Vergangenes Wochenende fand zum wiederholten Male das bekannte Kappa Futur Festival im italienischen Turin statt, Schaulauf für einige der bekanntesten DJs der Welt. Unter anderem traten KiNK, Rødhåd und Solomun auf. Brisant: Eben jener letztgenannte spielte dabei scheinbar einen Track, der ein Vocal eines muslimischen Gebetsruf enthielt. Ähnliche Fälle sorgten in der Vergangenheit bereits für große Empörung.

Laut einem bei Facebook veröffentlichten Entschuldigungsschreiben erhielt der Hamburger DJ Solomun den fraglichen Track als Demo erst kurz vor seinem Auftritt auf dem Festival. Aufgrund der großen Menge an zugesendeten Promos habe er beim ersten Durchhören den Vocal-Part nicht wahrgenommen, er entschied sich das Stück zu spielen. On Stage merkte der Diynamic-Boss scheinbar, dass etwas damit nicht stimmte und mixte den Track noch vor dem Break wieder heraus. Auch wurde er wohl von seinem Umfeld danach darauf hingewiesen, dass es sich bei der Gesangsspur um den Gebetsruf handelte.

Solomun ist laut eigenen Angaben selbst religiös und kontaktierte den Produzent des Demo-Tracks, um ihm zu sagen, dass er dieses Stück nicht releasen oder spielen sollte. Weiterhin entschuldigte er sich vorsorglich bei weltweit allen Muslimen, Gefühle zu verletzen sei nicht seine Absicht gewesen. In der Vergangenheit kam es immer wieder zu Fällen in denen DJs unbewusst Teile des muslimischen Gebetsrufes oder Koran-Verse in Clubs spielten, auch mit Folgen: Unter anderem löste Acid Pauli im Mai einen Skandal aus, der zur Schließung des Beiruter Clubs The Gärten führte. Um solchen Reaktionen vorzubeugen, wurden auch die Aufnahmen des Sets gelöscht.

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