Records und etablierten sich damit direkt als eine der interessantesten Newcomer des Jahres. Ambient-Elemente wechseln sich mit Einflüssen aus Dub und Deep House ab, neben einer Prise düsterem Mystizismus ist es die einnehmende Wärme, die den Sound von Orion so faszinierend macht. Vor allem mit ihren Live-Sets gewinnen sie viele Anhänger und zeigen dort Stärken und eine Bedächtigkeit, die viel mehr nach etablierten Musikern als nach Newcomern klingt. Nach nun erst zehn Monaten lässt sich schon feststellen: Orion ist der Sound, auf den man 2020 achten sollte. Wir blicken mit Orion auf ihr erstes Jahr zurück, reden über ihre Einflüsse und zukünftige Pläne. Unser neues Up And Coming mit einem Live-Set und Musik, die heilt.

 

Von Deep-House-Tracks wie 'Just Have You' über düsteren Dub Techno bei 'AV' bis hin zu Acid-Einflüssen in 'Shaman': Ihr habt bereits eine große Bandbreite an Sounds abgedeckt. Was, würdet ihr sagen, ist das verbindende Element in eurer Musik?

Wir kommen von verschiedenen Genres und haben bereits beide unter verschiedenen AKAs Techno und Detroit House veröffentlicht. Als wir angefangen haben zusammen zu produzieren, war da direkt dieser interessante Mix aus unseren beiden Visionen und Vorstellungen, der unseren Sound prägt. Normalerweise denken wir auch nicht an irgendwelche Genres, wenn wir Musik machen. Vielleicht liegt es daran, dass wir schon so viele verschiedene Stile unter uns vereint haben.

 

Derzeit besitzt Italien eine sehr große Techno-Szene, wobei eure Musik da einen anderen Ansatz verfolgt. Wer sind die KünstlerInnen, die euch am meisten beeinflussen?

Das stimmt, die Szene ist definitiv sehr groß in Italien. Von Beginn an haben wir immer wieder unsere Ideen mit Primal Code oder Luigi Tozzi ausgetauscht, um nur ein paar Namen zu nennen. Die beiden sind eine sehr große Inspiration für uns. Außerhalb Italiens arbeiten wir ebenfalls seit den Anfängen mit der lieben französischen Produzentin und DJ Molly, einem Freund aus Berlin, den wir hier kurz "F" nennen, und Gregory von Smoke Machine zusammen. Mit ihrem konstanten Feedback helfen sie uns, unseren Sound zu etwas ganz Persönlichem zu entwickeln.

 

Ihr promotet den Begriff Techno Freedom. Was ist diese Freiheit innerhalb der Techno-Musik und wie verbreitet ihr diese Freiheit?

Techno Freedom wurde zeitgleich mit Orion geboren. Als wir angefangen haben an neuen Tracks zu arbeiten, haben wir versucht uns von all den Grenzen und Fehlern, die die Musikindustrie mit sich bringt, zu befreien. Es ist uns sehr wichtig, alle Sounds und Stimmungen, die wir für Orion Records als richtig erachten, auch frei erkunden zu können. Unser Ziel ist es, etwas Größeres zu erschaffen als das gewöhnliche Techno-, Ambient- oder Deep-House-Label.

 

© Lorenza Liguori

Mit Orion Records betreibt ihr euer eigenes Label. Werdet ihr dort nur euere eigene Musik veröffentlichen oder wollt ihr das Label auch für andere KünstlerInnen öffnen?

Da unser erstes Release erst im Januar rauskam, glauben wir, dass es erstmal noch an der Zeit ist, nur unsere eigene Musik zu veröffentlichen und unseren Sound zu etablieren. Eventuell werden wir dann in der nahen Zukunft Freunde von uns einladen, an unserem Label teilzuhaben. Das wird die Zeit aber zeigen.

 

Mit euren ersten beiden Releases habt ihr schon einen kleinen Hype generiert. Wie würdet ihr euer erstes Jahr beschreiben und wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?

Dieses Jahr war erst der Anfang für uns. Nach zwei Live-Sets für Smoke Machine und Monument haben wir noch zwei EPs auf unserem Label und einen Track für Mollys Label RDV Music veröffentlicht. Unsere neue EP wird derzeit gepresst. Außerdem arbeiten wir an einem neuen Track für Rhythm Büro und an einer kompletten EP für Molly. Dazu haben wir angefangen mit einer Label- und Podcast-Reihe zu arbeiten, die wir sehr lieben.

 

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ENGLISH VERSION

 

Out of the nowhere, Orion appeared at the beginning of 2019. They released their first EP 'Orion 01' on their own label Orion Records and already established themselves as one of the most interesting newcomers of the year. Ambient elements are going hand in hand with Dub and Deep House influences, and besides a sweet and dark mysticism, it's their unique warmth that makes Orion so appealing. With their live-sets they started to gather a lot of fans and already showed strengths, skills, and a thoughtfulness that sounds more like a well established musician rather than a newcomer. Now after only 10 months, it is not too much to say: Orion is the sound you should have on your list for 2020. We talked to them about their first year, important influences, and of course their future. Our latest Up And Coming with Orion, a live-set, and music for those who want to heal.

 

From more deep house oriented tracks like 'Just Have You' to the darker dub techno like 'AV' to the acid touch of 'Shaman'. You already came up with a lot of different music, what would you say is the certain element that connects all of your different styles?

We came from different genres, we already released music under different aliases both Techno and Detroit House. When we started to produce music together, we found interesting the mix between our two different visions. Usually, we don't even think about a specific genre when in studio. Maybe that's why we are releasing so many different kinds of electronic music.

 

These days, there is quite a big techno scene in Italy but your music is quite different. Who are the artists and things that inspire you the most?

There's definitely a strong scene in Italy. Since the beginning of our project we started exchanging ideas with Primal Code and Luigi Tozzi - to name a few. They are big inspirations for us. Besides Italy we are working since day one with the sweet french producer and DJ named Molly, with another friend from Berlin, who we are going to call "F", and Gregory from Smoke Machine. With their constant feedbacks, they are helping us to develop our sound into something really personal.

 

© Lorenza Liguori

 

You promote the term Techno Freedom. What is the freedom within techno music and how do you spread freedom with your music?

Techno Freedom was born together with Orion. When we start working on a new track, we try to free our minds from all the stigmas and boundaries that the music industry tries to set. It's very important for us to be free to explore all the sounds and moods we feel right for Orion Records. At the same time this freedom is shared with our audience. Our aim is to create something bigger than a regular Techno or Ambient or Deep House label.

 

With Orion Records you have your own label. Will this be just for your own output or do you consider different artists for it as well?

Since the first release came out last January we feel it's still time to release our own music to present our own sound. Probably in the near future we will invite some friends to join our label. Only time will tell.

 

Your first two releases already created a small hype. How would you describe your first year and of course, what are your plans for the future?

This year was just the beginning for us. After two live recordings for Smoke Machine and Monument, we released two different EPs on our own label, one track for Molly's label RDV Music, and our new EP is getting pressed right now. We are working on a new track for Rhythm Büro, and on a full EP for our dear Molly. Also we started a collaboration with a label and podcast series we really love.

 

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Veröffentlicht in Features und getaggt mit Molly , Monument , Orion , Orion Records , RDV Music , Rhythm Büro , Smoke Machine

Geschrieben von:
Simon Ackers

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