ELEVATOR DJ TOOLS AWARD - Die Finalisten

ELEVATOR DJ TOOLS AWARD - Die Finalisten

Archiv 18. März 2010

DJ Tool AwardNun stehen die Finalisten der jeweiligen Kategorien für den Elevator DJ Tools Award fest. Am Samstag, 27.03.10, dem Publikumstag der diesjährigen Musikmesse in Frankfurt, werden dann die Gewinner gekürt.



Wir haben ja bereits im Januar darüber berichtet, daß zur Musikmesse 2010 der erste DJ Tools Award verliehen werden soll. Dazu konnten alle Interessierten im Vorfeld für ihre persönlichen Favoriten voten und somit eine Vorauswahl treffen. Diese steht nun fest:

Bester Clubmixer (bis 800 €)
- Behringer DDM-4000
- Behringer DJX-750
- Reloop RMX-40 DSP Blackfire

Bester Clubmixer (ab 800 €)
- Allen & Heath Xone:92
- Pioneer DJM-700 K
- Pioneer DJM-800

Bester 2-Kanal-Effektmixer
- Allen & Heath Xone:22
- Pioneer DJM-909
- Reloop IQ.2+

Bester Tabletop CD/Media-Player (bis 700 €)
- Numark NDX800
- Reloop RMP-2b
- Reloop RMP-3

Bester Tabletop CD/Media-Player (ab 700 €)
- Pioneer CDJ-400
- Pioneer CDJ-1000 MK3
- Pioneer CDJ-2000

Bester DJ Controller (bis 500 €)
- Akai APC 40
- Native Instruments Traktor Kontrol X1
- Reloop Digital Jockey 2 IE

Bester DJ Controller (ab 500 €)
- Allen & Heath Xone:4D
- Numark NS7FX
- Vestax VCI-300

Beste DJ Software
- Ableton Live 8
- Native Instruments Traktor Pro
- Numark Cue

Bestes DVS
- Native Instruments Traktor Scratch Pro
- Rane SL3 Serato Scratch Live
- Reloop Spin! 2+

Bester DJ Tonabnehmer
- Ortofon Nightclub MK II
- Ortofon Q.Bert
- Ortofon S-120

Bestes DJ Audio Interface
- M-Audio ProFire 610
- Native Instruments Audio 4 DJ
- Native Instruments Audio 8 DJ

Bester DJ Kopfhörer
- Allen & Heath XD53
- Pioneer HDJ-2000
- Sennheiser HD 25-1 II


Die Jury für die Endausscheidung setzt sich zusammen aus Pascal F.E.O.S., Carsten Pomorin (Raveline), Eric SSL (Sunshine Live Moderator), Jan Walden (Elevator) und DJ D-Tale (Berlin) und soll laut Elevator einen Zitat: "wahrlich repräsentativen Querschnitt der Branche" darstellen. Diese fünf Herren werden am Besuchertag der Musikmesse die Finalisten kurz präsentieren und dann den jeweiligen Gewinner pro Kategorie ernennen.

An sich finden wir die Aktion eine gute und innovative Sache, können jedoch die Selektion teilweise nicht so ganz nachvollziehen. Wie schaffen es nämlich Produkte, die bis dato noch gar nicht verfügbar sind (Ortofon S-120 oder Numark NDX800), ins Finale? Welche Beurteilungsgrundlage, außer der Vorankündigung vom Hersteller, wurde bei dieser Entscheidung herangezogen? Desweiteren wäre eine zusätzliche Kategorie "Performance Mixer" gut gewesen, in die ein Xone:4D (zusammen mit einem Ecler EVO 5 und dem Korg ZERO 8, um nur zwei mögliche Konkurrenten zu nennen) wohl wesentlich besser passen würde, als ihn im direkten Vergleich gegen reine Controller antreten zu lassen und hierbei auch noch Aspiranten wie z.B. den kommenden Xone DX außen vor zu lassen, den es im Gegensatz zu manch anderen Finalisten sogar schon zu erwerben gegeben hat - wenn auch nur in sehr geringer Stückzahl.
Etwas fraglich erscheint auch die Dreiergruppe der Clubmixer bis 800 €. Wo sind da z.B. ein Ecler Nuo 4.0 oder der Denon DN-X1100, die beide die preisliche Voraussetzung erfüllen (wobei man beim Ecler drüber streiten kann, da dessen UVP bei 830 € liegt) und wirklich grundsolide Geräte in Clubmixer-Layout sind? Alle drei Vorselektieren dieser Kategorie liegen deutlich unter der 800€-Grenze (wozu dann die Grenze so hoch angesetzt?), sind - ohne dies negativ zu meinen - eher im Discountbereich angesiedelt und haben mit einem "Clubmixer" eigentlich nur die Bauform gemeinsam.
Bei den Audio-Interfaces waren wir über das M-Audio auch ein wenig verwundert. Nicht, weil wir es für ein schlechtes Produkt halten (dies weisen wir auch für alle anderen Produkte zurück, sollte der Text den Anschein erwecken), sondern weil die Praxis einfach was völlig anderes sagt. Gerade im DJ-Bereich wird doch eher auf USB als auf FireWire gesetzt, was nicht zu letzt auch an der immer seltener werdenden erforderlichen FW-Schnittstelle am Notebook liegt. Und die Audio 2 DJ, mittlerweile wohl eine der am meist verbreiteten Soundkarten überhaupt, sucht man vergeblich.

Wir wollen mit diesem Statement nicht pauschal nörgeln, vor allem nicht des Nörgelns wegen. Aber es bleiben bei objektiver Betrachtung einfach viele Fragen offen, deren Antworten sich uns nicht erschließen. Die Praxis im Shop hat uns jedenfalls anderes gelehrt, und aufgrund dieser Erfahrungen haben wir versucht, die Entscheidungen nachzuvollziehen, wobei wir eben auf die genannten Kritikpunkte gestoßen sind.
Nichtsdestotrotz sind wir schon gespannt auf das Abschlußergebnis und werden natürlich auch darüber berichten.

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