Spotify: Für weniger Gewinnausschüttung werden Tracks bevorzugt angezeigt

Spotify: Für weniger Gewinnausschüttung werden Tracks bevorzugt angezeigt

News 3. November 2020

Mit dieser neuen Funktion möchte Spotify bei den personalisierten Vorschlägen unbekannteren Artists größere Chancen geben. Eine höhere Anzahl an Plays wird allerdings nicht garantiert, eine geringere Entlohnung allerdings schon.

Spotify gibt zukünftig allen Artists auf der Plattform die Möglichkeit durch den Algorithmus bevorzugt zu werden. Dies betrifft sowohl das Song-Radio, also passende Playlists zu einzelnen Songs, als auch Autoplay, also die Lieder die automatisch nach dem Abspielen eines Tracks, Albums oder EPs kommen. Falls man als Artist diese Funktion nutzen möchte, wird für zukünftige Plays eine 'promotional royalty rate' ausbezahlt. Die Vergütung ist dann niedriger als die jetzt schon oft kritisierte Auszahlungsrate von durchschnittlich 0,0038 USD pro Stream. Die Union of Musicians fordert übrigens einen Cent pro Stream, wir berichteten.

Keine Garantie für mehr Plays

Spotify verspricht allerdings nicht, dass die Anzahl an Plays durch die Nutzung dieser Funktion in jedem Fall steigen werden. Wenn die Songs schlecht performen, werden sie auch wieder schnell zurückgezogen. Der Algorithmus für die Vorschläge bedient sich an tausenden von Parametern. Das eigene Hörverhalten auf der Plattform wird dabei genau analysiert, dies umfasst z.B.: Zeitpunkt am Tag an dem man Songs hört, Tempo, Elemente in der Musik, Sprache der Lieder, Genres, Hörgewohnheiten von Vergleichspersonen, Interaktion mit Songs, Abspieldauer, Länge der Songs, etc. Wie genau die Gewichtung der einzelnen Parameter aussieht und inwieweit die Nutzung der Funktion den Algorithmus beeinflusst macht Spotify nicht öffentlich.

Die niedrigere Auszahlungsrate könnte wieder zu Kritik führen. Für manche Artists jedoch, vor allem kleinere, könnte diese Funktion aber durchaus interessant werden. Das Geld für Streams ist erst ab vielen tausend Plays relevant, die Vorführung der eigenen Tracks an ein größeres Publikum kann hier einen größeren Wert besitzen.

Den ganzen Bericht von Spotify dazu gibt es hier.

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Geschrieben von:
Redaktion

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