Hands On – KORG KM402

Hands On – KORG KM402

Archiv 19. Juli 2007

Korg KM402Mitten in der größten Hitzewelle erreicht mich ein Testgerät von KORGs KM402. Ein Grund die Fahrt an den Baggersee zu verschieben und den neuen Kaoss Mixer erstmal einem kleinen Test zu unterziehen.

 

 

 

Der KM402 ist stylisch. Edles weiß, mit grau abgesetzer EQ-Sektion und giftgrünem Kaoss Pad. Das gefällt. Die Oberfläche sieht sehr übersichtlich aus, alle Funktionen sind intuitiv erfassbar. Als Grobmotoriker finde ich speziell die EQ-Regler etwas - sagen wir - zierlich, wobei der dadurch entstehende räumlicher Abstand, von geschätzten 2,5 cm, gerade hier Vorteile hat.
KM402 Ansicht
Der KM402 verfügt über vier Kanäle, drei sind zwischen Phono und Line wählbar, einer zwischen Mikrofon und Line. Der Mikrofoneingang ist leider nur als Klinke ausgelegt und somit nicht ganz so flexibel, wie eine XLR/Klinke Kombination. Anyway.
Die Kanalfader sind mit 50mm etwas kurz gehalten. Der Crossfader läuft angenehm leicht und macht einen professionellen Eindruck. Die Crossfader-Kurve kann, über einen Knopf an der Frontseite, manuell verstellt werden. Da der KM ein volldigitaler 24bit/96kHz Mixer ist, lassen sich auch die Fader-Startpunkte den persönlichen Vorlieben anpassen. Laut Korg hat der Fadertyp noch keine Bezeichnung, es handelt sich um einen "Digital Control Fader" oder in Anlehnung an bisherige VCA/VCAA Fader (Voltage Controlled Analog Amp) um einen VCDA Fader Voltage Controlled Digital Amp.
Über den Fadern gibt es pro Kanal drei Taster zur Zuweisung der Effekte, der Kanalauswahl am Crossfader, sowie ein CUE-Taster für das Monitoring. Dieser ist in der Mitte angeordnet, was ich für etwas gewöhnungsbedürftig halte.

Die Mixer der KM-Serie (neben dem KM402 gibt es mit dem KM202 eine 2-Kanal Variante) nutzen den Vorteil digitaler Bauweise, und stellen eine Auswahl von sechs wählbaren EQ-Typen, darunter Booster, Isolator oder Hyped, ein EQ mit Stufenkurve bereit. Der 3-Band EQ am Kanal variiert dann entsprechend des angewählten EQ-Typs.
Kaoss Pad Sektion
Neben den EQs liegt die Besonderheit der KM-Serie in einem integrierten Kaoss Pad. Brandneu ist der Gedanke nicht, gab es doch schon den Kaoss Mixer oder die EM-Serie von Numark. Der KM zeigt sich aber auf der Höhe der Zeit, die verbaute KP-Einheit orientiert sich am KP-MINI. Wie bei diesem gibt es einhundert, teils beatsynchrone, Effekt-Programme, von Filtern, über Delay, Reverb, Flanger bis zu Specials wie Looper oder Slicer. Gesteuert wird, wie bei jedem KP, über ein X/Y Touchpad. Die Effekttiefe wird per Dry/Wet Button eingestellt.
LEDs
Sowohl CUE, als auch das Master-Signal wird per LED-Kette kontrolliert. Soweit, so gut. Aber spartanische sechs LEDs scheinen mir zu wenig. Davon nur dreimal grün, selbst mit einem Gain auf 8 Uhr komme ich schon darüber hinaus.
KM402 Rückseite
Etwas bedauerlich finde ich, dass keine XLR-Outputs verbaut wurden. Der Booth-Ausgang liefert das gleiche Signal wie der Master, ist aber im Gegensatz zu diesem nicht regelbar. Ich kann mir vorstellen, dass auch andere den Vorzug eines, direkt vom Mixer einstellbaren Monitors schätzen würden.

Fazit: Der KM402 bietet einige erfreuliche Extras auf solidem Fundament. Seltsamerweise fehlen im Gegenzug einige Features, vielleicht erwarte ich für die Preisklasse auch zuviel. Wer gerade auf der Suche nach einem neuen Mixer ist und dazu schon immer ein Kaoss Pad wollte, der landet einen Volltreffer.

[youtube BvElKtsJVQ8]
KM 402 Full Kaoss 🙂

Plus:
- integriertes Kaoss Pad
- verschiedene EQ Typen
- einstellbarer Crossfader
- stylisches Design

Minus:
- kein XLR Out
- Booth nicht regelbar

Details beim Hersteller
Preis: 445 €, im Salection Shop kaufen

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