Der OP-1 hat sich seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2011 zu einem wahren Kult-Synthesizer entwickelt. So wie es gegenwärtig aussieht, müssen wir uns aber erst mal von diesem Schmuckstück verabschieden. In nächster Zeit werden keine neuen Geräte gebaut. Ob es ein Wiedersehen geben wird, ist im Augenblick ungewiss.

Egal ob Swedish House Mafia, Jean-Michel Jarre, Cuckoo oder Andrew Huang - die Handheld-Workstation von Teenage Engineering hat eine lange Liste von Verehrern. Housemeister hat dem kleinen weißen Instrument sogar ein ganzes Album gewidmet. Und auf SoundCloud gibt es Kanäle, die sich ausschließlich mit Tracks beschäftigen, die exklusiv auf diesem "Desert Island Synth" (wie Huang den OP-1 bezeichnet) entstanden sind.

Zunächst geisterte im Netz die Nachricht umher, dass die Produktion vorerst zum Stopp gekommen ist, und erst einmal keine weiteren Geräte an Händler verkauft werden. Laut einer Mitteilung des deutschen Vertriebs soll es anhaltende Fertigungsprobleme geben. Rückstände werden aus diesem Grund nicht mehr ausgeliefert. Gerüchten zufolge sind Lieferengpässe bei den Bildschirmen die Ursache für die Schwierigkeiten bei der Produktion.

Nach aktuellem Stand ist aber lediglich von einer Pause bei der Produktion die Rede. Anscheinend versucht das schwedische Unternehmen, das Produkt weiterzuführen. Denkbar ist eine neue Auflage mit leicht modifiziertem Design. Ob das wirklich passieren wird und wann mit neuen Modellen zu rechnen ist, steht allerdings in den Sternen.

Und jetzt?

Tatsache ist, dass der OP-1 gegenwärtig bei fast allen Händlern ausverkauft ist und auch die Gebrauchtpreise bereits die 1.200-Euro-Marke überschreiten. Wenn es wirklich keinen Nachschub an Neuware mehr geben sollte, dürften die Preise noch weiter steigern.

Durch das stylishe Design, das eingebaute OLED-Display und das sehr originelle Konzept hat sich der OP-1 seinen Platz in der Synthesizer-Geschichte gesichert. Erst in diesem Jahr haben die schwedischen Entwickler den Nachfolger OP-Z vorgestellt. Ob das neue Gerät trotz des niedrigeren Preises ein ähnlicher Verkaufsschlager wird, bleibt abzuwarten.

Viele MusikerInnen und Nerds werden sicher einen Freudensprung machen, wenn die weitere Zukunft des OP-1 positiv verläuft. Aber wer weiß, vielleicht arbeitet Teenage Engineering schon im Geheimen an dem OP-1 V2?

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