Pro-Brexit: Conservative Party eignet sich Underground-Stilmittel an
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Pro-Brexit: Conservative Party eignet sich Underground-Stilmittel an

News 22. Oktober 2019

Die britische Conservative Party hat auf Twitter einen Videoclip gepostet, der sich an Stilmitteln der Rave- und Clubkultur bedient.

Die Message kommt in Form des Hashtags #GetBrexitDone, der auch in den offiziellen Tweets und Posts von Premierminister Boris Johnson benutzt wird, um Stimmung für einen raschen Austritt Großbritanniens aus der EU zu machen. Der Clip entlehnt sich dabei deutlich der visuellen Ästhetik von Promotion-Videos für elektronische Partys.

Der unterlegte Deep House Track stammt aus einen lizenzfreien Musikpool und ist vom schwedischen Künstler Jones Meadow produziert worden. Ironischerweise enthält das originale Stück noch das Vocal "You can't go back in and take it back", ein zynischer Hinweis auf die den Konservativen gegenläufigen Bestrebungen einer Wiederholung des Brexit-Votums.

Da die elektronische Musikszene aber auch direkt unter dem Brexit leiden würde, bspw. in Folge von schwierigeren Einreisebestimmungen für DJs und KünstlerInnen oder auch höheren Preisen für Musikequipment, ist die Kritik daran natürlich nicht weit. Auch die Grundwerte der elektronischen Subkultur vertragen sich nicht mit den protektionistischen Tendenzen der britischen Konservativen, sich derart von gegenläufigen Idealen an den Stilmitteln beraubt zu sehen, sei laut dem Londoner DJ Elijah "schrecklich".

Dass die Diskussion und der Machtkampf um den Brexit nun auch die Subkulturen erreicht hat, ist spätestens seit den Demonstrationen um 'People's Vote March' deutlich. Hier hatte zuletzt das R3 Soundsystem zu Protest-Raves in London aufgerufen, auf denen unter anderem Groove Armada, Floating Points, Midland, Bicep und Matthew Herbert gegen einen No-Deal-Brexit und damit gegen die Politik der konservativen Tories auflegten.

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