Der chilenisch-schweizerische DJ Luciano hat in einem Facebook-Post seine jahrelange Drogensucht und Angststörung thematisiert, Anstoß dazu gab der Tod von Tim Bergling (Avicii) letzten Monat. 

In einem Ende letzter Woche veröffentlichten Statement beschreibt der Star-DJ mutig und direkt, wie Einsamkeit und das Gefühl nicht verstanden zu werden ihn in Depressionen und Angstzustände geführt haben. Niemand in der Szene spreche darüber, dass das ewige Touren und das Leben am Limit krank mache, der einzige Weg das durchzustehen sei die Selbstmedikation. Luciano habe über die letzten fast 20 Jahre versucht sich mit reichlich Drogen, Medikamenten und Alkohol am Laufen zu halten, und habe dadurch letztes Jahr Herzprobleme bekommen. Laut seinen Ärzten war er dabei nicht mehr weit von einem tödlichen Verlauf entfernt. Er habe sich dann aber letztes Jahr im Mai in Therapie in einer thailändischen Rehabilitationsklinik begeben um den Stoffen loszusagen, seitdem sei er clean.

Weiterhin beschreibt der Cadenza-Labelboss, wie das Nachtleben mit allerhand Gefahren aufwartet, die nur logisch zu Zusammenbrüchen führen müssen. Man fühle sich mit seinen Leiden alleine und unverstanden, da jeder denke man führe das perfekte Leben, daher fände man keinen Ansprechpartner und hält die eigenen Probleme geheim. Luciano hat aktuell ungefähr 130 Gigs pro Jahr, eine immense Menge. Schlaflosigkeit, Angst, und Einsamkeit seien dabei Dauerbegleiter.

Im April hatte der tragische frühe Tod von Avicii dazu geführt, dass die Szene langsam für die Gefahren des schnellen DJ-Lebens sensibilisiert wird. Auch der schwedische Superstar ist wohl letztendlich durch die extremen Anforderungen und unmenschlichen Bedingungen des Tourens umgekommen. Luciano's furchtloses Statement ist damit ein wichtiger Beitrag zu einem län gst überfälligen bewussteren Umgang mit den Schattenseiten der Branche. Aus diesem Grund haben wir uns auch entschieden es zu teilen.

 

 

Posted by:Marius Pritzl

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